Sassou-Nguesso et Chirac.jpg, 20. Februar 2003 in Paris]] Denis Sassou-Nguesso * (* 1943, Edou im Bezirk Oyo im Kongo) ist Soldat und von 1979 bis 1992 und seit 1997 wieder Präsident der Republik Kongo.
1970 wurde Sassou-Nguesso Direktor für Sicherheit und Minister im neuen Präsidentschaftsrat. Als Ngouabi ermordet wurde, spielte Sassou-Nguesso eine Schlüsselrolle in der Machterhaltung und führte kurz den Militärausschuss der Partei Comité Militaire du Parti (CMP) an, der den Staat kontrollierte bis sein Nachfolger Oberst Joachim Yhombi-Opango dies übernahm. Sassou-Nguesso wurde dafür mit der Ernennung zum Oberst und zum Vizepräsidenten des CMP ausgezeichnet. Er blieb Vizepräsident bis zum 5. Februar 1979, als Yhomby-Opango gezwungen wurde wegen Korruptionsvorwürfen zurückzutreten.
Sassou-Nguesso überraschte viele Beobachter, die in ihm nur einen Militär gesehen hatten, durch seine Einstellung zum Marxismus und seine pragmatische Politik. Er verhandelte mit dem IWF über Kredite und erlaubte ausländischen Investoren aus Frankreich und Amerika Öl und andere Bodenschätze zu fördern. Auch reiste er 1981 nach Moskau um einen 20-jährigen Freundschaftsvertrag mit Leonid Breschnew zu unterzeichnen.
Er wurde 1984 als Präsident vom Kongress der PCT für weitere 5 Jahre wiedergewählt. Er war von 1986 bis 1987 Präsident der Organisation für Afrikanische Einheit. Ende 1987 bewältigte er mit französischer Hilfe eine Militärrevolte im Norden des Landes.
DF-SC-88-01606.jpg Sassou-Nguesso begann unter dem Druck Frankreichs und den Zusammenbruch des Ostblocks einen Demokratisierungsprozess. Im Dezember 1989 gab er die Beendigung der wirtschaftlichen Kontrollen durch den Staat und eine teilweise Amnestie für politische Gefangene bekannt. Im folgenden Jahr versuchte er die schlechter werdende ökonomische Situation zu verbessern und die Korruption einzudämmen. Seit August 1990 sind andere politische Parteien als die PCT erlaubt und Sassou-Nguesso besuchte die USA und legte den Grundstein für weitere IWF Kredite. Ab dem 8. Juni 1991 lag bis zu den Wahlen 1992 die tatsächliche Macht beim neuen Premierminister André Milongo als Chef einer Übergangsregierung.
Bei den Wahlen 1992 gewann die PCT nur 19 der 125 Sitze in der Nationalversammlung, die Union panafricaine pour la démocratie sociale (UPADS) war die Partei mit den meisten Stimmen. Eine andere starkte Macht war die Mouvement Congolais pour la démocratie et le développement intégral (MCDDI). Die Präsidentschaftswahlen im August waren ein Zweikampf zwischen Pascal Lissouba (UPADS) und Bernard Kolelas (MCDDI). Diesen gewann Lissouba im zweiten Wahlgang mit 61%. Sassou-Nguesso schied schon im ersten mit nur 17% der Wählerstimmen aus.
Am 5. Juni 1997 umstellte die Armee im Auftrag des amtierenden Präsidenten Lissouba das Anwesen Sassou-Nguessos in Brazzaville. Sassou-Nguessos Milizen widersetzten sich der Armee und ein größerer Konflikt begann. Sassou-Nguesso bekam Unterstützung aus Angola und übernahm vom 11. bis 14. Oktober durch seine Truppen die Herrschaft in Brazzaville. Lissouba floh und Sassou-Nguesso wurde am 25. Oktober zum Präsidenten erklärt.
Seit dem 24. Januar 2006 ist er auch als Präsident der Afrikanischen Union tätig.
Mann | Staatsoberhaupt | Kongolese (Rep. Kongo) | Politiker (Rep. Kongo) | Geboren 1943
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