Demolition Man ist ein Sciencefiction-Action-Film von Regisseur Marco Brambilla aus dem Jahr 1993 mit Wesley Snipes, Sylvester Stallone und Sandra Bullock in den Hauptrollen.
Der Film erzählt von der Feindschaft des Polizisten John Spartan und des irren Verbrechers Simon Phoenix. Bei dem Versuch eine Geiselnahme zu beenden geht Spartan keinerlei Kompromisse ein und lässt jede Vorsicht und Polizeiregel außer Acht, um Phoenix zu verhaften. Obwohl Phoenix verhaftet wird, werden die Geiseln getötet, offenbar durch mangelnde Umsicht Spartans, der zu sehr darauf fixiert scheint, den irren Killer zu fassen.
Beide werden zu langen Haftstrafen im Cryo-Gefängnis verurteilt, einer neuen Form von Strafvollzug, bei der die Häftlinge im wahrsten Sinne des Wortes auf Eis gelegt werden. Im tiefgefrorenen Zustand sollen die Gefangenen resozialisiert d.h. konditioniert werden. Spartan wird beispielsweise mit intensiven Handarbeitsfähigkeiten versehen.
Zeitsprung in das Jahr 2032. Die Welt ist nach nach einem gewaltigen Erdbeben mittlerweile friedlich und schön. Die Metropolregion San Angeles sieht aus wie eine idealisierte amerikanische Vorstadt. Verbrechen sind nahezu unbekannt, Graffiti gelten als Schwerverbrechen. Scheinbar eine Idylle, wären da nicht die Überfälle auf Lebensmitteltransporte, die auf eine Untergrundbewegung hindeuten, die ganz offensichtlich nicht besonders glücklich ist mit dem Status Quo und aus schierem Hunger stiehlt.
Phoenix entkommt bei einer Anhörung, zu der die Häftlinge in regelmäßigen Abständen aufgetaut werden. Es kommt zu ersten Morden, denn bei der Resozialisierung von Phoenix scheint einiges schiefgegangen zu sein – kennt er doch alle wichtigen Passwörter, Techniken und Errungenschaften des Jahres 2032. Außerdem ist er plötzlich Experte in diversen Kampfsportarten, Sprengstofftechnik, Guerillataktiken usw.
Eine Polizei, die seit 16 Jahren kein Gewaltdelikt mehr zu bearbeiten hatte ist völlig überfordert („Wir sind Polizeibeamte, für Gewalttätigkeiten wurden wir nicht ausgebildet!“). Einziger Ausweg scheint das Auftauen von John Spartan zu sein. Mit ihm kommen auch die „alten Methoden“ zurück.
Am Ende wird Phoenix besiegt, wobei Spartan von der Polizistin Lenina Huxley und von Widerstandskämpfern unterstützt wird.
Die Vorlage des Filmes ist trotz des sehr ähnlichen Titels nicht der mit dem Hugo Award ausgezeichnete Roman The Demolished Man von Alfred Bester – obwohl beide im Kriminal- bzw. Polizei-Milieu spielen.
Demolition Man ist eine Interpretation von Aldous Huxleys „Brave New World“ (Schöne Neue Welt), in dessen Werk die neue perfekte Gesellschaft letztlich von ihrer Vergangenheit eingeholt wird.
Erkennbar wird dies beispielsweise bei der Betrachtung der Namen der Hauptdarsteller. Sandra Bullocks Charakter heißt Lenina (Nachname Huxley), wie die weibliche Hauptdarsteller bei „Brave New World“, Stallone benennt sich nach Huxley's John, der aus einem rückständigen Reservat, sogar noch natürlich geboren, in die moderne Gesellschaft kommt. Bei Demolition Man kommt John (Spartan) aus der Vergangenheit in die Zukunft.
Ein weiterer Hinweis geht bei der deutschen Synchronisation verloren. Als Phoenix und Spartan im Museum kämpfen, sagt Phoenix sinngemäß: „Das ist eine mutige neue Welt“ welches in der englischen Fassung "It's a brave new world." lautet.
Filmtitel | Filmtitel 1993 | Science-Fiction-Film | Actionfilm | US-amerikanischer Film
Demolition Man (film) | Demolition Man | Разрушитель (фильм) | Demolition Man
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