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Daniel Goeudevert (*31. Januar 1942 in Reims) ist ein französischer Automanager und Unternehmensberater.

Nach dem Abitur 1961 studierte er zunächst Literatur an der Sorbonne zu Paris, ehe er Universitätsdozent für Literaturwissenschaften wurde. Nach 1965 wechselte er in die Autoindustrie und begann seine steile Karriere bei Citroën, wo er 1974 in den Vorstand von Citroën Deutschland rückte. Von 1975 bis 1978 übernahm Daniel Goeudevert die Funktion eines Generaldirektors der Deutschen Renault AG und wurde 1979 Exportchef des Unternehmens. 1981 brachte er es bis zum Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Ford-Werke AG, ein Posten, von dem er 1989 seinen Rücktritt erklärte, um sich ganz dem Aufbau eines deutschen Pendants zur Harvard Business School widmen zu können.

Goeudevert wurde in Deutschland einer breiten Öffentlichkeit bekannt als das für den Einkauf zuständige Vorstandsmitglied der Volkswagen AG. Nach einer Neuordnung der Vorstandsressorts zeichnete er ab 1991 für den Bereich Marken verantwortlich. Er machte sich bei VW einen Namen als "Querdenker", der gern ungewöhnliche Ansichten und Managementmethoden vertrat und dabei auch die menschliche Seite des Geschäfts nicht vergaß. Er wurde oft als Paradiesvogel apostrophiert. Er unterstützt den Ausbau des Öffentlichen Nahverkehrs und befürwortet die Entwicklung umweltfreundlicher Autos. Letztlich scheiterte Goeudevert mit diesem Ansatz an seinen eher traditionell eingestellten Kollegen. 1993 musste er daher Volkswagen verlassen. Seitdem versuchte er, seine Ansätze einer kreativen Unternehmensführung in einer von ihm initiierten Europäischen Management-Schule umzusetzen.

Heute beteiligt sich Goeudevert u. a. aktiv in der Diskussion über die Bildungsmisere - speziell in Deutschland - und zu Themen der industriegesellschaftlichen Perspektive unter dem Diktat wachsender Umweltprobleme und schwindender Rohstoffe.

Daniel Goeudevert hatte Sitze in mehreren Aufsichtsräten internationaler Firmen inne. Er war Mitglied des Club of Rome und erster Vizepräsident des Internationalen Grünen Kreuzes, der Umweltschutzstiftung von Michail Gorbatschow. Von 1998 bis 2000 war er Vizepräsident von FEDRE (Fondation pour l’Economie & le Development de Regions d’Europe). Seit 1998 ist er Vizepräsident von EFI (Europe Finance et Industrie). Er bekleidet daneben einen Beraterposten bei der UNESCO.

Goeudevert erhielt 1993 den Carlo-Schmid-Preis, 1997 das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland sowie 2003 die Mercator-Professur der Universität Duisburg. Er ist Träger des Ordens der französischen Ehrenlegion (Chevalier de la Légion d'honneur).

Daniel Goeudevert verfasste eine Autobiographie Wie ein Vogel im Aquarium, die in Deutschland ein Bestseller wurde. Seitdem hat er etliche weitere Bücher veröffentlicht. Mit Träumen beginnt die Realität - Aus dem Leben eines Europäers stand ebenfalls lange auf den Bestsellerlisten.

Werke


  • Daniel Goeudevert: Wie ein Vogel im Aquarium., ISBN 349960440X
  • Daniel Goeudevert: Der Horizont hat Flügel. Die Zukunft der Bildung., ISBN 3548750869
  • Daniel Goeudevert: Der Horizont hat Flügel., ISBN 3430132614
  • Daniel Goeudevert: Wie Gott in Deutschland. Eine Liebeserklärung., ISBN 349960938X
  • Daniel Goeudevert: Mit Träumen beginnt die Realität. Aus dem Leben eines Europäers., ISBN 349960938X

Weblinks


Mann | Franzose | Manager | Geboren 1942

 

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