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Dario Argento (* 7. September 1940 in Rom) ist ein italienischer Film-Regisseur und Drehbuchautor. Er ist eine der prägenden Figuren des italienischen Giallo und hat den modernen Horror- und Slasher-Film stark beeinflusst.

Biografie


Er ist der Sohn des Produzenten Salvatore Argento und des brasilianischen Modells Elda Luxardi. Zunächst schrieb er Filmkritiken für Tageszeitungen und betätigte sich außerdem als Drehbuchautor. Zusammen mit Bernardo Bertolucci hat er für Sergio Leone das Drehbuch für den klassischen Italo-Western Spiel mir das Lied vom Tod geschrieben.

Seine ersten eigenen Arbeiten als Regisseur fallen in den Bereich des Giallo. Hierzu zählen Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe (1970), Vier Fliegen auf grauem Samt (1971) und vor allem Profondo Rosso (1975).

Bekannte Werke

Seine wohl bekannteste Arbeit ist der Horrorfilm Suspiria (1977), der in neuzeitlichem Ambiente mit Elementen des Gothic Horrors, der Schauerromantik und der Hexenmärchen arbeitet. Für die eindrucksvolle Farbgestaltung hat Argento bereits rar gewordenes Technicolor-Material verwendet. Suspiria ist als erster Teil einer Trilogie über drei Hexenhäuser konzipiert, die an zentralen Punkten der Erde die Weltgeschicke lenken. Der Reihe zweiter Teil, Inferno, erschien 1980, der letzte steht indes noch aus und ist regelmäßig Gegenstand zahlreicher Gerüchte. Auch wenn Argento dies selbst verneint, ist die Farb- und Lichtgebung beider dahingehend anspruchsvoll gestalteter Filme deutlich von den Arbeiten Mario Bavas (v. a. dessen Blutige Seide) inspiriert.

Weitere Werke

Nach Inferno hat sich Argento mit eher konventionellen Thrillern wie Tenebrae (1982), Opera (1987), Trauma (1993), Das Stendhal Syndrom (1996), Sleepless (2001) und Der Kartenspieler (2004) wieder dem Subgenre des Giallos zugewandt. Ausnahmen bilden Phenomena (1985), der mit Aspekten des Übersinnlichen spielt, und seine Version von Phantom der Oper (1998). 2005 drehte er Do you like Hitchcock?. Diese Hommage an den Master of Suspense war eine Produktion für das italienische Fernsehen.

In den Jahren 2005 bzw. 2006 trug er zwei 60-minütige Spielfilme mit den Titeln Jenifer und Pelts zu der amerikanischen Fernsehserie Masters of Horror bei.

Argento arbeitet häufig mit der italienischen Band Goblin zusammen, deren charakteristischer, zwischen 70er-Jahre-Rock und melancholischer Gothic-Musik alternierender Sound die Argentos Filme stark prägt und zu deren Stimmung entscheidend beiträgt. In den kreativen Prozess der Musikgestaltung ist Argento meist stark involviert.

Argentos Stil


Typisch für Argentos Arbeiten sind vor allem formal extravagante Inszenierungen (die einem klassischen Filmverständnis als dramaturgisch und narrativ unmotiviert erscheinen könnten), eine meist wenig kohärente Plotgestaltung, die seinen Filmen oft traumähnlichen Charakter verleiht, und die für gewöhnlich rauschartig wirkenden Inszenierungen spektakulärer Morde. Motivisch stehen oft psychosexuelle Pathologien im Vordergrund, deren Erklärungsmuster über vulgär-psychologische Modelle indes nicht hinauskommen. Generell lässt sich zusammenfassen, dass Argentos Kino keine psychische oder logische Realität abbildet, sondern einen ganz genre- bzw. werkimmanenten Regeln gehorchenden Filmkosmos entwirft und darin seinem Regisseur Auteur-Qualitäten verleiht.

Weblinks


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