India_gate.jpg Delhi (Hindi: दिल्ली, Dillī; Urdu: (دهلى); „Stadt des Herzens“) ist ein indisches Unionsterritorium mit Sonderrechten (national capital territory). Delhi hat eine Fläche von 1483 Quadratkilometer und 16.306.312 Einwohner (Stand 1. Januar 2006). Die hauptsächlich gesprochenen Sprachen sind Hindi mit Devanagarischrift und Urdu mit persischem Alphabet.
Delhi liegt am Fluss Yamuna durchschnittlich 216 Meter über dem Meeresspiegel. Die geografischen Koordinaten sind . Das Territorium grenzt im Westen an den Bundesstaat Haryana und im Osten an den Bundesstaat Uttar Pradesh. Die zwei größten Städte des Unionsterritoriums sind die gleichnamige Stadt Delhi und die indische Hauptstadt Neu-Delhi.
(Volkszählung 2001)
| Stadt | Einwohner |
|---|---|
| Delhi | 9.817.439 |
| Neu-Delhi | 294.783 |
| Sultanpur-Majra | 163.716 |
| Kirari-Sulemannagar | 153.874 |
| Bhalswa-Jahangirpur | 151.427 |
| Nangloi-Jat | 150.371 |
| Karawalnagar | 148.549 |
| Dallopura | 132.628 |
| Delhi Cantonment | 124.452 |
| Deoli | 119.432 |
| Gokalpur | 90.564 |
| Mustafabad | 89.117 |
| Hastsal | 85.848 |
| Burari | 69.182 |
| Gharoli | 68.978 |
| Chilla-Sarodabangar | 65.969 |
| Tajpul | 58.220 |
| Jaffrabad | 57.460 |
| Puth-Kalan | 50.587 |
Das Unionsterritorium Delhi gliedert sich in neun Bezirke (Districts) und diese wiederum in 27 Unterbezirke (Tehsils), jeweils drei pro Bezirk.
Die neun Bezirke teilen sich des weiteren in drei Statutarstädte (Statutory Towns):
sowie in 59 Zensus-Städte (Census Towns) und 165 Dörfer (Villages). Die Zensus-Städte sind für die Volkszählung auf Grund bestimmter Kriterien als „Stadt“ definierte Gemeinden.
Das Unionsterritorium Delhi besteht sowohl geografisch als auch historisch gesehen aus mehreren einzelnen Städten – und zwar aus mehr als den sieben Städten, die es der Überlieferung nach gibt. Dreh- und Angelpunkt ist die Hauptstadt Neu-Delhi, eine wohl geordnete Stadt mit breiten Straßen und beeindruckenden Kolonialbauten, die bald nachdem die kaiserliche Hauptstadt Britisch-Indiens im Jahre 1911 nach Delhi Cantonment verlegt worden ist, gebaut wurde. Jama Masjid.jpg
In Neu-Delhi befinden sich viele Hotels, vor allem nördlich der Parlamentsgebäude und rund um die Säulenfassaden des „Connaught Place“. „Shahjahanabad“ in Alt-Delhi, die Hauptstadt von Schah Jahan im 17. Jahrhundert, liegt zwei Kilometer nördlich davon. Die Stadt zeigt sich hier in ihrer ursprünglichen Form, wo sich im Verlauf der letzten 200 Jahre der traditionelle Lebensstil der überwiegend muslimischen Bevölkerung kaum verändert hat.
Sehenswert sind das „Rote Fort“, die „Jami Masjid“, Indiens größte Moschee und die Basare mit ihrem Labyrinth aus Häusern, durchsetzt von hektischer Betriebsamkeit und den aromatischen Düften aus Restaurants, Tempeln und Gewürzläden. Als imposante Zeugen längst ausgestorbener Dynastien stehen weiter südlich im Territorium die heute verlassenen anderen fünf ehemaligen Hauptstädte. Delhi main bazaar.jpg
Dazu zählt der hoch aufragende und allein stehende Turm „Qutb Minar“, den Qutb-ud-din Aibak im 12. Jahrhundert errichten ließ. Er dominiert die erste Hauptstadt mit Namen „Dhillika“ und kündigt die spätere Entwicklung Delhis an. Von „Tughluqabad“ aus dem 14. Jahrhundert und von „Purana Qila“, der sechsten Hauptstadt, haben nur Mauern und ein paar verfallene Säulen überdauert. Inmitten dieser historischen Ruinen liegen die prächtigen Mausoleen von Delhis früheren Herrschern, viele Hindu-Tempel und die typisch islamischen, kuppelförmigen Moscheen, die das konventionelle Bild der indischen Städte nachhaltig veränderten.
Hervorragende Beispiele für das architektonische Genie der Moguln sind deren Grabbauten mit vorgelagertem „Charbagh“, ein in Viertelsegmente unterteilter Garten, allen voran das „Humayun-Mausoleum“ in Delhi und das noch berühmtere Taj Mahal in Agra. „Lal Qila“, das Rote Fort, gilt in Delhi als das bedeutendste Monument der Mogul-Periode. Einen nahezu umfassenden Überblick über das kulturelle Erbe Indiens vermitteln die zahlreichen Museen, Kunstschätze und Veranstaltungen sowie das Angebot im Bereich des Kunsthandwerks.
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