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Das dreckige Dutzend ist ein US-amerikanischer Kriegsfilm aus dem Jahre 1967, der von Robert Aldrich nach dem gleichnamigen Roman von E.M. Nathanson (erschienen 1965 bei Random House, New York; deutsche Ausgabe 1967 bei Knaur) inszeniert wurde.

Handlung


Kurzzusammenfassung:

März 1944. Der unkonventionelle Major Reisman (Lee Marvin) erhält den Auftrag, aus zwölf Todeskandidaten ein militärisches Kommando zu formen, das hinter den feindlichen Linien einen gefährlichen Spezialauftrag durchführen soll.

Inhaltsangabe:

März 1944. Wegen seiner unkonventionellen Methoden ist der amerikanische Major Reisman (Lee Marvin) bei seinen Vorgesetzten schlecht angesehen. Dennoch erhält der Offizier den Auftrag, ein Spezialkommando auszubilden, das hinter den feindlichen Linien ein Schloss angreifen soll, in dem sich deutsche Wehrmachtsoffiziere zur Erholung aufhalten. Den gefährlichen Auftrag sollen zwölf zum Tode Verurteilte ausführen, denen im Gegenzug Strafmilderung versprochen wird.

Reisman rekrutiert zwölf Todeskandidaten und Langzeitgefangene - die zunächst nicht bereit sind, sich der militärischen Disziplin zu unterwerfen. Doch der Major, ein harter Schleifer, macht den Männern schnell klar, dass sie sich keine Unregelmäßigkeiten erlauben können. In einem Trainingscamp wird das Kommando mit Hilfe des Militärpolizisten Sergeant Bowren auf den Einsatz vorbereitet. Zunächst sträuben sich die Männer noch und vor allem der zum Tode verurteilte Soldat Franko macht Reisman ein ums andere Mal das Leben schwer. Doch der harte Drill schweißt die Männer, die bis dahin alle egoistische Individualisten waren, zu einer verschworenen Gruppe zusammen. Bevor das Kommando zu seinem Sonderauftrag aufbricht, schleust Reisman eine Gruppe von Prostituierten ins Trainingscamp, um seinen Männern noch einen schönen Abend zu verschaffen. Das bringt einige Offiziere und Generäle, darunter Reismans Intimfeind Colonel Breed gegen ihn auf. Damit die Männer nicht zu Verbüßung ihrer Strafen ind Gefängnis zurück müssen, müssen sie sich in einem Manöver beweisen und dort Breeds Stab gefangen nehmen. Das gelingt ihnen auf trickreiche Art und Weise.

Das Spezialkommando mitsamt den Ausbildern Reisman und Bowren springt in Frankreich hinter den feindlichen Linien ab. Nach einem genau festgelegten Plan infiltrieren und umstellen die Männer das Wehrmachtsschloss. Als der psychopathische Frauenhasser Maggott aufgrund der im Schloss anwesenden Frauen durchdreht, bricht Chaos aus. Im folgenden Kampf kommen nach und nach fast alle der zwölf Männer um. Trotzdem können die Wehrmachtsoffiziere und ihre Begleiterinnen, die in einen Luftschutzbunker flüchten konnten, durch Sprengung des Bunkers getötet werden. Reisman und Bowren entkommen mit knapper Not. Von dem „dreckigen Dutzend“ hat nur ein Mann (Charles Bronson) überlebt.

Entstehung / Infos


  • Die Rolle des Major Reisman sollte eigentlich von John Wayne gespielt werden. Da Wayne nicht verfügbar war, übernahm Lee Marvin den Part.

  • Das französische Schloss wurde für den Film extra als Kulisse gebaut und zählt zu den größten je konstruierten Filmsets. Die Kulisse war so solide, dass sie sich nicht wie vorgesehen in die Luft sprengen ließ.

  • Von den Hauptdarstellern dienten fünf im 2. Weltkrieg: Marvin, Bronson, Borgnine, Savalas und Clint Walker.

Erfolg und filmgeschichtliche Bedeutung


Das dreckige Dutzend wurde zu einem der großen Kinoerfolge des Jahres 1967 und spielte allein in den USA über 45 Millionen Dollar ein. Er gilt als einer der bedeutendsten Kriegsfilme, war aber auch wegen seiner ungewöhnlichen Härte umstritten. Mitte der 80er Jahre wurden für das Fernsehen mehrere Fortsetzungen gedreht, in denen einige Darsteller des Originalfilms mitwirkten. Der Filmtitel ging als bekannte Redewendung in die Umgangssprache ein. Beispielsweise wird die Gruppe von IBM-Ingenieuren, die um 1980 den PC entwickelt hat, als Dreckiges Dutzend bezeichnet. Ein Mitglied war David Bradley.

Das dreckige Dutzend war einer der letzten Filme, in denen Charles Bronson eine Nebenrolle spielte. 1981 traf er in Yukon wieder auf Lee Marvin, stand diesmal aber an erster Stelle der Besetzungsliste. Telly Savalas und Donald Sutherland waren 1970 auch in dem Film Stosstrupp Gold zu sehen, in dem Filme wie Das dreckige Dutzend parodiert wurden. In Schlaflos in Seattle (1992) wird in humoriger Weise auf den legendären „Männerfilm“ Das dreckige Dutzend Bezug genommen.

Auszeichnungen


Der Film gewann einen Oscar für die besten Soundeffekte. Ausserdem waren der Ton, Schnitt und John Cassavetes als bester Nebendarsteller nominiert. Cassavates war auch für den Golden Globe nominiert. Hinzu kommen Auszeichnungen der American Cinema Editors, Photoplay Awards (Goldmedaille), Laurel Awards (Sie für Marvin als Actiondarsteller, zweiter Platz für Jim Brown als Nebendarsteller und ein dritter Platz als bestes Action-Drama. Cassavates ging trotz Nominierung wiederum leer aus. Auch Robert Aldrich musste sich mit einer Nominierung der Directors Guild of America begnügen.

Dialoge


Am Schluss des Films gratulieren einige Generale den beiden verletzten Überlebenden des Kommandos zu ihrem Erfolg. Als sie das Krankenzimmer verlassen haben, spricht Charles Bronson den letzten Dialogsatz des Films: „Oh Mann, Generale umlegen könnte mir zur lieben Gewohnheit werden.“

DVD


Die deutschsprachige DVD des Films erschien im Juni 2004. Sie enthält die deutsche, englische und spanische Sprachfassung von Das dreckige Dutzend, Untertitel in diversen Sprachen, den Original US-Filmtrailer und das „Making ofOperation Dirty Dozen (1967).

Weblinks


Filmtitel | Filmtitel 1967 | Kriegsfilm | US-amerikanischer Film

The Dirty Dozen | Doce del patíbulo | Les Douze Salopards | Quella sporca dozzina | Грязная дюжина (фильм)

 

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