Commodore-Datassette.jpg Eine Datasette ist ein in den 1980er Jahren weitverbreitetes Gerät, um Computerdaten auf herkömmlichen Compact Cassetten (CC) zu speichern. Datasette ist ein Kunstwort aus Data (englisch für Daten) und Cassette und der Produktname der Firma Commodore für ihre Datenrekorder. Die Bezeichnung wurde später aber auch gelegentlich für ähnliche Geräte anderer Heimcomputer, u. a. von Atari, Apple, Tandy, Sinclair und Amstrad verwendet. Für damalige Verhältnisse umfangreiche Programme brauchten mitunter bis zu 20 Minuten, bis sie von der Datasette in den Speicher geladen waren.
Datasetteminit.jpg Heute kommen Datasetten nicht mehr zum Einsatz, da sie aktuellen Datenträgern in Bezug auf Kapazität und Geschwindigkeit um viele Größenordnungen unterlegen sind. Zudem sind Datasetten ein rein lineares Medium, bei dem Bandstellen vom Benutzer per Hand mittels langwierigem Spulen aufgesucht werden müssen. Damit sind sie den Medien mit wahlfreiem Zugriff, wie etwa Disketten, Festplatten oder CD-ROMs, auch prinzipiell unterlegen.
Entfernte Verwandte der Datasette sind Laufwerke, die Daten auf VHS-Videokassetten oder auf Video 8-Bänder abspeichern. Diese wurden wegen ihres hohen Preises nicht bei Heimcomputern verwendet, kamen aber teilweise im Profibereich zur Datensicherung großer Archive zum Einsatz, da sie für damalige Verhältnisse eine extrem hohe Speicherkapazität boten. Bandlaufwerke dieser Art werden auch als Streamer bezeichnet.
Auch die ersten digitalen Synthesizer verfügten oft über eine Buchse zum Anschluss eines Tonbandgerätes oder eben auch eines Kassettenrekorders, über welche sich dann einzelne Presets auf Kassete speichern und wieder abrufen liessen.
Die Aufbereitung der Signale in Daten übernimmt der Prozessor des Heimcomputers mit Hilfe eines im ROM gespeicherten Maschinenspracheprogramms. Der bei den entsprechenden Modellen normalerweise vorhandene BASIC-Interpreter spricht dieses über die BASIC-Befehle LOAD (Laden) und SAVE (Speichern) an; ATARI verwendete dafür die BASIC-Befehle CLOAD und CSAVE.
Die preiswerte Konstruktion, und die Datensicherheit vor Geschwindigkeit stellende Programmierung, erlaubten beim PET 2001 oder Commodore 64 nur Datenraten von etwa 60 bis 70 Bytes/s, die allerdings durch sogenannte Schnell-Lader (z. B. Turbo-Tape) auf etwa das Zehnfache gesteigert werden konnte, wodurch jedoch die Datensicherheit sank. Bei Modellen anderer Firmen war die Standard-Datenrate meist etwas höher, wodurch weniger Bedarf für Schnell-Lader bestand.
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