Der Begriff Defätismus (franz. défaitisme, von défaite, „Niederlage“) bezeichnet ursprünglich den Vorwurf des systematischen Nährens von Mutlosigkeit, Resignation und Zweifel am militärischen Sieg in den eigenen Reihen, was als Mittel der gegnerischen psychologischen Kriegsführung verdächtigt und von Militärtribunalen manchmal hart sanktioniert wurde. Die Bezeichnung entstand ursprünglich während des Ersten Weltkrieges in Frankreich.
Heute wird der Begriff im Alltagsgebrauch extrem selten und von Presse-Feuilletons eher im Zusammenhang mit Zukunftspessimismus oder dem systematischen „Schlechtreden“ von gesellschaftlichen und politischen Umständen benutzt. Die empirische Gebrauchsfrequenz, gemessen an Vorkommen des Worts in den deutschsprachigen Medien, stieg in den Feuilletons und im normalen Tagesgespräch kurzzeitig an, nachdem der ehemalige deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder im Oktober 2003 Kritik an seiner Agenda 2010 als Defätismus attackierte.
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"Defätismus".
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