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Das Erste ist seit 1993 die Bezeichnung für das deutschlandweite Fernseh-Gemeinschaftsprogramm der ARD-Landesrundfunkanstalten.
Organisation
Das Erste, vertreten durch die Programmdirektion Erstes Deutsches Fernsehen, ist ein Gemeinschaftsangebot der in der Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland (ARD) zusammengeschlossenen Sender mit Sitz beim
Bayerischen Rundfunk in München. Programmdirektor ist Dr.
Günter Struve. Rechtsgrundlage ist der ARD-Staatsvertrag.
Das Programm wird entsprechend der jeweiligen Größe von den einzelnen Landesrundfunkanstalten bestritten. Aktuell liefern zum Gemeinschaftsprogramm zu der WDR 21,25 %, der SWR 17,95 %, der NDR 17,45 %, der BR 15,25 %, der MDR 11,45 %, der HR 7,35 %, der RBB 7,00 %, der SR 1,30 % sowie RB 1,00 %.
Geschichte
Das Programm nahm im Jahr
1952 in
Hamburg als
Deutsches Fernsehen den Sendebetrieb auf, zunächst zusammengestellt vom damaligen
Nordwestdeutschen Rundfunk. Ab
1954 wurde es von den damals existierenden Rundfunkanstalten der Bundesrepublik gemeinsam für ganz Deutschland veranstaltet. Der später der ARD beigetretene
Saarländische Rundfunk beteiligte sich ebenfalls am Gemeinschaftsprogramm.
1984 wurde das Programm in Erstes Deutsches Fernsehen umbenannt, seit 1994 immer öfter auch einfach nur Das Erste.
Erklärtes Ziel der Sendungen waren von Anfang auch die Menschen in der damaligen DDR, sodass das Programm von vielen starken Sendeanlagen wie zum Beispiel auf dem Ochsenkopf oder in Torfhaus auch jenseits des Eisernen Vorhanges zu empfangen war. Seit Dezember 1990 wird das Programm auch über die ehemaligen Sender des 1. DDR-Fernsehprogramms (DFF 1) ausgestrahlt.
Nach Gründung der beiden Rundfunkanstalten MDR und ORB auf dem Gebiet der ehemaligen DDR 1992 traten diese beiden Sender ebenfalls der ARD bei und beteiligten sich am Gemeinschaftsprogramm, das seit der Fusion von SDR und SWF zum SWR bzw. ORB und SFB zum RBB nunmehr von neun Rundfunkanstalten gemeinsam getragen wird.
Technische Umsetzung
Das Programm von "Das Erste" wird technisch im Sendezentrum der ARD im "
ARD-Stern" in Frankfurt am Main (auf dem Gelände des Hessischen Rundfunks) zusammengeführt. Über das eigene Glasfasernetz
HYBNET werden diese Signale an die einzelnen Rundfunkanstalten verteilt.
Seit Februar 2005 wird Das Erste von der Zentralen Sendeabwicklung (ZSAW) im ARD-Sendezentrum ausgespielt. Zuvor schaltete jeweils die ARD-Anstalt, die eine Sendung ins Gemeinschaftsprogramm einbrachte (egal ob "live" oder aufgezeichnet), eine Leitung zum ARD-Stern, von wo aus das Signal an alle anderen ARD-Sender zur terrestrischen Verteilung weitergegeben wurde. Mit der Inbetriebnahme der ZSAW wurden erstmals alle Sendungen, die nicht "live" sind (Filme, Soaps, Dokumentationen etc.) direkt von den Servern in Frankfurt ausgespielt. Da jeder ARD-Sender weiterhin im Vorabendprogramm regionale Werbung ausstrahlen können soll, ist das System auf die gleichzeitige Ausspielung von bis zu neun Programmen (entsprechend neun Werbefenstern) ausgelegt. Via Satellit wird das Regionalfenster des WDR abgestrahlt. Die Uplink-Antenne für die Astra-Ausstrahlung befindet sich in direkter Nähe zum ARD-Stern ebenfalls auf dem Gelände des HR.
