Mirage (französisch für: Fata Morgana, Luftspiegelung) ist der Name verschiedener Militärflugzeuge des französischen Flugzeugherstellers Dassault Aviation.
Die erste voll operationsfähige Variante war der Allwetter-Abfangjäger Mirage III C, die im Oktober 1960 mit dem Cyrano II Radar flog. Es gab viele andere Mirage III-Varianten, bevor der radarlose Mirage 5 Jagdbomber für Einsätze bei Schönwetter gebaut wurde. Die letztere Version wurde ursprünglich für Israel entwickelt, aber wegen eines Waffenembargos nie an Israel ausgeliefert. Die Mirage 5 verfügte nur über ein einfaches EMD AIDA Entfernungsmessradar. Einige Exportmaschinen wurden auch mit dem Cyrano II Radar ausgeliefert, obwohl mit dem Label 5 versehen entsprechen sie in etwa einer Mirage IIIE. Die Mirage 50 ist eine Mirage 5-Version mit einem stärkeren Atar 9K-50. Derselbe Antrieb wird auch für die Varianten Mirage 3NG und die Mirage 50M verwendet: beide haben fixe Entenvorflügel und andere aerodynamische und elektronische Verbesserungen der Spitzenklasse.
Technische Daten Mirage III C
Die Mirage flog erstmals im Juni 1959 und besaß eine Delta-Konfiguration, ähnlich der Mirage III, doch sie war etwa 8,50 Meter länger.
Verteilt auf streng geheime Stützpunkte im ganzen Land wurde die Mirage IVA 1964 in Dienst gestellt. Die Streitkraft, drei Geschwader stark (um die 45 von 62 insgesamt gebauten Flugzeugen), wurde von zwölf KC-135 Tankern versorgt. Bei einer Ernstfallmission, war geplant, dass zwei Mirage IV von einem Tankflugzeug begleitet würden, wobei eine die Bombe, die andere Treibstoff an Bord hätte, um dann, wenn der Tanker nicht weiter ins Zielgebiet vordringen könnte, als "Zweittanker" zu fungieren.
Um zu gewährleisten, dass die Bomber binnen kürzester Zeit einsatzbereit waren, wurden 80 Prozent Einsatzbereitschaft zu jeder Zeit aufrechterhalten, und ein Flugzeug rund um die Uhr in 15-Minuten-Alarmbereitschaft gehalten. Damit die Reaktionszeit nach der Anordnung eines Blitzstarts möglichst kurz war, wurde die Mirage IV mit Startraketen ausgestattet. Zur Zeit dienen die verbliebenen Flugzeuge als strategische Aufklärer.
Technische Daten
Technische Daten
Die Mirage 2000 ist als Nachfolger der Mirage III und der Mirage V zu sehen. Sie besitzt variabel gewölbte Deltatragflächen, um ihre Höchstgeschwindigkeit auf Mach 2,35 zu steigern. Der Prototyp flog erstmals am 10. März 1978 und das erste produzierte Flugzeug Mitte 1982, in dem Jahr, in dem auch die ersten Exportaufträge (von Ägypten und Indien) erteilt wurden. Sie wurde ursprünglich vor allem für hohe Abfanggeschwindigkeiten gebaut - sie kann Mach 2 in 15.000 Meter Höhe, vier Minuten, nachdem die Bremsen gelöst wurden, erreichen.
Die Mirage 2000 spielt zwar nicht in derselben Liga wie die F-16, was die Manövrierfähigkeit betrifft. Aber die heckflossenlose Deltakonfiguration macht sie zur Meisterin der Hochgeschwindigkeitsjäger in großen Höhen.
Mit so fortgeschrittenen Systemen wie fly-by-wire-Steuerung besitzt das Flugzeug ausgezeichnete Nahkampfkapazitäten. Im Notfall kann der Pilot bis auf 13,5 g hochziehen, ohne die Maschine zu zerstören. Ihre Beschleunigung ist exzellent und sie kann bei hohen Geschwindigkeiten sehr schnell wenden. Sie trägt zwei Geschütze und zwei AAMs für die grundlegende Abfangmission.
Wie bei den meisten modernen Kampfflugzeugen gibt es auch die einsitzige Mirage 2000 in weiteren Varianten. Dazu zählen die 2000C1, ein konventionelles Bodenangriffsflugzeug, die 2000B, ein zweisitziger Trainer, die 2000N, die als Trägerin von Nuklearwaffen über Tiefflugangriffsfähigkeiten verfügt, und das Aufklärungsmodell 2000R.
Technische Daten
Für Angriffseinsätze wurde aus den zweisitzigen Mirage 2000B Trainerversion die 2000N konzipiert, deren Hauptaufgabe in Tiefflug-Einsätzen besteht, und zwar sowohl mit einer Bandbreite konventionaler Waffen (Bomben, Splitterbomben oder Streubomben), wie auch mit taktischen Nuklearwaffen. In dieser letzten Rolle trägt eine 2000N eine der zwei bekannten luftgestützten Nuklearbomben Frankreichs, die CEA AN-52. Dies ist eine frei fallende Bombe in konventioneller Form, mit kreuzförmigen Heckflossen, die eine Sprengkraft zwischen 14 und 18 Kilotonnen besitzt. Sie wäre bei einem nuklearen Angriffseinsatz an einer Station im Zentrum unter dem Rumpf aufgehängt. Die 2000N ist so konfiguriert, dass sie auch die ASMP Luft-Boden-Mittelstreckenraketen befördern kann.
Technische Daten
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Dassault Mirage".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world