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Dakar, die Hauptstadt
Senegals, liegt auf der
Kap-Verde-Halbinsel, an der
Atlantik-Küste des Landes. Die Position am westlichen Rand
Afrikas (sie ist die am weitesten westlich gelegene afrikanische Stadt) macht Dakar zum vorteilhaften Ausgangspunkt für transatlantischen und europäischen Handel, was das Anwachsen zur bedeutenden regionalen Hafenstadt begünstigte.
Geschichte
Die Stadt Dakar entstand rund um ein
französisches Fort. Sie wurde
1857 gegründet, als Einwohner von der nahen Insel
Gorée kamen. Sie wuchs als
Hafen und rund um die Eisenbahnstrecke nach
Saint-Louis, gegründet 1885, aber jetzt nur mehr für spezielle Exkursionen verwendet. Später wurde die Stadt Flottenstützpunkt und löste schließlich 1895 Saint-Louis als Hauptstadt von
Französisch-Westafrika ab. 1959 bis 1960 war Dakar die Hauptstadt der kurzlebigen
Mali-Föderation, danach die Hauptstadt von Senegal.
Vom 16. bis zum 19. Jahrhundert wurden über Dakar Sklaven nach Nord- und Südamerika, sowie nach Europa verschifft. Die der Küste vorgelagerte Insel Gorée (heute Weltkulturerbe) war der Hauptumschlagsplatz im Sklavenhandel. Über Dakar und Gorée wurden mehr versklavte Afrikaner in die westliche Hemisphäre verschifft als von jedem anderen afrikanischen Hafen. Auf Gorée existiert das "Maison des Esclaves", das Haus der Sklaven, welches heute als Museum dient und das Leiden der Sklaven sehr anschaulich wiedergibt.
Geographie
Dakar ist eine Hafenstadt am
Atlantik, die auf der Halbinsel Cap Verde liegt. Sie markiert den westlichsten Punkt des
Afrikanischen Festlands. Dakar ist die wichtigste Hafenstadt und bedeutendstes Wirtschaftszentrum des Landes; die Stadt hat etwa 2,35 Millionen Einwohner (2005). Unmittelbar vor Dakar befindet sich die ehemalige Sklaveninsel
Gorée.
Dakar liegt auf 17°26' westlicher Länge und 14°40' nördlicher Breite.
Kultur und Wissenschaft
Dakar besitzt die Université
Cheikh Anta Diop (
1957), außerdem sitzt hier das
IFAN, das Institut Fondamental d'Afrique Noire. Es gibt einige Forschungsinstitute und Museen, unter anderem das Meeresbiologische Museum auf der ehemaligen Sklaveninsel
Gorée, welches der Universität angeschlossen ist.
Industrie
Dakar hat eine ausgeprägte Nahrungsmittel-, Kunststoff-, Textil-, Holz- und Möbelindustrie und besitzt eine Ölraffinerie sowie einen Überseehafen. Günstig für die Industrieregion um Dakar ist der interkontinentale Flughafen und ein sehr gut ausgebautes Schnellstrassennetz. Dakar ist Ausgangspunkt für eine durchgängige Eisenbahntrasse nach
Bamako (
Mali). Weiterhin ist Dakar Sitz von
SOBOA (
La Société des Brasseries de l'Ouest Africain) und anderen Herstellern.
Sehenswürdigkeiten
Die Stadt ist durch den
Motorsport bekannt geworden als Zielort der
Rallye Dakar, früher Rallye Paris-Dakar. So findet die Schlussetappe der Rallye um den
Lac Rose statt, einem roten Salzsee im Norden der Halbinsel Dakar.
Des Weiteren ist neben dem zentralen Fußballstadion im Stadtteil Pule das Milleniumdenkmal in unmittelbarer Nähe zur Großen Moschee zu erwähnen. Auch das historische Zentrum im Umfeld des Place de la Independance und des Überseehafen, von dem aus die 15 minütige Überfahrt zur ehemaligen Sklaveninsel Goree möglich ist.
Söhne und Töchter der Stadt
Hauptstadt in Afrika | Ort in Senegal | Ort mit Seehafen
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