Als Ursache für diese Entwicklung wird folgendes ausgemacht: Einerseits werden immer mehr Menschen durch bessere, moderne Lebensweise und den medizinischen Fortschritt immer älter - während einst nur wenige Menschen länger als fünf bis sieben Jahre Rente bezogen, sind heute mehrere Jahrzehnte der Normalfall. Diese Entwicklung hält an.
Als Gründe wird unter anderem der Wertewandel innerhalb der Gesellschaft angeführt. Neue Werte wie Selbstverwirklichung, Unabhängigkeit, beruflicher Erfolg, Ehe ohne Kinder und alternative Lebensformen werden insbesondere aus konservativen Kreisen als Ursache für das Geburtendefizit verantwortlich gemacht. Gewerkschaften und Sozialverbände benennen als Ursache für das Geburtendefizit, dass Kinder derzeit das Armutsrisiko Nr. 1 in Deutschland darstellen und deswegen junge Familien in ihrer Familienplanung Kinder nicht berücksichtigen. Die persönliche Zukunftsperspektive spielt eine Hauptrolle bei der Aufschiebung des Kinderwunsches.
Derzeit werden im Schnitt in Deutschland nur 1,375 Kinder pro Frau geboren. Damit die Bevölkerungszahl stabil bleibt müssen im Schnitt 2,1 Kinder pro Frau geboren werden.
In diesem Zusammenhang darf nicht übersehen werden, dass a) eine wachsende Bevölkerung nicht unbedingt auch eine wachsende Zahl von erwerbstätigen Beitragszahlern bedeutet und b) bei stagnierender oder (auch minimal) wachsender Wirtschaft und gleichzeitig schrumpfender Bevölkerung der Wohlstand und Verteilungsspielraum pro Kopf steigt, nicht sinkt.
Andererseits gibt es jetzt einige Städte, die dadurch einen Frauenüberschuss haben. Dort wird es daher vermutlich einen Mangel an potenziellen Vätern geben.
Außderdem ist zu bedenken, dass die Geburtenrate in den Großstädten meistens niedriger ist als auf dem Land. Durch den ständigen Zuzug in die Metropolen ist mit einer weiteren Verringerung der durchschnittlichen Geburtenrate zu rechnen.
Alterspyramiden D-A-CH
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"Demografische Entwicklung".
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