| align="left"|„Cold Wave: Elektronische Klangkunst, deren Wärme in ihrer Kälte liegt...“ [Quelle: Glasnost Wave-Magazin · Heft-Nr. 23 · Albumrezension der französisch-britischen Formation Hard Corps · Seite 30 · September 1990]
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Dies war eine Anspielung auf die oft als charmant empfundenen, analogen Synthesizer-Klänge der 1980er Jahre. Eine großflächige Verbreitung über Frankreich hinaus, erfuhr der Begriff „Cold Wave“ allerdings nie, was offenbar auf seine unpräzise Aussage zurückzuführen ist.
Electro Wave
Electro Wave diente bis Mitte der 1990er Jahre als Bezeichnung für Kompositionen, die innerhalb der New-Wave-Bewegung schwerpunktmäßig durch Synthesizer erzeugt wurden. Man fasste dabei die Musik von Künstlern wie Anne Clark, The Human League, John Foxx, Depeche Mode oder Gary Numan zusammen. Hinzu trat seit den späten 1980ern eine Anzahl weiterer Projekte wie Deine Lakaien (First Album), The Fair Sex (Demented Forms) oder Project Pitchfork (Entities).
Electro Wave lenkte jedoch nur bedingt in das Dark-Wave-Umfeld. Den Grund für eine Zuordnung bildeten in erster Linie die bedrückenden Klänge von Alben wie „The Sitting Room“ von Anne Clark (1982), das 1989er Werk „The Influence“ von Psyche oder die selbstbetitelte Mini-LP „Kirlian Camera“ von Kirlian Camera (1981).
Nichtsdestoweniger bezogen zahlreiche Musiker, wie Fortification 55, Second Voice, The Mao Tse Tung Experience oder The Invincible Spirit, ihre Einflüsse aus dem Synth-Pop- bzw. EBM-Bereich und wurden somit nicht durch das Dark-Wave-Genre erfasst.
Ethereal
Ethereal (engl. ethereal = „ätherisch“), seltener „Ethereal Wave“ oder fälschlich „Etheric Wave“ [Quelle: Glasnost Wave-Magazin · Heft-Nr. 42 · Genre-Klassifizierung der Formationen Soul Whirling Somewhere und Trance To The Sun · Seite 32/34 · April 1994] genannt, ist eine in den USA verbreitete Bezeichnung, die mitunter sinnverwandt zu Dark Wave verstanden wird. Klassifiziert werden dabei häufig sanft schwebende Gitarrenklänge in Zusammenspiel mit weiblichem Gesang. Aber auch rein elektronisch arrangierte Stücke mit starken Ambient-Einflüssen oder Kompositionen, basierend auf klassischem Instrumentarium wie Flöten oder Violinen, werden unter diesem Begriff zusammengefasst. Die Musik gilt allgemein als sphärisch, verhalten und weltentrückt, wodurch sie den Namen „Ethereal“ erhielt.
Überlagerungen gibt es insbesondere mit Shoegazing, einem Genre, das sich Ende der 1980er in England herausbildete und mit Bands wie Slowdive oder Ride in etwa der Mitte der 1990er Jahre seinen Höhepunkt erreichte. Essentielle Bedeutung erlangte zudem die Musik der frühen Cocteau Twins, da sie für beide Richtungen, Shoegazing und Ethereal, als Inspirationsquelle diente.
Ethereal ist grundsätzlich mit der im deutschen Sprachraum verbreiteten Bezeichnung „Heavenly Voices“ (zu deutsch „Himmlische Stimmen“) gleichzusetzen, die Anfang der 1990er Jahre als reiner Marketingbegriff kreiert wurde und anschließend bei einer fünfteiligen Compilation-Serie zur Anwendung kam.
