Star Trek: Deep Space Nine (kurz: DS9) ist eine US-amerikanische Science-Fiction-Fernsehserie. Sie ist die dritte, der im fiktionalen Star-Trek-Universum angesiedelten Reihe. Star Trek: Deep Space Nine spielt an Bord der ehemaligen cardassianischen Raumstation Deep Space Nine. In der ersten Episode entdeckt die Besatzung in der Nähe zufällig das erste stabile Wurmloch, das der DS9-Crew erlaubt, in den Gamma-Quadranten zu reisen.
Die Serie weicht vom Schema der vorhergehenden Star-Trek-Serien insofern ab, als sie die erste ist, die nicht auf dem Raumschiff Enterprise spielt, ein wenig „dunkler“ und weniger auf Entdeckung fremder Welten fokussiert ist. Deep Space Nine lässt einige der Themen, um die es in früheren Star-Trek-Serien ging, hinter sich und beschäftigt sich mehr mit Krieg, politischen Verwicklungen und anderen als modern angesehenen Themen. Captain Benjamin Sisko muss mit einer zerstrittenen bajoranischen Regierung zusammenarbeiten und sein Erster Offizier ist eine ehemalige Untergrundkämpferin, die die Präsenz der Föderation auf der Station zunächst nicht gutheißt.
DS9 lief zunächst parallel zu den letzten beiden Staffeln von Das nächste Jahrhundert, was sich negativ auf die Einschaltquote auswirkte. (Paramount machte den gleichen Fehler übrigens bei Raumschiff Voyager; erst bei Enterprise besann man sich eines besseren und wartete ab). DS9 hatte sieben Staffeln, die von 1993 bis 1999 produziert wurden.
Die Crew der Station meistert viele Konflikte, inklusive eines ausgewachsenen Krieges mit dem Dominion. Dabei handelt es sich um eine Allianz verschiedener Alien-Spezies, die von den „Gründern“ angeführt werden, einer gestaltwandelnden Spezies. Die Gründer, die auch "Wechselbälger" genannt werden, haben einige der ihnen untergebenen Spezies genetisch so verändert, dass diese sie als Götter verehren.
Ein weiteres Beispiel für die dunklere, kontroversere Handlungslinie ist die während des Dominion-Krieges auftauchende Sektion 31, eine geheime Abteilung innerhalb des Sternenflotten-Geheimdienstes, welche die Föderation schützt, indem sie ihre Regeln und Grundprinzipien missachtet. Sie hat in mehreren Folgen während des Dominion-Krieges große Bedeutung.
Die Serie enthält außerdem viele religiöse Themen und Untertöne, da die Bajoraner die „Propheten“ verehren – Wesen, die außerhalb der linear verlaufenden Zeit im Wurmloch leben. Von der ersten bis zur letzten Episode zieht sich außerdem das Motiv der vorherbestimmten Rolle des Captains als „Der Abgesandte“ der Propheten durch die Geschichte.
Zusammenfassend wurde dieser Ableger des Star-Trek-Universums bisher am kontroversesten diskutiert und traf in der Fangemeinde vor allem zu Beginn der Serie sowohl auf Begeisterung als auch auf Ablehnung. Vor allem das dunklere Design, die Häufung zwischenmenschlicher Konflikte innerhalb der Crew und der zunehmend militärische Unterton setzten Deep Space Nine denn auch klar von der auf den ersten Blick unkomplizierteren The Next Generation ab. Nach dem Abtreten der Crew von TNG machte Deep Space Nine mit seinen von Anfang an guten Drehbüchern, überdurchschnittlichen Spezialeffekten sowie komplexen Story- und Charakterentwicklungen jedoch zunehmend Eindruck. Als erste Star-Trek-Serie entwickelte Deep Space Nine zudem einen „roten Faden“, der die einzelnen Folgen zunehmend zu einer einheitlichen Storyline mit einer Vielzahl an periodisch wiederkehrenden Nebencharakteren verwob. Dies gilt rückblickend als größte Stärke der Serie, erschwerte später hinzugekommenen Fans jedoch den Einstieg. Aufgrund zahlreicher Fernsehwiederholungen, in Deutschland insbesondere bei den Sendern SAT.1 und Kabel 1, hat sich dieser Punkt heute relativiert.
Die Raumstation Deep Space Nine wurde von den Cardassianern gebaut. Sie nannten sie Terok Nor und benutzten sie als Kontrollstation für die Ausbeutung des Planeten Bajor. Gul Dukat war der letzte Kommandant, bevor die Cardassianer im Jahre 2369 den Planeten Bajor verließen, und die Station somit in bajoranische Hände fiel. Die Föderation verwaltet seitdem die Station unter dem Kommando von Benjamin Sisko. Die strategische Bedeutung verdankt sie ihrer Position am Wurmloch zum Gamma-Quadranten.
