Dehydratation bezeichnet den Entzug von Wasser.
In der Umgangssprache wird dieser Vorgang oft als Dehydrierung bezeichnet; in der (chemischen) Fachsprache ist dieser Ausdruck hingegen dem Entzug von Wasserstoff vorbehalten.
Der Begriff kommt vor in der Lebensmitteltechnik und in der Medizin.
- Dehydratation (Lebensmittel), Fachsprachlich für Trocknung von Lebensmitteln.
- In der Medizin bezeichnet es die gesteigerte Abnahme der Körperflüssigkeit und ungenügende Flüssigkeitsaufnahme (siehe auch Exsikkose). Der Flüssigkeitsverlust kann über den Magen-Darm-Trakt, die Atemluft, den Urin oder über die Haut erfolgen. Erkrankungen zum Beispiel der Nieren oder Fieber, beziehungsweise starke körperliche Anstrengungen können zu einem erhöhten Flüssigkeitsverlust und damit zu einem Flüssigkeitsungleichgewicht führen. Es werden drei Arten der Dehydratation unterschieden:
- Isotone Dehydratation: Bei dieser Dehydratation ändert sich der osmotische Druck des Extrazellulärraums nicht, da der Verlust von Wasser und Salz (Natrium) im gleichen Verhältnis zueinander erfolgt. Vor allem bei unzureichender Wasser- und Natriumzufuhr, aber auch bei Erbrechen oder Durchfall ist dies der Fall.
- Hypertone Dehydratation: Sie entsteht beim Verlust von Wasser ohne entsprechenden Salzverlust. Dies kann bei Fieber der Fall sein und führt im Extremfall zum Verdursten.
- Hypotone Dehydratation: Wenn im Verhältnis zum Wasserverlust zu viel Salz ausgeschieden wird entsteht eine hypotone Dehydratation. Beispielsweise bei starkem Schwitzen durch hohe körperliche Betätigung spielt diese Art der Dehydratation eine wichtige Rolle.
Siehe auch Diurese.
Notfallmedizin