- Bedeutende Vertreter: Autumn's Grey Solace · Black Tape For A Blue Girl · Chandeen · Love Spirals Downwards · Lycia · Siddal · Soul Whirling Somewhere
Gothic
Zunächst nutzte man den Begriff „Gothic“ für eine im Post-Punk-Umfeld entstandene Spielart der Musik (Gothic Punk), in deren Bandbreite sich vereinzelt Elemente des Glam Rock erkennen lassen. Die Geburtsstunde dieses Stils wird in der Regel auf das Jahr 1979 datiert. In jenem Jahr stieg die Single Bela Lugosi's Dead von Bauhaus in die Charts ein. „Gothic“ als Genrebezeichnung war zu dieser Zeit jedoch nicht etabliert. Tatsächlich glaubten Bands wie The Southern Death Cult oder Alien Sex Fiend noch Jahre später, sie würden konventionelle Punkmusik spielen und sahen sich folglich nicht als Begründer eines neuartigen Stils. In England wurde der Gothic Punk bis Mitte der 1980er Jahre als eine positive Variante der Punkmusik wahrgenommen (Positive Punk) und steuerte somit ursprünglich (und konträr zum Depro-Punk) in eine entgegengesetzte Richtung. Andererseits gab es auch in diesem Umfeld Künstler wie The Danse Society, die mit Titeln wie The Night (vom 1984er Album „Heaven Is Waiting“) in schwermütigere Bereiche abdrifteten.
Im Anschluss daran löste der Gothic Rock schrittweise den Gothic Punk ab. Interessant erscheint dabei die Tatsache, dass die Bezeichnung „Gothic Rock“ bereits 1967 in einem Bericht über die Psychedelic-Rock-Band The Doors erwähnt wird. [Quelle: John Stickney · Four Doors To The Future: Gothic Rock Is Their Thing · Bericht über The Doors · The Williams College News · 1967] Anleihen aus dem Psychedelic Rock tauchen zudem bei den Wegbereitern, wie The Sisters Of Mercy oder Fields Of The Nephilim, auf und ziehen sich bis in die 1990er Jahre wie ein roter Faden durch die Geschichte des Gothic Rock. In den nachfolgenden Jahren waren es vorrangig Gruppen wie The Tors Of Dartmoor, Love Like Blood oder The House Of Usher, die diese Spielart weiterführten, ehe der Gothic Rock diskontinuierlich durch Dark-Wave-untypische Stilformen (Metal, Mittelalterrock usw.) aus dem Rampenlicht verdrängt wurde.
Neofolk
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Der Neofolk mit seinen zahlreichen Querverbindungen zur Post-Industrial-Szene, zählt zu den umstrittensten Genres innerhalb der Dark-Wave-Bewegung.
Death In June aus England begründeten den Stil in den 1980ern, obgleich die musikalische Ausrichtung der Band seinerzeit nicht klar definiert war. Sie pendelte vorerst zwischen Post Punk, Electro Wave, Synth Pop, Folk und Industrial, bevor man sich endgültig auf einen einheitlichen Stil beschränkte. Eine wesentliche Rolle spielt hierbei das in der Mitte der 1980er Jahre veröffentlichte Album „Nada!“, das in den frühen 1990ern unter anderem mit den Bonustracks „The Last Farewell“ und „The Torture Garden“ (beide bereits 1984 entstanden) erneut aufgelegt wurde. Dieses Album gilt durch seine Vielfalt als wegweisend für weitere Musikprojekte aus dem Dark-Wave-Umfeld und präsentiert die ersten Tracks im Neofolk-Gewand.
Neofolk-Kompositionen entstehen hauptsächlich durch die Verwendung von Akustikgitarren, Trommeln und den Einsatz von Synthesizern. Thematisch widmet man sich primär Fachgebieten wie Magie, Esoterik, Heidentum, Runenlehre, Religion (Eschatologie) und Poesie, aber auch Anleihen aus der Zeit des Dritten Reiches bilden bei einigen Neofolk-Projekten ein tragendes Element und werden ästhetisiert in Szene gesetzt, wodurch der Stil häufig in Kritik gerät.
Neoklassik
Die Neoklassik schöpft aus mehreren Epochen der Klassischen Musik, oft in Zusammenspiel mit weiblichem, opereskem Gesang, seltener auch Madrigal. Bei den zumeist apokalyptisch anmutenden Musikstücken handelt es sich in der Regel um Eigenkompositionen. Hierbei wird selten überliefertes Material neu interpretiert. Vielmehr nutzt man verschiedene Stilmittel einzelner Epochen und formt diese zu einer Einheit, wodurch es innerhalb einer Komposition zu einem Wechselspiel zwischen der Alten Musik und der Neuen Musik kommen kann.
Der Ursprung der Neoklassik geht auf Gruppen aus dem Rock- und Post-Punk-Umfeld zurück, die sich ab Mitte der 1980er Jahre vollständig von ihren Wurzeln entfernten, indem sie stufenweise Elemente der Klassischen Musik in ihre Kompositionen einarbeiteten. Als herausragende Werke gelten in diesem Fall das Album „Stormhorse“ von In The Nursery aus dem Jahre 1987 sowie das im selben Jahr veröffentlichte dritte Album „Within The Realm Of A Dying Sun“ von Dead Can Dance, auf dem verschiedene Instrumente wie Violine, Cello, Trompete, Posaune, Oboe oder Militär-Trommel verwendet wurden.
