DECT steht für Digital Enhanced Cordless Telecommunications (Digitale, verbesserte schnurlose Telekommunikation; bis 1995 Digital European Cordless Telecommunications). Es handelt sich um einen ETSI-Standard für schnurlose und Mobiltelefone sowie für kabellose Datenübertragung im Allgemeinen.
DECT ist der Nachfolger des CT1- und des CT2-Standards.
Im Gegensatz zu Mobilfunksystemen ist DECT eine reine Zugangstechnologie und beschreibt nicht das Netz selbst. In der Öffentlichkeit wird dieses System wegen des kontinuierlichen Sendesignals der Basisstation teilweise als Gesundheitsgefährdung eingestuft.
DECT unterstützt kurzzeitige Mobilität innerhalb eines mehrzelligen Funknetzes durch Weiterleiten an eine andere Zelle (Handover) und langfristige Mobilität durch Einbuchen in einem fremden Netz (Roaming).
DECT verwendet einen Rahmen von exakt 10 ms Dauer, der in 24 Zeitschlitze aufgeteilt ist. Jeder Zeitschlitz kann sowohl im Uplink als auch im Downlink verwendet werden, wodurch bei Koppelung von Zeitschlitzen auch unsymmetrische Übertragungsraten möglich sind.
In diesem Zeitschlitz von 416,7 µs Dauer wird ein Burst gesendet, der üblicherweise 368 µs dauert und 424 Bits enthält. Daraus ergibt sich eine Bitdauer von 868 ns und eine Bitfrequenz von exakt 1,152 MHz.
Als Modulation wird Gaussian Frequency Shift Keying (GFSK) verwendet. Eine binäre Eins wird durch eine Frequenzerhöhung von 288 kHz, eine binäre Null durch eine Frequenzverringerung von 288 kHz übertragen. Bei stabilen Funkverbindungen kann auch eine 4-level oder 8-level-Modulation verwendet werden, wodurch bei jedem Schritt 2 bzw. 3 Bit übertragen werden.
Die 424 Bits eines Bursts werden in folgende Felder aufgeteilt:
Außer dem normalen Basic Burst zu 424 Bit in 368,1 μs gibt es noch drei weitere:
Die Wahl von Sendefrequenz und Zeitschlitz erfolgt bei DECT immer durch das Mobilgerät.
DECT leistet dynamische Kanalauswahl und -zuweisung. Zu diesem Zweck führen alle DECT-Geräte eine RSSI-Liste (Received Signal Strength Indication). In regelmäßigen Intervallen (mindestens alle 30 Sekunden) werden alle Idle-Kanäle gescannt und in die Liste eingetragen. Wird ein neuer Kanal benötigt, wählt das Mobilgerät oder die Basisstation den Kanal mit den wenigsten Interferenzen anhand der RSSI-Liste.
DECT-Telefone und DECT-Basisstationen können den TV-Empfang via Satellitenreceiver stören. Bei Analog-SAT-Empfang über Astra beispielsweise liegt die Zwischenfrequenz des Senders n-tv auf der DECT-Frequenz und die 10 ms langen Frames können Störstreifen am oberen und unteren Ende des TV-Bildes verursachen. (Die „Taktfrequenz“ von DECT entspricht mit 100 Hz genau dem doppelten der 50 Hz Halbbildfrequenz von PAL.)
Die Verschlüsselung ist ein optionaler Teil der DECT-Spezifikation und wird nicht von allen Geräten unterstützt.
GAP garantiert zwar, dass ein Mobilteil eines Herstellers an der Basisstation eines anderen Herstellers funktioniert, jedoch erstreckt sich das nur auf reine Telefonie, nicht aber auf Komfortfunktionen wie beispielsweise das Abhören des Anrufbeantworters oder das Blättern im Telefonbuch. Zudem muss hierfür auch das Mobilgerät zuerst an der Basisstation angemeldet werden. Da sich die Anmeldeprozeduren der Hersteller untereinander unterscheiden, ist mit Schwierigkeiten zu rechnen.
Weitere Profile:
Siehe auch: UMTS, Schnurlostelefon, GAP | Funktechnik
Digital Enhanced Cordless Telecommunications | Digital Enhanced Cordless Telephone | DECT | DECT | DECT | Digital Enhanced Cordless Telecommunications | DECT | DECT
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Digital Enhanced Cordless Telecommunications".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world