| Damhirsch | ||||||||||||
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| Damhirsch_3.jpg | ||||||||||||
| : | Paarhufer (Artiodactyla) |
| : | Wiederkäuer (Ruminantia) |
| : | Hirsche (Cervidae) |
| : | Echte Hirsche (Cervinae) |
| : | Dama |
| : | Damhirsch |
Er variiert stark in der Färbung und ist im Sommer an der Oberseite, den Schenkeln und der Schwanzspitze braunrötlich, auf der Oberseite weiß gefleckt. Unter- und Innenseite der Beine sind weiß. Im Winter ist er an Kopf, Hals und Ohren braungrau, auf dem Rücken und an den Seiten schwärzlich, an der Unterseite aschgrau. Schwarze und weiße Varietäten sind nicht selten. Der Damhirsch hat im Wesentlichen dieselbe Lebensweise wie der Rothirsch, ist aber genügsamer und hält sich daher besser in Kiefernheiden. Er ist weniger scheu und vorsichtig, steht aber an Schnelligkeit und Gewandtheit dem Rothirsch kaum etwas nach.
Das Geweih, das nur bei den Männchen vorhanden ist, bildet sich jedes Jahr neu.
Der Damhirsch findet sich gegenwärtig vom Nordrand der Sahara bis zum südlichen Schweden. Aristoteles und Plinius erwähnen ihn als einen ständigen Bewohner ihrer Heimat.
Er lebt gern in lichten Wäldern mit ausgedehnten Wiesen, ist aber sehr anpassungsfähig, so dass er in fast allen Regionen Europas anzutreffen ist, sogar auf der Nordseeinsel Norderney.
Er wurde früher in Parkanlagen gehalten, heute aber auch in der Landwirtschaft zum Verkauf des Fleisches. Das Wildbret ist schmackhaft, die Haut ist dehnbarer und weicher als die des Rothirsches.
Die Brunft beginnt Anfang Oktober und dauert bis Mitte November; die Hirsche schreien dann, indem sie weit schallende, orgelartige Töne hören lassen, wobei die stärkeren die schwächeren abkämpfen. Der stärkste Hirsch bleibt beim Rudel als Platzhirsch, hält dies zusammen und duldet keinen Nebenbuhler.
Ende Juni bis Anfang Juli setzen sich die Weibchen nach einer Tragzeit von 32 Wochen vom Rudel ab und bringen ihre Kälber (Damkitze) zur Welt: ein, nicht selten auch zwei. Die Säugezeit beträgt etwa vier Monate. Geschlechtsreif werden die Tiere mit etwa 2 bis 2 ½ Jahren und erlangen ein Lebensalter von bis zu 25 Jahren.
Der einzige Feind des Damhirsches ist der Wolf, der aber in seinem Verbreitungsgebiet kaum noch vorkommt. Frisch gesetzte Kälber werden gelegentlich auch von Füchsen, Wildschweinen und Kolkraben gefressen.
Neben dem Europäischen Damhirsch gibt es noch einem im Irak und im südlichen Iran verbreiteten Mesopotamischen Damhirsch (Dama mesopotamica). Bei diesem ist aber umstritten, ob er wirklich eine eigenständige Art oder nur eine Unterart des Damhirsches ist. Von der europäischen Form unterscheidet er sich durch ein etwas anders gebautes Geweih. Den alten Kulturen Mesopotamiens, zum Beispiel Sumerern und Assyrern, war er als Opfertier bekannt, später geriet er in Vergessenheit. Erst 1875 wurde er im südwestlichen Iran wiederentdeckt. Danach wurde er nicht wiedergefunden, und erst in den 1950ern fand eine Expedition der IUCN einen Trupp im iranisch-irakischen Grenzgebiet. Im Ersten Golfkrieg wurde er wiederum beinahe ausgerottet; die iranischen Behörden haben die letzten Vertreter dieser Herde eingefangen und aus ihnen eine halbwilde Population von 140 Tieren gezüchtet, um die Art zu retten. Außerdem gibt es Mesopotamische Damhirsche in einigen europäischen Zoos, unter anderem im Opelzoo, wobei aber nicht immer gesichert ist, dass ihr Erbgut nicht mit europäischen Damhirschen vermischt ist.
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