In den 1990er Jahren wurde dieses Konzept überwiegend mit Hilfe von Synthesizern fortgeführt, verbreitet ist auch der Einsatz von Samples (Kirchenglocken, Pizzicato, Orchestral-Samples). Es gibt dadurch insbesondere Überlagerungen mit Stilen wie Neofolk und Martial Industrial, sowie Berührungspunkte mit Dark Ambient oder Ritual.
Neue Deutsche Todeskunst
Ende der 1980er Jahre bildete sich im Süden Deutschlands die so genannte Neue Deutsche Todeskunst (NDT) heraus, eine deutsch-sprachige und außerordentlich destruktive Spielart, bei der man poetisch, teils metaphorisch durchsetzte Liedertexte mit betontem Sprechgesang vortrug. Die Auseinandersetzung mit Themenbereichen wie Tod, Vergänglichkeit, Ängste und Isolation bildete dabei einen wesentlichen Bestandteil, als Anreiz dienten unter anderem der literarische Surrealismus, die philosophischen Werke von Friedrich Nietzsche, sowie skeptizistische oder gar nihilistische Weltanschauungen.
Eine feste musikalische Ausrichtung gab es in diesem Fall nicht. Gewöhnlich wurden Elemente aus Gothic Rock und Electro Wave verarbeitet, auch wurden Einflüsse aus der Neoklassik, der Avantgarde oder dem Post-Industrial (Einstürzende Neubauten) oftmals miteinander vermengt. Konträr dazu gibt es Stücke, bei denen die Musik verstärkt in den Hintergrund tritt. Diese ähneln wiederum einer Art Hörspiel oder Kabarett.
Bereits in der Mitte der 1990er Jahre geriet die Neue Deutsche Todeskunst vor allem durch die Stiländerung ihrer Hauptvertreter (z. B. Das Ich und Lacrimosa) in Vergessenheit. Sie gilt dabei als die letzte, im Dark-Wave-Umfeld entstandene Form der Musik.
Entwicklungsstufen / Popularität
Die grauen Balken kennzeichnen die Entstehung und – mit Hilfe der Balkenlänge – die Dauer der Popularität einer musikalischen Strömung. Alle Angaben beziehen sich auf annähernde Werte, Abweichungen sind daher möglich.
Anmerkungen zum Begriff
Die Herkunft der Bezeichnung „Dark Wave“ ist umstritten. Es gibt einen Hinweis darauf, dass sie außerhalb Deutschlands bereits 1984 für die Musik von Bauhaus verwendet wurde. Im Anschluss daran kam sie in Verbindung mit dem Album „Black Celebration“ von Depeche Mode zum Einsatz. Die bisher älteste bekannte Erwähnung innerhalb des deutschen Sprachraumes geht auf das Jahr 1988 zurück, dieses Mal in Bezug auf die Single Love Will Tear Us Apart von Joy Division [Quelle: New Life Soundmagazine · Heft-Nr. 38 · Seite 10 · 1988]. Anschließend wurde der Begriff vermehrt in den frühen 1990ern genutzt und konnte sich einige Zeit später auch in den USA – neben der Bezeichnung „Ethereal“ – etablieren.
Besonders nennenswert ist in diesem Zusammenhang das in Brooklyn (New York City) beheimatete Label Projekt Records, das lange Zeit mit der deutschen Plattenfirma Hyperium Records zusammenarbeitete. Überdies besaß die deutsche Firma Gymnastic Records (aufgegangen in Chrom Records, das Label, bei dem auch Deine Lakaien unter Vertrag stehen) ein Schwesterlabel in Los Angeles. Für einen regen Austausch zwischen den Kontinenten war somit gesorgt.
Ab Mitte der 1990er Jahre kam die Bezeichnung „Dark Wave“ in Deutschland zunehmend außer Gebrauch, obwohl es weiterhin Projekte gab, die auf dunkle Stilmittel und Arrangements der 1980er Jahre zurückgriffen und diese bis um die Jahrtausendwende konsequent beibehielten.