Verbreitung
Noch heute wird Das Erste als einziges Fernsehprogramm in Westdeutschland analog weitgehend über ARD-eigene Sendeanlagen ausgestrahlt. In Ostdeutschland wird dagegen auf angemietete Kapazität der
T-Systems zurückgegriffen. Im Zuge der Umstellung auf
DVB-T werden immer mehr analoge Sender zugunsten der neuen digitalen Verbreitung abgeschaltet. Dabei ist Das Erste in allen Umstellungsregionen in den Digital-Bouquets enthalten und wird (Stand Ende Mai 2006) über 77 Standorte abgestrahlt. Im Vergleich zur analogen Abdeckung werden einige schwierig zu versorgende Gebiete allerdings zukünftig nicht mehr terrestrisch versorgt. Dies ist Folge des Verzichts auf viele
Füllsender, der auch durch die bessere Empfindlichkeit von DVB-T mitunter (also eine geringere benötige Feldstärke als beim Analogempfang) nicht ausgeglichen werden kann. Zum Einsatz kommen dabei in der analogen Ausstrahlung noch insgesamt etwas über 50
Grundnetzsender und viele hundert
Füllsender, um abgelegene Täler mit dem Programm zu erreichen.
Über Satellit europaweit empfangbar ist Das Erste seit 1993. Die digitale Satellitenverbreitung (DVB-S) begann im Jahre 1997. Genutzt werden derzeit die Satelliten Astra 1 (19,2° Ost) und Eutelsat Hotbird (13° Ost, nur digital). Im Kabelnetz ist Das Erste bundesweit verfügbar, auch in einigen anderen europäischen Ländern (Schweiz, Österreich, Niederlande, Dänemark) wird das Programm in weiten Landesteilen ins Kabel eingespeist.
Programm
Informationssendungen
Die bekannteste Sendung der ARD ist die Nachrichtensendung
tagesschau, die am
26. Juni 1953 das erste Mal gesendet wurde und bis heute als wichtigste Informationssendung im deutschen Fernsehen gilt. Seit 1977 wird zusätzlich am späten Abend die im Gegensatz zur
tagesschau moderierte und hintergrund-orientierte Nachrichtensendung
tagesthemen ausgestrahlt. Am 2. Oktober 1989 begann das
Mittagsmagazin, das im Gegensatz zu den anderen Nachrichtensendungen nicht von der Redaktion
ARD Aktuell beim
NDR verantwortet wird, sondern unter Federführung BR steht. Es wird im wöchentlichen Wechsel mit dem ZDF ausgestrahlt. Im Jahr 1992 startete das
ARD-Morgenmagazin als "
Frühstücksfernsehen" unter Federführung des
WDRund wird ebenfalls im wöchentlichen Wechsel mit dem ZDF ausgestrahlt.
Weitere Informationssendungen:
- Nachrichten
- Politische Magazine:
- Wissenschaftsmagazine
- Sonstige Magazine
Sport
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Die ARD hat für die nächsten Jahre zusammen mit dem
ZDF die Live-Senderechte an großen Sportveranstaltungen wie der
Fußball-WM und
-EM und den
Olympischen Spielen. Auch Länderspiele der
deutschen Fußball-Nationalmannschaft, die
Tour de France, die
Leichtathletik-WM und der Weltcup in verschiedenen Wintersportarten (vor allem Skispringen und Biathlon) werden abwechselnd mit dem ZDF live übertragen. In der samstäglichen
ARD-Sportschau wird über die
Fußball-Bundesliga in einer knapp zweistündigen Zusammenfassung berichtet.
Kultur
Reisen
Kabarett/Comedy
Talkshows
Musiksendungen
Spielshows
Erfolgreiche Formate, die nicht mehr ausgestrahlt werden:
Siehe auch: Fernsehshow
Quizsendungen
Kochsendungen
''siehe auch: Kochsendung
Krimis
- Großstadtrevier (NDR)
- Die Kommissarin (HR)
- Pfarrer Braun (WDR/NDR)
- Polizeiruf 110 (BR, HR, MDR, NDR, RBB, WDR, ursprünglich DFF)
- Tatort (BR, HR, MDR, NDR, RB, RBB, SR, SWR, WDR, ORF, SF DRS)
- Der Fahnder
- Adelheid und ihre Mörder (NDR)
Kindersendungen
Serien
Weitere Sendungen
Werbung
Werbung darf bis 20 Uhr gesendet werden. Die Werbepausen dauern ca. 1-3 Minuten. Selten kommt es vor, dass die Werbung eine Sendung unterbricht. An Sonntagen und bundesweiten Feiertagen darf keine Werbung gesendet werden.
Weblinks
ARD | Fernsehsender (Deutschland)
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