Die DB Netz AG, ein 100%iges Tochterunternehmen der Deutschen Bahn AG, ist ein Eisenbahninfrastrukturunternehmen und betreibt einen Großteil des deutschen Eisenbahnnetzes (36.000 km). Die DB Netz AG tritt durch eine Zentrale (Frankfurt/M.) sowie 7 Niederlassungen (Duisburg, Karlsruhe, München, Frankfurt/M., Hannover, Leipzig sowie Berlin) auf. Der Umsatz der DB Netz AG beträgt ca. 3,8 Mrd Euro (2003)
Die DB Netz AG wird durch 5 Vorstandsressorts vertreten. Als Vorstandsvorsitzender tritt Dr.-Ing. Volker Kefer auf. Die weiteren Ressorts werden geleitet von: Dr. Matthias Zieschang (Finanzen & Controlling), Dagmar Haase (Marketing & Vertrieb), Klaus Junker (Betrieb & Instandsetzung), Karl-Heinz Stroh (Personal) sowie Oliver Kraft(Investition).
Innerhalb der DB Netz ist die Betreiberverantwortung für die Infrastruktur an sogenannte Geschäftseinheiten (GE) delegiert. Die Geschäftseinheiten sind zuständig für Investionen in das Bestandsnetz, sowie für die Sicherstellung der Inspektion und Wartung sämtlicher übertragner Anlagen.
GE Fern- und Ballungsnetz
Verantwortet die wichtigen Strecken, des Netzes. Hauptaufgabe: Bestandssicherung des Streckennetzes
GE Zugbildungs- und -behandlungsanlagen
Betreibt sämtliche Zugbildungs- und -behandlungsanlagen. Hauptaufgabe: Wirtschaftliche Bestandssicherung und Modernisierung von Bahnhöfen des Güter- und Personenverkehrs.
GE Regionalnetze
Betreibt sowohl Strecken und Bahnhöfe abseits der großen Magistralen. Hauptaufgabe: Sanierung von Streckennetzen die als unwirtschaftlich gelten, bzw. die aufgrund Ihrer anspruchsvollen Streckenführung einen besonderen Augenmerk verlangen.
DB Netz setzt in der Entwicklung des Streckennetzes die Politik der Bundesbahn nahtlos fort. Einerseits wird das Streckennetz um Neubaustrecken für den Fernverkehr ergänzt, andererseits wird das vorhandene Netz aus Wirtschaftlichkeitsüberlegungen immer weiter ausgedünnt. So wurden teilweise Güterbahnhöfe geschlossen und vermeintlich unrentable Nebenstrecken aufgegeben oder das zweite Gleis zurückgebaut. Hauptziel ist dabei die Entfernung von Weichen aus dem Schienennetz, da hier hohen Unterhaltskosten selten ein unmittelbarer Nutzen gegenübersteht. Außerdem ermöglicht der Rückbau von Bahnhöfen zu Haltepunkten deutliche Personaleinsparungen. Durch den Rückbau von Verbindungskurven und Strecken, z.b. Rheinische Strecke zwischen Duisburg-Hochfeld und Bochum-Nord werden bei der DB Netz AG zwar Kosten eingespart, jedoch auf Kosten anderer DB-Unternehmen, z.b. erforderliches Umsetzen so wie beim Kunden durch höhere Kilometerkosten durch Umwege über weitere Strecken. Ein weiterer Nachteil ist, dass ohne die entsprechenden Weichen und Kreuzungsgleise bei Störungen kein außerplanmäßiges Kreuzen und Überholen mehr möglich ist.
Im Januar 2005 gab DB Netz bekannt, bis 2010 insgesamt 22.800 der derzeit 88.200 Weichen aus dem deutschen Schienennetz entfernen zu wollen. Kritiker bemängelten, dass dem Netz dadurch Flexibilität verloren geht und Verspätungen programmiert werden. Durch den Wegfall von zahllosen Kreuzungs- und Überholmöglichkeiten werde nahezu jede kleine Verspätung massive Auswirkungen auf das Gesamtnetz haben.
Die für den Netzzugang zuständige Abteilung ist I.NM-x-L 1-3 (ehemals N-x-V 1-3). Die Leitung aller Bereiche obliegen I.NM (Vorstandsressort Marketing und Vertrieb). Diese Abteilung ist in drei Bereiche unterteilt:
Neben den Tochterunternehmen der Deutschen Bahn AG (DB Fernverkehr AG, DB Regio AG und Railion) hat die DB Netz AG derzeit weitere 380 Kunden die als EVU auftreten. Dies sind bekannte Unternehmen wie Connex oder auch die Vogtlandbahn. Die Mehrzahl der Kunden ist im Güterverkehr tätig (z.B.: rail4chem, TX Logistik AG oder die Hupac AG)