Während der gesamten Serie stehen der Besatzung der Station einige Shuttleschiffe, sogenannte Runabouts („Flitzer“) zur Verfügung, welche auf Captain Siskos Geheiß nach Flüssen der Erde benannt sind (zum Beispiel Yukon, Mekong, Orinoco, Rio Grande oder Ganges). Anfangs sind diese noch teilweise mit Photonentorpedowerfern ausgerüstet, was später mit der Einführung der USS Defiant (Defiant-Klasse) in die Serie wegfällt. Im Gegensatz zu den Shuttles der großen Föderationsschiffe sind die der Station Deep Space 9 auch als Langstreckenshuttles konzipiert. Ferner werden sie in Kampfverbänden der Föderation eingesetzt, was in einigen Folgen, die sich mit dem Dominion-Krieg befassen, zu sehen ist.
Zu Beginn der dritten Staffel wird in die Serie die USS Defiant (Registrierung NX-74205) aufgenommen, um für mehr Spannung und Action zu sorgen, da in den vergangenen beiden Staffeln die Handlungsmöglichkeiten der Crew auf der Raumstation und den ihr zugewiesenen kleinen „Runabouts“ zu sehr begrenzt waren.
Ursprünglich war die Defiant als Kriegsschiff konzipiert, um gegen die Borg zu kämpfen. So verfügt sie über eine ablative Armierung (eine spezielle Panzerung, die es dem Schiff ermöglichte, mehrere Phasertreffer unversehrt zu überstehen) und Hochleistungsphaser. In Deep Space Nine entwickelte sich das Raumschiff aber immer weiter, zum Beispiel hat die USS Defiant eine romulanische Tarnvorrichtung an Bord. Im Laufe der Folgen werden die allseits bekannten Photonentorpedos durch Quantentorpedos ersetzt. Bis zur siebten Staffel von Deep Space Nine ist das kleine Raumschiff (nur 4 Decks) in unzähligen Folgen (außerdem im Film Der erste Kontakt) zu sehen, bis es durch die Breen zerstört wird. Wenig später wird die baugleiche USS Sao Paulo in Defiant umgetauft und Deep Space Nine zugeteilt.
Siehe auch: USS Defiant bei Memory Alpha
| Schauspieler/in | Person | Synchronsprecher |
|---|---|---|
| Avery Brooks | Benjamin Sisko | Jörg Hengstler |
| Nana Visitor | Kira Nerys | Liane Rudolph |
| Rene Auberjonois | Odo | Bodo Wolf |
| Terry Farrell | Jadzia Dax (Staffeln 1–6) | Maja Dürr |
| Alexander Siddig | Julian Bashir | Boris Tessmann |
| Colm Meaney | Miles O’Brien | Jörg Döring (Staffeln 1–4), Roland Hemmo (Staffeln 5–7) |
| Armin Shimerman | Quark | Peter Groeger |
| Michael Dorn | Worf (Staffeln 4–7) | Raimund Krone |
| Nicole de Boer | Ezri Dax (nur Staffel 7) | Bianca Krahl |
| Cirroc Lofton | Jake Sisko | Tobias Müller (Staffel 1), Julien Haggége (Staffeln 2–7) |
| Schauspieler/in | Person | Synchronsprecher |
|---|---|---|
| Mark Allen Shepherd | Morn | redet wie ein Wasserfall, doch nie vor der Kamera |
| Max Grodenchik | Rom | Wilfried Herbst |
| Chase Masterson | Leeta | Melanie Hinze |
| Andrew Robinson | Elim Garak | Friedrich Georg Beckhaus |
| Jeffrey Combs | Weyoun | Udo Schenk |
| Jeffrey Combs | Brunt | Norbert Gescher |
| Marc Alaimo | Gul Dukat | Tilo Schmitz |
| Casey Biggs | Damar | Thomas Nero Wolff |
| Aron Eisenberg | Nog | Fabian Schwab (Staffeln 2–7) |
| J. G. Hertzler | General Martok | Andreas Thieck |
| Robert O'Reilly | Kanzler Gowron | Jan Spitzer |
| Rosalind Chao | Keiko O’Brien | Iris Artajo |
| James Darren | Vic Fontaine | K. Dieter Klebsch |
| Barry Jenner | Admiral Ross | Klaus Nietz |
| Louise Fletcher | Kai Winn | Regina Lemnitz |
| Kenneth Marshall | Michael Eddington | Walter Alich |
| Penny Johnson | Kasidy Yates | Joseline Gassen |
| Philip Anglim | Vedek Bareil | Peter Reinhardt |
| Hana Hatae | Molly O’Brien | Jill Böttcher (Staffel 7) |
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