Wilhelm-von-Debschitz-1.jpg Das "Lehr- und Versuchs-Atelier für angewandte und freie Kunst", in Fachkreisen noch heute kurz "Debschitz-Schule" genannt, war eine reformorientierte Kunstschule.
Hermann Obrist verließ die "Debschitz-Schule" bereits 1904. Debschitz war neben einigen künstlerischen Arbeiten wohl maßgeblich mit der Leitung der Schule befasst, die er aber – wohl auch wegen finanzieller Schwierigkeiten - 1914 an ein Künstler-Konsortium unter Fritz Schmoll von Eisenwerth (1883-1963), dem jüngeren Bruder von Karl Schmoll von Eisenwerth (1879-1948), verkaufte.
Fast revolutionär an dieser Kunstschule war, dass die Keramikwerkstatt von einer Frau geleitet wurde. An den meisten Kunstakademien waren Frauen gar nicht erst zugelassen, an Kunstgewerbeschulen höchstens in eigenen Klassen. Nicht zufällig entstanden deshalb auch Künstler-Ehen an der "Debschitz-Schule". Nicht ohne Grund gab es deshalb vom 18. März bis 2. Mai 2004 in der Universität Bielefeld die Ausstellung "Künstlerehepaare aus dem Umfeld der Münchner Debschitz-Schule".
Nach dem großen Erfolg der Ausstellung „München 1908“ mit Keramiken, entworfen und ausgeführt von Schülern der "Debschitz-Schule", wurde 1910 in der Keramischen Werkstätte neben dem Unterricht die kommerzielle Fabrikation keramischer Erzeugnisse eingeführt, zu denen neben bemalten Gebrauchsgegenständen auch dekorative Figuren und Tierplastiken gehörten, wie u.a. ein Pfefferfresser von Friedrich Eisenhofer. Diese Produkte trugen das Blindzeichen "L.U.V.A. / v.Debschitz / München".
Im Archiv des Karl Ernst Osthaus-Museums der Stadt Hagen befindet sich ein Briefwechsel zwischen dem „Lehr- und Versuchs-Atelier für angewandte und freie Kunst“ und dem „Deutschen Museum für Kunst in Handel und Gewerbe“. Hierbei handelt es sich um Anfragen des Deutschen Museums an Wilhelm von Debschitz,
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