roofes.JPG]] Malcesine seine Dächer.jpg]] Das Dach (altgermanisch) ist die nach oben gerichtete Begrenzung eines Gebäudes. Es schützt das Gebäude und die darin lebenden Menschen oder darin untergebrachten Einrichtungen vor Umwelteinflüssen wie Niederschlag, Sonneneinstrahlung, Temperaturverlusten, Industriebelastungen, Staub und Wind. Die architektonische Gestaltung des Daches ist besonders wichtig bei der Einpassung des Gebäudes in kulturelle und natürliche Umgebung - sofern entsprechende Regeln oder Gewohnheiten dies verlangen.
Grundsätzlich unterscheidet man bei der Dachausführung zwischen Steildach und Flachdach, sowie zwischen Kaltdach und Warmdach.
Die Dachtraufe ist die untere waagrechte Kante der Dachfläche. Meist ist hier die Dachrinne angebracht.
Oben, die höchste waagrechte Kante, ist der Dachfirst, kurz First. Der Ortgang oder das Ort ist die Kante am Dachrand der Giebelwand. Er verbindet Traufe und First und begrenzt den Giebel nach oben.
Kanten, an denen zwei Dachflächen zusammentreffen, sind Grate, wenn sie eine Außenecke bilden, und Kehlen, wenn sie eine Innenecke bilden.
Die kleine dreieckige Dachfläche über dem Giebel nennt sich Walm.
Ein abgewalmtes Satteldach wird dann zum Walmdach.
Ein Punkt, an dem drei oder mehr Dachflächen aufeinanderstoßen, heißt Anfallpunkt, zum Beispiel die Spitze des Walms.
Jede Unterbrechung oder Durchdringung der Dachhaut nennt sich Dachöffnung, unter anderem auch die Dachgauben.
Mit Firsthöhe bezeichnet man das Abstandsmaß von Oberkante anbaufähiger Straßenverkehrsfläche bis Oberkante Dachhaut des Firstes.
Mit Drempel oder Kniestock ist der Bereich des Dachgeschosses gemeint, der noch senkrechte Wände hat, also das Abstandsmaß von Oberkante Rohdecke Dachgeschoss bis zum Schnittpunkt der Verlängerung der Außenwand mit der Unterkante der Dachkonstruktion.
Siehe auch: Dachkonstruktion
Unter der Dachneigung versteht man das Gefälle einer Dachfläche.
Unter Dachausmittlung versteht man das Verschneiden verschiedener Dachflächen eines Gebäudes oder mehrerer Gebäudeflächen miteinander. Diese Verschneidung ist eine relativ komplizierte geometrische Konstruktion.
Ziel der Dachausmittlung ist es, eine gleichmäßige Dachform zu erzeugen und ordentliche wasserabführende Verschneidungen der Dachflächen zu erhalten.
Je nach Bauform, Neigung, Witterungs- und juristischen Bedingungen kommen verschiedenen Materialien zum Einsatz. Ein eingedecktes Dach ist dabei zunächst lediglich regendicht. Unter Abdichtung versteht man eine wasserdichte Ausführung bei Flachdächern oder die zusätzliche Abdichtung eingedeckter Dächer. Die Grenze zwischen Eindeckung und Abdichtung ist dabei jedoch fließend.
Weiterhin existiert die Redewendung "jemandem aufs Dach steigen". Sie stammt aus der germanischen Frühzeit und bedeutet soviel, wie 'jemanden zurechtweisen' und 'öffentlich bloßstellen'. Sie leitet sich von dem alten Brauch ab, einem Mann das Dach abzudecken, wenn dieser gegen die Ordnung verstoßen hat. Unter Ordnung ist dabei sowohl die Rechtsordnung zu verstehen wie auch die moralisch gesellschaftlichen Regeln. So wurde insbesondere dem das Dach abgedeckt, der die Herrschaftsstellung im Haushalt an seine Frau verloren hatte oder von ihr geschlagen wurde. Der Brauch wurde hauptsächlich von den Nachbarn durchgeführt, die den Mann damit bloßstellen wollten. Das Dach steht dabei synonym für Haus, Schutz und Sicherheit. Der so diskreditierte Mann musste das Dach auch alleine wieder richten.
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