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Der Pate ist ein US-amerikanischer Mafiafilm von Regisseur Francis Ford Coppola, basierend auf dem gleichnamigen Roman von Mario Puzo – dieser war auch für das Drehbuch zuständig. Der Spielfilm mit Marlon Brando und Al Pacino in den Hauptrollen gilt allgemein als einer der besten Filme aller Zeiten.

Die Fortsetzungen Der Pate – Teil 2 und Der Pate – Teil 3 erzählen die Geschichte weiter.

Handlung


Don Vito Corleone, mächtigster Mafiaboss von New York City, lässt bitten: Zur Hochzeit seiner Tochter Connie richtet er ein opulentes Fest mit hunderten von Gästen aus. Während diese im Garten tanzen, empfängt er im Hinterzimmer Freunde der „Familie“, die ihn um verschiedene Gefälligkeiten bitten. Halb New York steht schon in seiner Schuld.

Doch das Geschäft verändert sich, nach Kriegsende halten skrupellose Korruption und Drogenhandel Einzug in den Alltag der Kriminellen. Don Vito wehrt sich gegen diese seiner Meinung nach „schmutzigen“ Geschäftszweige und muss dafür fast mit dem Leben bezahlen: Killer der feindlichen Tattaglia-Familie schießen ihn auf offener Straße nieder. Während der Don sich nur langsam erholt, starten seine Söhne Sonny und Michael einen blutigen Rachefeldzug. Michael erschießt in diesem Zusammenhang den Drogenhändler Sollozzo und einen korrupten Polizisten und muss nach Sizilien fliehen.

Im Land seiner Vorfahren findet der junge Mann eine Frau und heiratet, während seine Familie in Amerika um ihren Stand kämpft. Sein Vater ist zwar einigermaßen genesen, hat aber Mühe, seine Macht gegen die anderen Mafia-Familien zu behaupten. Die Corleones werden von einem Mitglied der Familie verraten: Einem Bombenanschlag auf Michael in Sizilien fällt dessen Frau zum Opfer, und sein Bruder Sonny wird in Amerika erschossen. Michael – als der jüngste der Corleone-Brüder, für den der alte Don eine bürgerliche Laufbahn geplant hatte – kehrt nach New York zurück und übernimmt die Geschäfte. Mit ungeahnter Brutalität holt Michael zum Rundumschlag gegen seine Feinde aus und verschont dabei auch nicht Mitglieder in seinem nächsten privaten Umfeld.

Hintergrund


  • Die Szene mit dem Pferdekopf soll auf einem tatsächlichen Ereignis beruhen. Nachdem dem Produzenten von Verdammt in alle Ewigkeit genau dies widerfahren war, stellte er den Mafia-Freund Frank Sinatra ein, der daraufhin ein Comeback als Schauspieler erlebte und den Oscar als bester Nebendarsteller gewann.
  • In dem Film fällt nicht einmal das Wort „Mafia“ (nur in einer Szene, wo die Politik als die wahre Mafia bezeichnet wird, außerdem in einer Gerichtsverhandlung, in der Verbindungen zu verbrecherischen Gruppen geleugnet werden („sie nun Mafia oder Cosa Nostra[...“)). Der Grund dafür ist die Italian-American Civil Rights League, eine Organisation, die sich zum Ziel gesetzt hatte, das Vorurteil zu bekämpfen, alle Italiener seien Mafiosi. Präsident dieser Organisation war Joseph Colombo, ironischerweise selbst ein mächtiger Mafioso. Colombo wurde 1971, also während der Dreharbeiten des Films, von einer Kugel in den Kopf getroffen und fiel in ein langjähriges Koma, aus dem er nicht mehr erwachte; offensichtlich war sein Einfluss aber groß genug, dass Coppolas Produzenten die Abmachung auch nach seinem Tod einhielten.
  • Viele Mafiosi erzählten später, der Film, welcher die Mafia stark idealisierte, hätte ihr Lebensgefühl genau getroffen und ein Experte für organisiertes Verbrechen bezeichnete Coppolas Werk als „der beste Werbespot für die Mafia, der je gedreht wurde“.

Auszeichnungen


  • Der Film wurde 1972 mit dem Oscar für den besten Film ausgezeichnet.
  • Marlon Brando sollte für seine Rolle den Oscar als bester Schauspieler erhalten. Er verweigerte allerdings dessen Annahme aus Protest gegen die Behandlung der Indianer in den USA. An seiner Stelle verlas eine Indianerin bei der Oscar-Verleihung eine Solidaritätserklärung Brandos mit dem American Indian Movement. Allerdings stellte sich im Nachhinein heraus, dass es sich dabei mitnichten um eine Indianerin, sondern um eine junge Schauspielerin handelte.
  • Der dritte Oscar ging an Mario Puzo und Francis Ford Coppola für das beste adaptierte Drehbuch.
  • Außerdem erhielt der Film acht weitere Nominierungen, aber die Nominierung von Nino Rota wurde zurückgezogen, weil die Filmmusik schon bei Fortunella benutzt wurde.
  • Der Film ist seit langem die Nummer Eins auf der von Fans gewählten IMDb-Liste der besten Filme aller Zeiten.

Literatur


  • Mario Puzo: Der Pate. Reinbek: Rowohlt, 2001. ISBN 3-499-23110-7

Weblinks


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