Der Fluch der gelben Schlange ist die 13. deutsche Edgar-Wallace-Film der Nachkriegszeit und der erste des berliner Filmproduzenten Artur Brauner (CCC-Film). Im Gegensatz zur Kurt Ulrich-Produktion "Der Rächer" (1960) erschien dieser Film im Verleih der Constantin-Film, die auch die Wallace-Filme der Rialto Film vermarktete. Damit stand für diese Produktion u. a. der Vertragsschauspieler und Star der Serie Eddi Arent zur Verfügung.
Handlung
Joe Bray - ein reicher Brite, der in Hongkong lebt - ist in Besitz eines alten chinesischen Orakels - der gelben Schlange. Eines Nachts brechen Unbekannte in Brays Pagode ein, um die Schlange zu stehlen. Clifford Lynn - ein Sohn Brays - wird Zeuge dieser Tat und kann die Schlange in seinen Besitz bringen. Er verdächtigt seinen Halbbruder Fing-Su und dessen Organisation "Die freudigen Hände" als Auftraggeber des versuchten Diebstahls, was Joe Bray zunächst aber nicht glaubt. Kurz darauf reist Clifford Lynn nach London, um sich dort mit Brays Vetter Stephan Narth zu treffen. Dieser erhofft sich seine finanzielle Rettung durch die Heirat Clifford Lynns mit seiner Pflegetochter Joan. Diese und Clifford Lynn lassen sich auf diese Abmachung jedoch zunächst nicht ein, wovon Fing-Su, der ebenfalls in London lebt, Wind bekommt. Dieser übergibt Stephan Narth die nötigen 50 000 Pfund und macht ihn damit zum willenlosen Werkzeug. Inzwischen entdeckt Clifford Lynn in einem Unterschlupf Fing-Sus und seiner Sekte eine Waffenkammer und eine geheime Loge, in der am 17. November ein Kampf gegen alle Weißen beginnen soll. Dazu benötigt Fing-Su als Machtsymbol jedoch die gelbe Schlange, die Clifford Lynn bei einem Freund versteckt hat. Kurz darauf wird dieser aber von Sektenmitgliedern Fing-Sus beraubt.
Kritiken
Nein es lohnt sich nicht Fing-Su und den Seinen auf die schiefe Bahn zu folgen. Schlimmer als die Kugel des Helden ist das Gelächter des Publikums. Erst der Reißer, der einem nichts zu lachen gibt, ist bedenklich: das Schweigen im Kino macht sich verdächtig, weil in diesem Schweigen unter Umständen Ansprüche verarbeitet werden. Die Geisterstimme von
Edgar Wallace aber lädt ins Kino "Zur albernen Gänsehaut" ein.
Im Dialog werden die Anspielungen auf die "
Gelbe Gefahr" und "rassische Vorurteile" noch deutlicher. Von
Goebbels' Stil wenig verschieden, suggeriert Fing-Su seinen chinesischen Sklaven in einer mystischen Feierstunde, dass sie dereinst die Herren der Welt sein werden.
Weblinks
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