Subkultur
Sachverhalt
Eine Dark-Wave-Subkultur ist durchaus vorhanden und bis heute in Grundzügen erhalten geblieben. Dennoch wird sie als solche innerhalb der Medien kaum wahrgenommen. Die Hörerschaft bezeichnete man in den 1980er und frühen 1990er Jahren generell als „Waver“ [Quelle: Klaus Farin · Die Gothics · Interview mit Eric Burton von der deutschen Formation Catastrophe Ballet · Seite 60 · 2001 · ISBN 3-933773-09-1], bevor dieser Begriff allmählich durch die Bezeichnung „Gothic“ verdrängt wurde. Die Kultur der Gothics in Deutschland fußt jedoch prinzipiell auf Teilen der ehemaligen Gruftie-Szene, die selbst wiederum als Splitterkultur der Wave-Bewegung angesehen wird. Auch in anderen Gebieten Europas bewegten sich Gothics bis in die 1990er Jahre hinein grundsätzlich im Rahmen der Dark-Wave-Bewegung. Die undifferenzierte Gleichsetzung der Wave-Szene mit der Gothic-Kultur offenbart sich daher als unangemessen.
Ein gravierender Unterschied lässt sich auch hinsichtlich der Musik erkennen. Das Hauptaugenmerk der heutigen Gothic-Generation liegt auf Stilen wie Dark Rock, Electrogoth, Mittelalterrock oder Gothic Metal – nur gelegentlich werden tatsächlich auch die für Dark Wave typischen Klänge favorisiert. Innerhalb der Wave-Kultur finden sich hingegen Menschen, die sich mit der modernen Gothic-Musik und deren Kultur nicht identifizieren können und vielmehr obsolete oder ruhigere Klänge bevorzugen. Inwieweit sie sich selbst als Gothics verstehen, kann nicht mit Sicherheit beantwortet werden. Die wenigsten von ihnen verwenden jedoch die Bezeichnung „Gothic“ in Bezug auf die eigene Person.
Die Dark-Wave-Szene ist aufgrund ihrer musikalischen Strömungen sehr vielschichtig gestaltet. Einen einheitlichen Kleidungsstil gibt es somit nicht. Auffällig sind jedoch meist dezente und dunkle Farben, durch die – oft auch unbewusst – eine gewisse Introversion und Besinnlichkeit nach außen getragen wird.
Je nach Region ist die Präsenz der Waver in den Diskotheken derzeit sehr unterschiedlich ausgeprägt. Durch die Schwerpunktverlagerung auf moderne Musikbereiche wie Elektro, Future Pop und Mittelalterrock, ist ein erheblicher Teil der ursprünglichen Wave-Kultur nur noch selten bei den Veranstaltungen der Schwarzen Szene anzutreffen. Dies hängt jedoch oftmals auch mit einem Generationswechsel zusammen, durch den sich viele der Protagonisten von ihrem subkulturellen Dasein lösten und der Wave-Kultur den Rücken zukehrten. In einigen Städten werden zeitweise stilspezifische Events organisiert, auf denen Klassiker der 1980er und 1990er Jahre gespielt werden. Auch finden kleinere Treffen in freier Natur, meist abgelegenen Orten wie Parks, statt. Einen wichtigen Treffpunkt bildet noch immer das Wave-Gotik-Treffen.
Geschichte
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Wie in vielen anderen Jugendkulturen orientierte man sich in den 1980er und frühen 1990er Jahren auch in der Wave-Szene am äußeren Erscheinungsbild der musikalischen Idole, so zum Beispiel an Robert Smith (The Cure), Martin L. Gore und Dave Gahan (Depeche Mode), Steve Strange (Visage), Siouxsie Sioux (Siouxsie & The Banshees), Michael Score (A Flock Of Seagulls), George Alan O'Dowd (Culture Club) oder Anja Huwe (Xmal Deutschland). Die Wave-Kultur galt daher als komplex, eine Trennung zwischen Anhängern der New-Wave-Bewegung und denen, deren Aufmerksamkeit sich vermehrt auf Dark Wave richtete, gab es bis Mitte der 1980er Jahre somit nicht. Oftmals konnte man lediglich anhand des Outfits, insbesondere der Kleidungsfarbe, die musikalischen Vorlieben der Waver unterscheiden.
Es waren zum Teil asymmetrische Frisuren gefragt, die Kopfseiten wurden häufig ausrasiert, das längere Deckhaar wurde schwarz gefärbt bzw. blondiert, anschließend auftoupiert und mit Haarspray gefestigt. Auch Kurzhaarschnitte und freche Frisuren waren bei beiden Geschlechtern sehr beliebt, überlange und strähnige Ponys hingen meist seitwärts über das Gesicht. Demgegenüber traten so genannte „Trauerweiden“-Frisuren, wie sie Siouxsie Sioux und Robert Smith zu Beginn der 1980er trugen.
