Die Dahme ist ein etwa 95 km langer Nebenfluss der Spree, der südöstlich von Berlin im Bundesland Brandenburg fließt.
Die Dahme entspringt bei dem gleichnamigen Ort Dahme, berührt oder durchfließt in nördlicher Richtung die größeren Städte Golßen, Märkisch-Buchholz sowie Königs Wusterhausen und mündet in Berlin-Köpenick kurz hinter der Schlossinsel in die Spree. Der Name Dahme ist möglicherweise abgeleitet vom wendischen Begriff Dembrowa = Eiche. Andere Autoren führen den Flussnamen auf einen älteren, von der germanischen Vorbevölkerung stammenden Namen zurück, der eventuell einen dunklen Fluss bezeichnet. Solche alten Namen wurden oft von der germanischen Restbevölkerung an die slawischen Zusiedler weitergegeben.
Ab Märkisch-Buchholz verwandelt sich das kleine Fließ in einen breiten Fluss, der auf 41 km Länge schiffbar ist, denn hier wird über den Spree-Dahme-Umflutkanal Wasser zugeführt, das der Spree entzogen wurde, um den Spreewald besser vor Hochwasser zu schützen. Das Wasser strömt weiter nach Prieros und weitet sich hier ähnlich wie die Havel im Berlin-Potsdamer Raum zu einer Seenkette. Über Dolgenbrodt, den Krüpelsee, Königs Wusterhausen, Zeuthen und den Zeuthener See, Eichwalde und den Langen See gelangt die Dahme nach Berlin-Köpenick und gibt hier der Spree das geborgte Wasser zurück.
Fontane hinterlässt folgende Charakterisierung des Flusses:
Zusammenfluss_Dahme_Spree.JPG An der Brücke zu Cöpenick treffen zwei Flüsse beinahe rechtwinklig zusammen: die «eigentliche» Spree und die «wendische» Spree, letztere auch «die Dahme» geheißen. Die wendische Spree, mehr noch als die eigentliche, bildet eine große Anzahl prächtiger Seeflächen, die durch einen dünnen Wasserfaden verbunden sind. Ein Befahren dieses Flusses bewegt sich also in Gegensätzen, und während eben noch haffartige Breiten passiert wurden, auf denen eine Seeschlacht geschlagen werden könnte, drängt sich das Boot eine Viertelstunde später durch so schmale Defilés, daß die Ruderstangen nach rechts und links hin die Ufer berühren. Und wie die Breite, so wechselt auch die Tiefe. An einer Stelle Erdtrichter und Krater, wo die Leine des Senkbleis den Dienst versagt, und gleich daneben Pfuhle und Tümpel, wo auch das flachgehendste Boot durch den Sumpfgrund fährt. So diese Wasserstraße.
Bei Prieros fuhren Fontane und seine Reisegefährten nicht mehr weiter dahmeaufwärts sondern folgten der Seenkette, die heute "Teupitzer Gewässer" heißt. Nach insgesamt zwei Reisetagen erreichten sie bei Teupitz das Ende der schiffbaren Gewässer.
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"Dahme (Fluss)".
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