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Dampfomnibusse sind Dampfwägen (Omnibusse), die im 19. Jahrhundert in England und Frankreich eingesetzt wurden. Sie standen zu Beginn im Wettbewerb mit der zeitgleich aufkommenden Dampfeisenbahn. Dem Vorteil, nicht schienengebunden zu sein, standen jedoch zahlreiche Nachteile gegenüber.

Der Dampfomnibus erinnert äußerlich an eine Kutsche. Er wurde mit Koks betrieben. Der Bus bot im Durchschnitt Plätze für 8 bis 18 (oft 14) Leute, davon waren einige überdacht. Der Fahrer saß meist weit oben auf einem unüberdachten Platz.

Als Erfinder kann der Engländer Sir Goldsworthy Gurney gelten, der 1826 den ersten Dampfomnibus konstruierte. Oft wird aber auch sein Landsmann Walter Harock (1827) als Erfinder bezeichnet. Sein Dampfomnibus war besonders in den 1830er populär. 1831 verlief die Probestrecke von Stratford nach London und ab 1833 wurde dieser Dampfwagen öffentliches Verkehrsmittel. Zur Premiere soll er jedoch von Zuschauern mit Steinen beworfen worden sein. Die ersten Fahrzeuge dieser Art fuhren bis zu 15km/h. Hauptsächlich fuhr der Dampfomnibus zwischen London und dessen Vororten. 1836 gab es 700 Fahrten. 1861 wurde durch den "Locomotive Act" eine Geschwindigkeitsgrenze gesetzt: in Orten bis zu 3 km/h und außerhalb bis zu 16 km/h. Durch dieses Limit verlor der Dampfwagen immer mehr an Bedeutung. Der Franzose Amédée Bollée baute 1873 einen 40km/h-schnellen neuen Dampfomnibus namens "L'Obéissante".

omnibus | Dampfmaschine

 

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