David M. Halperin ist Professor für englische Literatur an der University of Michigan in Ann Arbor, USA, und an der School of Sociology an der University of New South Wales, Sydney, Australien.
Halperin begreift die moderne Homosexualität – sowohl im Sinne eines diskursiven Gegenstands wie auch als sexuelle Subjektivität – als das Ergebnis eines jahrhundertelangen Sedimentationsprozesses, in den im Falle der männlichen Homosexualität im Wesentlichen folgende traditionelle Paradigmata von männlicher Homosozialität und Geschlechtsrolle eingeflossen sind:
Die Beschreibung dieser Phänomene in historischen Texten ist nach Halperin nicht mit dem modernen Konzept der Homosexualität zu verwechseln, auch wenn sich mitunter große Ähnlichkeiten feststellen lassen. Er wendet sich gegen essentialistische Auffassungen einer epochenübergreifenden (Homo-)Sexualität und kritisiert Autor/innen, die diesen Ansatz verfolgen.
Übersetzungen ins Deutsche:
Literaturwissenschaftler | Mann | Geschichte der Homosexualität
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