Der Exorzist ist ein 1971 erschienener Roman von William Peter Blatty. Das Buch wurde 1973 von William Friedkin verfilmt. Das Drehbuch schrieb Blatty selbst. 1974 wurde der Film für zehn Oscars nominiert und erhielt schließlich einen Oscar für das beste Drehbuch und einen für den besten Ton.
Die Geschichte zeichnet gleichermaßen subtiler Horror und erschreckende und obszöne Bilder aus. Die Wirkung ist durchaus verstörend, aber so hintergründig, dass es unendlich viele Plagiate des Werkes gab und die Wirkungsgeschichte bis heute anhält.
1949 werden in der Ortschaft Cottage City in der Nähe von Washington (D. C.) bei dem 1935 geborenen Roland Doe, offenbar im Zusammenhang mit dem Tod seiner Tante, Verhaltensauffälligkeiten („Besessenheit“) festgestellt.
Durch die Mutter ist Roland streng religiös erzogen worden. Durch die Tante, welche am 26. Januar 1949 verstorben war, erfuhr er über Okkultismus und den Umgang mit einem Ouija-Brett. Die Mutter wendet sich zunächst an den katholischen Geistlichen Father Albert Hughes von der St. James-Kirche im Nachbarort Mount Rainier.
Am 11. März 1949 erhält Roland Doe zum ersten Mal Besuch von dem Exorzisten Father William S. Bowdern und seinen Assistenten, Father Raymond F. Bishop und Father Walter Halloran.
Am 16. März wird durch den Erzbischof Joseph E. Ritter die Erlaubnis zur Vornahme von Exorzismen erteilt. Diese dauern bis zum 18. April 1949.
Am 20. August 1949 wird der Exorzismus in einem Zeitungsartikel der Washington Post geschildert. Dieser wird später von dem damals 20-jährigen William Peter Blatty, Student an der Georgetown-Universität von Washington, gelesen und dient ihm als Inspiration für seinen Roman.
Im Jahr 1990 wurde schließlich das zweite Sequel Der Exorzist 3 veröffentlicht, bei dem Jason Miller als Patient X in einer Nebenrolle zu sehen ist.
2001 erschien der Director’s Cut von Der Exorzist in den Kinos – eine um 10 Minuten längere und digital überarbeitete Version.
Im November 2004 erschien mit Der Anfang ein Prequel zur bisherigen Filmreihe. Gezeigt wird die erste Begegnung von Pater Lancester Merrin (Stellan Skarsgard) mit einer dämonischen Macht in Afrika. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern wartet dieser Film mit einer Vielzahl von spektakulären Spezialeffekten auf, hinter denen die übliche Subtilität der Reihe jedoch zurückstehen muss.
Im Oktober 2005 erschien ein weiteres Prequel auf DVD ( Exorzist – Der Anfang des Bösen), welches eine alternative Version zu Exorzist: Der Anfang ist. Dieser Film war die ursprünglich gedrehte Version von Der Anfang, der aber dem Studio und Testpublikum nicht gefallen hat und somit mit einem neuen Drehbuch fast der ganze Film nocheinmal neu gedreht wurde.
Der Film erhielt vier Golden Globes und war für drei weitere nominiert (N).
Weitere Preise waren:
Die Filmbewertungsstelle Wiesbaden (FBW) verlieh dem Film das Prädikat „besonders wertvoll“.
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