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Die DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, Frankfurt am Main mit Sitz in Frankfurt am Main ist die Dachorganisation der etwa 1.200 von ca. 1.400 deutschen Kreditgenossenschaften, insbesondere Volksbanken und Raiffeisenbanken, aber auch PSD-Banken und Sparda-Banken, die nicht im Geschäftsbegebiet der WGZ-Bank liegen. Sie ist die fünftgrößte Bank Deutschlands nach Bilanzsumme (Stand: 13. Dezember 2003).

Sie selbst bezeichnet sich als Zentralbank der Kreditgenossenschaften, insbesondere der Volksbanken und Raiffeisenbanken, was jedoch der üblichen Definition einer Zentralbank im Sinne einer nationalen Notenbank widerspricht, aber historisch vor dem Hintergrund des Vorgängerinstitutes der Preußischen Zentralgenossenschaftskasse in der Funktion des Liquititätsausgleichs zutreffend ist. Ihre Hauptaufgabe ist die Förderung des Geschäfts der Kreditgenossenschaften in ihrem Geschäftsgebiet durch von ihr zentral entwickelte Produkte, die es den teils recht kleinen Kreditgenossenschaften ermöglicht, ihren Kunden ein umfassendes Allfinanzproduktangebot zu machen. Dazu tragen auch die zum DZ BANK Konzern gehörende R+V Versicherung, die Bausparkasse Schwäbisch Hall (BSH) und die Union Investment sowie die DG Hyp (Hypotekar-Kredite) und die norisbank (standardisierter Verbraucherkredit "easyCredit") bei. Sie wickelt über ihre Tochter TAI AG den Zahlungsverkehr der Kreditgenossenschaften ab. Die Abwicklung des Wertpapiergeschäftes erfolgt durch die dwpbank AG. Die DZ BANK ist einer der größten Anteilsinhaber der dwpbank AG. Durch ihre Beteiligung an der CardProcess GmbH unterstützt sie die Kreditgenossenschaften in der Abwicklung des Kreditkartenschäfts und allen Fragen rund um das elektronische Bezahlen. Darüber hinaus ist sie eine im Firmenkundengeschäft tätige Geschäftsbank und Strategie-Holding für ihre Tochtergesellschaften im Genossenschaftlichen FinanzVerbund.

Sie entstand 2001 durch eine Fusion der GZ-Bank (diese war kurz zuvor aus der Fusion der regionalen Zentralbanken SGZ und GZB hervorgegangen) auf die DG Bank. Ihr Hauptsitz ist ein vom Architekturbüro Kohn Pedersen Fox Associates 1991-1993 gebautes, 208 m (50 Stockwerke) hohes Gebäude in Frankfurt, das sog. Kronenhochhaus, Westendstr. 1. Von 1996-1999 wurde die von Frank Gehry entworfene Niederlassung in Berlin am Pariser Platz zwischen Brandenburger Tor und dem Hotel Adlon erbaut, die seit Anfang 2000 genutzt wird. Die Verhandlungen über eine mögliche Fusion mit dem anderen regionalen Zentralinstitut der Genossenschaftsbanken, der deutlich kleineren WGZ-Bank, wurden vertagt.

Die DZ BANK besitzt außerdem die zweitgrößte Kunstsammlung Deutschlands (nach der Deutschen Bank) über moderne Fotografie.

Vorstand


Der Vorstand der DZ BANK besteht aus (Stand: 3. Juni 2006):
  • Dr. Dr. h.c. Ulrich Brixner (Vorstandsvorsitzender)
  • Wolfgang Kirsch (stellvertretender Vorstandsvorsitzender)
  • Dr. Thomas Duhnkrack
  • Heinz Hilgert
  • Albrecht Merz
  • Dietrich Voigtländer
  • Frank Westhoff

Vorsitzender des Aufsichtsrats


Beteiligungen


  • Bausparkasse Schwäbisch Hall AG
  • DG HYP Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
  • norisbank AG
  • R+V Versicherung AG
  • Union Asset Management Holding AG
  • VR Kreditwerk Hamburg - Schwäbisch Hall AG
  • DVB Bank AG (früher Deutsche VerkehrsBank AG): 92,55% seit 26. September 2003
  • DZ PRIVATBANK (Schweiz) AG
  • DZ BANK International in Luxemburg
  • VR LEASING AG
  • CardProcess GmbH

Anteilseigner


Die DZ BANK AG hatte zum 31. Dezember 2004 ein Grundkapital von 2.878,43 Mio. Euro. Dieses teilt sich auf die folgenden Anteilseigner auf:
  • Kreditgenossenschaften (direkt und indirekt) 78,24 %
  • WGZ-Bank AG Westdeutsche Genossenschafts-Zentralbank (direkt und indirekt) 6,67 %
  • Sonstige Genossenschaften 6,81 %
  • Sonstige 8,28 %

Weblinks


Kreditinstitut (Deutschland) | Unternehmen (Frankfurt am Main)

 

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