Demontage (frz. démontage) ist ein historisch belegter Begriff und beschreibt (im Gegenteil zur Montage) den Abbau von etwas. Beispielsweise wurden nach dem Zweiten Weltkrieg im Ruhrgebiet Produktionsanlagen demontiert, die anschließend über den Schienenweg in die SBZ geliefert wurden.
Historische Bedeutung
Unter dem historischen Begriff „Demontage“ versteht man in
Deutschland den Abbau von Industrieanlagen. So kam es zum Beispiel nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland zu Demontagen.
Gründe dafür waren, dass die
Siegermächte, insbesondere die
Sowjetunion, an Stelle von
Reparationen Wiedergutmachung für erlittene Schäden anstrebte bzw. Deutschland durch die Zerschlagung seiner industriellen Basis geschwächt und ein erneuter
Aggressionskrieg unmöglich gemacht werden sollte. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es durch das
Potsdamer Abkommen zu Demontagelieferungen aus dem Ruhrgebiet an die Ost-Zone. Im Gegenzug sollte hierfür aufgrund der
Lebensmittelknappheit in den Westzonen Nahrung aus der Ost-Zone, die überwiegend landwirtschaftliche Erzeugnisse produzierte, in die West-Zonen geliefert werden. Ein Großteil der Demontagen des Ruhrgebiets wurde dabei jedoch nicht in die SBZ geliefert, sondern in die
Sowjetunion.
In den
Westzonen wurde wegen der
Truman-Doktrin die
Politik der Demontagen bald beendet.
Siehe auch: Konversion (Umwidmung von
Militäranlagen)
Die Demontagelieferungen stellten einen ersten Bruch der Anti-Hitler-Koalition dar.
Siehe auch: Kalter Krieg
Demontage in der Kinobranche
In der
Kinobranche versteht man unter Demontage das Entkoppeln der einzelnen
Filmakte, die man zuvor auf dem
Umrolltisch z.B. auf eine
Spule montiert, beziehungsweise gekoppelt hatte, um den Film im Projektor vorzuführen.
Mehr zur Filmmontage siehe auch: Überblendungszeichen
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