Davor Šuker * (* 1. Januar 1968 in Osijek, Kroatien) ist ein ehemaliger jugoslawischer und kroatischer Fußballspieler.
1991 wechselte er zum FC Sevilla, wo ihn allerdings zunächst das Klima und die Sorge um seine Famille negativ beeinflussten. Nach einer schwachen Saison zeigte Šuker 1992/93 eine aufstiegende Form. Für eine kurze Zeit war sogar Diego Maradona sein Teamkollege. Seine beste Zeit in Spanien sollte aber erst noch kommen.
In der Saison 1993/94 erzielte er an der Seite von Gabriel Moya, der Atletico Madrid zum FC Sevilla verlassen hatte, 23 Tore. Ein Jahr später konnte er immerhin 17 Treffer erzielen. Bei der EM 1996 in England spielte Šuker eine herausragende Rolle. Mit starken Leistungen brachte man es bis ins Viertelfinale, wo man unglücklich am späteren Titelträger Deutschland scheiterte.
Nach der EM 1996 wollten viele Vereine den Kroaten verpflichten. Auch Bayern München und Werder Bremen, denen aber die Ablösesumme von 3,5 Mio. EUR zu hoch waren. So konnte ihn Real Madrid verpflichten. Bei den Königlichen bestätigte Šuker die in ihn gelegten Hoffnungen. Gleich im ersten Jahr wurde man Meister. 1998 holte er mit Real Madrid den Champions-League-Pott, im Finale konnte Juventus Turin bezwungen werden.
Bei der darauffolgenden WM wurde Šuker zum Star. Mit 6 Toren wurde er Torschützenkönig der Weltmeisterschaft in Frankreich. Im Viertelfinale konnte man sich bei Deutschland für die Niederlage bei der Fußball-Europameisterschaft zwei Jahre zuvor revanchieren. Mit 3:0 wurden die Männer von Vogts nach Hause geschickt. Gegen Gastgeber Frankreich im Halbfinale ging zwar Kroatien durch Šuker in Führung, aber Frankreich gelang durch zwei Thuram-Toren doch noch der Einzug ins Finale. Am Ende wurde Kroatien Dritter.
Nach der WM ging es für Šuker langsam bergab. Erst musste er Madrid in Richtung FC Arsenal verlassen. Dort konnte er sich nicht durchsetzen, sodass er zur Saison 2001/02 ohne Verein darstand. Im Herbst nahm er ein Angebot vom deutschen Verein 1860 München an. In München erkämpfte er sich zuerst einen Stammplatz. Dann wurde er vom jungen Star Benjamin Lauth aus der Startelf verdrängt, 2003 beendete er seine Karriere.
Šuker besitzt eine Ausrüstungsfirma, die mehrere kroatische Fußballclubs und Fußballprofis ausstattet. Er eröffnete außerdem 2001 eine Fußballschule in Zagreb und setzt sich für wohltätige Zwecke, besonders in seiner Heimat, ein.
Er nahm mit der kroatischen Nationalmannschaft an der Fußball-Weltmeisterschaft 2002 in Südkorea und Japan teil. Jedoch schied die Mannschaft bereits in der Vorrunde aus.
Von Pelé wurde Davor Šuker in die Liste der FIFA 100, der besten 125 noch lebenden Fußballer gewählt.
Mann | Kroate | Fußballspieler (Kroatien) | Geboren 1968
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