Deltaflügel haben, im Gegensatz zu herkömmlichen Flügelgeometrien (Rechteckflügel, Ellipsenflügel, Trapezflügel...) die Form eines Dreieckes oder des griechischen Großbuchstaben Delta. Sie besitzen eine im Verhältnis zu ihrer Länge und Tiefe relativ geringe Profildicke.
Bei allen Tragflügeln entsteht der Auftrieb durch eine Beschleunigung der Strömung auf der Profiloberseite. Bei herkömmlichen Flügeln wird diese Geschwindigkeitserhöhung hauptsächlich durch die Profilgeometrie erreicht. Die durch eine relativ große Profildicke bedingte Beschleunigung der Luft auf der Profiloberseite führt zu einem Unterdruck der als Auftriebskraft (Bernoulli-Effekt) wirkt. Dabei ist eine an der Oberfläche anliegende Strömung erforderlich (laminar oder turbulent, jedoch nicht abgelöst!).
Deltaflügel erhalten ihren Auftrieb jedoch nicht durch die Profilumströmung, sondern auf Grund von Wirbeln, die sich bei Anstellung des Flügels entlang der Vorderkanten bilden. Dabei löst die Strömung von der Oberfläche ab. Das Flügelprofil spielt dann kaum mehr eine Rolle. Die Luft in der Strömung wird durch die Wirbel beschleunigt, was wiederum zu einer Auftriebskraft führt.
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