Dean Martin, bürgerlich Dino Paul Crocetti (* 7. Juni 1917 in Steubenville, Ohio; † 25. Dezember 1995 in Beverly Hills, Kalifornien), war ein US-amerikanischer Sänger, Schauspieler und Entertainer.
Noch erfolgreicher als die Filme waren jedoch Dinos Schallplattenaufnahmen. 1948 hatte er seinen ersten Plattenvertrag mit Capitol Records abgeschlossen. Er hatte zwei Nummer-1-Hits in den USA, „Memories Are Made of This“ (12. März 1955) sowie den Welthit „Everybody Loves Somebody (Sometime)“ (5. Juni 1964). Mit diesem Titel verdrängte Dean Martin die Beatles (diese hatten die ersten 5 Plätze der Charts belegt) von Platz 1. Ebenfalls waren seine Versionen italienischer Balladen wie Volare und That’s Amore äußerst erfolgreich.
Ende der 1950er Jahre versuchte Dean Martin das Comedyimage abzulegen und beendete seine berufliche Beziehung zu Jerry Lewis. Er wandte sich ernsthafteren Rollen zu und spielte überzeugend an der Seite von Schauspielikonen wie Marlon Brando, John Wayne, James Stewart, Burt Lancaster und Montgomery Clift. Hervorzuheben wären die Kassenknüller wie „Rio Bravo“, „Bandolero“, „Die vier Söhne der Katie Elder“ (The Sons of Katie Elder), „Küss mich Dummkopf“ (Kiss Me Stupid) sowie „Frankie und seine Spießgesellen“ (Ocean’s Eleven).
Anfang der 1960er Jahre lernte er Frank Sinatra kennen. Beide, zu diesem Zeitpunkt die bekanntesten Entertainer in Amerika, standen für den Film „Verdammt sind sie alle“ (Some Came Running) erstmals gemeinsam vor der Kamera. Auf Anhieb verstanden sie sich perfekt und gemeinsam mit Sammy Davis Jr., Peter Lawford und Joey Bishop bildeten sie das legendäre Rat Pack. Das Rat Pack dominierte über Jahre hinweg das amerikanische Showbusiness. Mit dem Image der „Nice Guys“ und „Womanizer“, der Zigarette in der einen, den Whiskey in der anderen Hand, wurden sie von ihrem Publikum vergöttert. Da Dean Martins Plattenvertrag 1961 bei Capitol auslief, nutzte er die guten Beziehungen zu Frank Sinatra und schloss bei dessen eigener Plattenfirma Reprise einen neuen Vertrag ab.
Immer wieder wurden dem Rat Pack Verbindungen zur Mafia, der CIA und zur hohen Politik nachgesagt. Selbst bei der Wahl des 35. US-Präsidenten John F. Kennedy haben Sinatra und Martin angeblich mit ihren Beziehungen zur Mafia geholfen.
1965 startete NBC die „Dean-Martin-Show“, die sich sofort zur Sendung mit den besten Einschaltquoten entwickelte und weltweit verkauft werden konnte. Dummerweise hatte NBC mit Martin nur einen Einjahresvertrag abgeschlossen. Um ihn zum Weitermachen zu bewegen, erhöhten sie die Gage pro Sendung von 40.000 auf 283.000 Dollar mit einem Vertrag über drei Jahre. Das stürzte die Muttergesellschaft RCA fast in den finanziellen Ruin, Martin aber wurde Rekordhalter bei den Fernsehgagen.
Erst in den 1970ern wurde es ruhiger um ihn, und in den 1980ern stand er nochmals mit Frank Sinatra und Sammy Davis Jr. auf der Bühne, um in sechs letzten gemeinsamen Konzerten als Rat Pack ihre besten Songs zum Besten zu geben. Im April des Jahres 1988 stand Dino bereits wieder auf der Bühne des „Ballys“ in Las Vegas. Dort gab er am 29. Juli 1991 sein letztes Konzert. Dean Martin starb am 25. Dezember 1995 im Alter von 78 Jahren an Lungenkrebs. Er wurde auf dem Pierce Bros. Westwood Memorial Park beigesetzt, auf dem auch weitere Film- und Musikgiganten wie Burt Lancaster, Walter Matthau, Marilyn Monroe und Roy Orbison ihre letzte Ruhe fanden.
Als Dean Martin einmal gefragt wurde, wie er der Nachwelt in Erinnerung bleiben möchte, antwortete er:
„As a damn good entertainer; nothing spectacular.
A good entertainer who made people enjoy themselves
and made them laugh a little. He was a nice guy.
He did pretty good and we loved him, that`s all.“
Dean Martin war dreimal verheiratet und Vater von acht Kindern, wobei Tochter Sasha von Cathy Hawn mit in die Ehe gebracht und von Dean Martin adoptiert wurde.
Sohn Dean Paul Martin war ebenfalls Schauspieler (Die Spezialisten unterwegs) und starb 1987 bei einem Flugzeugabsturz.
| Titel | veröffentlicht | Label | Billboard-Platzierung |
|---|---|---|---|
| Memories Are Made of This | 11/1955 | Capitol | 1. |
| Innamorata | 2/1956 | Capitol | 27. |
| Standing on the Corner | 5/1956 | Capitol | 22. |
| Return to Me | 3/1958 | Capitol | 4. |
| Angel Baby | 6/1958 | Capitol | 30. |
| Volare | 7/1958 | Capitol | 12. |
| Everybody Loves Somebody | 6/1964 | Reprise | 1. |
| The Door Is Still Open | 9/1964 | Reprise | 6. |
| You're Nobody Till Somebody Loves You | 11/1964 | Reprise | 25. |
| Send Me the Pillow | 2/1965 | Reprise | 22. |
| Remember Me | 5/1965 | Reprise | 32. |
| Houston | 6/1965 | Reprise | 21. |
| I Will | 10/1965 | Reprise | 10. |
| Somewhere There’s a Someone | 2/1966 | Reprise | 32. |
| Come Running Back | 4/1966 | Reprise | 35. |
| In the Chapel in the Moonlight | 6/1967 | Reprise | 25. |
| Little Old Wine Drinker Me | 8/1967 | Reprise | 38. |
Filmschauspieler | Geboren 1917 | Gestorben 1995 | Mann | US-Amerikaner | Schauspieler | Popsänger | Entertainer | Italo-Amerikaner
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