Merklich war auch der Einfluss der New-Romantic-Mode, die Teile des nachkommenden New-Wave-Styles prägte und somit innerhalb der Dark-Wave-Bewegung Spuren hinterließ. Viele weibliche Waver zeigten sich androgyn [Quelle: Kirsten Wallraff · Die Gothics · Entwicklung der Mode in der Szene · Seite 23 · 2001 · ISBN 3-933773-09-1], da sie oftmals das Erscheinungsbild ihrer männlichen Gegenparts adoptierten und das Zurschaustellen der weiblichen Attribute gezielt umgingen.
In diesem Milieu entstanden schrittweise kleinere Absplitterungen – Personenkreise, deren Outfit sich neben einigen der bereits erwähnten Künstler auch am ungewöhnlichen Auftreten von Musikgruppen wie Alien Sex Fiend, Christian Death oder Specimen orientierte. Diese Bands fielen vor allem durch ihre bleich geschminkten Gesichter und durch ihre verwendeten Symbole (Anch, Pentagramm, Petruskreuz) auf. Die Kleidung war nicht selten zerrissen oder an vergangene Epochen (Barock, Renaissance etc.) angelehnt. Inspiriert davon übernahmen schon bald zahlreiche Jugendliche dieses Erscheinungsbild und es entwickelte sich länderübergreifend die Gothic- bzw. Gruftie-Szene, die bis Mitte der 1990er Jahre eine Teilszene der Wave-Kultur verkörperte und das Ende der Wave-Ära in Deutschland unter anderem durch subkulturelle Fremdeinflüsse (beispielsweise Metal) überlebte. Gothics, Grufties bzw. die in den frühen 1990er Jahren ins Leben gerufene Splittergruppe der „Endzeitromantiker“ galten hierbei als die kuriosesten Erscheinungsformen innerhalb der Dark-Wave-Bewegung.
In Frankreich nannten sich die Anhänger der Dark-Wave-Kultur „les corbeaux“, was ins Deutsche übertragen „die Raben“ bedeutet und sich damit auf die dunkle Kleidung bezog, die von der Hörerschaft präferiert wurde. Der Begriff „corbeau“ schloss dabei allerdings auch jene Waver mit ein, die dem äußeren Erscheinungsbild der in Deutschland verbreiteten Grufties entsprachen.
Die Dark-Wave-Kultur bildete bis in die Mitte der 1990er Jahre die ursprüngliche „Schwarze Szene“. Sie zeigte jedoch bereits Ende desselben Jahrzehnts erste Aufspaltungs- und Verfallserscheinungen.
Quellen
Literatur
- Peter Matzke & Tobias Seeliger: Das Gothic- und Dark Wave-Lexikon, Schwarzkopf & Schwarzkopf (Mai 2003), ISBN 3-89602-522-8
Veröffentlichungen mit Schlüsselqualitäten
! width="50%" align="left"| 1979 - 1989
! width="50%" align="left"| 1989 - 1999
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| valign="top" width="50%"|
- 1991 · Lycia · Ionia
- 1992 · Silke Bischoff · This Is The New Religion!
- 1992 · Girls Under Glass · Darius (feat. Peter Heppner)
- 1992 · The Garden Of Delight · Enki's Temple
- 1992 · Wolfsheim · No Happy View
- 1992 · Passion Noire · As Time Goes By
- 1992 · Love Is Colder Than Death · Mental Traveller
- 1993 · Engelsstaub · Malleus Maleficarum
- 1994 · Corpus Delicti · Sylphes
- 1994 · Faith And The Muse · Elyria
- 1994 · Diary Of Dreams · Cholymelan
- 1994 · La Floa Maldita · The Concealed Spell
- 1995 · Chandeen · Jutland
- 1995 · The Frozen Autumn · Pale Awakening
- 1995 · In My Rosary · Strange EP
- 1995 · Ataraxia · La Malédiction d'Ondine
- 1999 · Non Compos Mentis · Profound Protection
- 1999 · Diorama · Pale
- 1999 · The Crüxshadows · The Mystery Of The Whisper
- 1999 · Ding An Sich · Old As Forever... New As Tomorrow
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Weiterführendes