Der
Děčínský Sněžník (
deutsch Hoher Schneeberg, auch
Tetschner Schneeberg) ist der höchste Berg des
Elbsandsteingebirges (723 Meter ü.NN.). Typisch sind die steilen, kaum gegliederten Felswände aus festem
Sandstein des
Turon, die den gesamten Berg umgeben. Der einst auf dem ebenen Gipfelplateau vorhandene dichte Fichtenwald ist in den 1980-er Jahren durch
Schwefeldioxideinwirkung komplett vernichtet worden.
Lage und Umgebung
Der Děčínský Sněžník befindet sich im
linkselbischen Teil des Elbsandsteingebirges, ungefähr 8 km westlich von
Děčín (
Tetschen-Bodenbach). Direkt am Fuß des Berges befindet sich das Dorf
Sněžník (
Schneeberg). Unterhalb des steilen Südabhanges liegt die seit 1964 zur Stadt erhobene Gemeinde
Jílové (
Eulau), weiter östlich befinden sich schon die ersten Stadtteile von Děčín. Nördlich verläuft die alte Landstraße zwischen
Pirna und
Děčín (ehem.
Reichsstraße 177), welche seit 1945 an der nahen Grenze unterbrochen ist.
Geschichte
Als Mitte des 19.Jahrhunderts im Zusammenhang mit der Mitteleuropäischen Gradmessung auch in Böhmen das Land neu vermessen werden sollte, ließ Graf Thun im Jahre 1864 den noch heute bestehenden steinernen Aussichtsturm errichten. Schon ein Jahr später eröffnete am Fuße des Turmes ein erster Ausschank. Einige Jahre später entstand eine Bergbaude im damals gerade in Mode gekommenen Schweizerhausstil. In den folgenden Jahren entwickelte sich der Berg zu einem begehrten Ziel von Wanderern und Ausflüglern. Nach der Vertreibung der deutschen Bevölkerung in Böhmen nach 1945 verfielen dann die Gebäude auf dem Berg allmählich. Bis in die 1970er Jahre wurde die Bergbaude noch bewirtschaftet, 1986 wurde sie dann abgerissen. Auch der Zustand des Aussichtsturmes verschlechterte sich stetig, so dass dieser Ende der 1980er Jahre gesperrt wurde. Erst nach der politischen Wende im Jahr 1989 war es möglich, den Verfall zu stoppen. Im Jahre 1992 wurde der nun unter Denkmalschutz stehende Turm umfassend erneuert und einige Jahre später entstand an historischer Stelle ein neues Berggasthaus.
Aussicht
Decinerschneeberg.jpg
Die Aussicht vom Hohen Schneeberg gehört sicher zu den Schönsten in
Böhmen, der Blick schweift im Nordosten über
Sächsische und
Böhmische Schweiz, im Osten über
Lausitzer Gebirge und
Jeschkenkamm, im Süden über die Kuppenlandschaft des
Böhmischen Mittelgebirges und im Westen über die Kammhochfläche des
Osterzgebirges. Bei Fernsicht ist im Osten auch der Kamm des
Riesengebirges sichtbar. Berühmt ist die auf der Nordseite des Bergplateaus gelegene
Dresdner Aussicht (
Draždanska vyhlidka).
Routen zum Gipfel
- Über eine rot markierte Hauptwanderroute kann man von Děčín aus zum Hohen Schneeberg gelangen.
- Ein guter Ausgangspunkt für Besucher aus Deutschland ist auch die Gemeinde Rosenthal, von dort führt der Weg über den Grenzübergang am Eulenthor und über das Dorf Sněžník (Schneeberg) zum Gipfel.
Links
Galerie
Bild:Schneeberg001.jpg|Blick vom Hohburkersdorfer Rundblick zum Hohen Schneeberg, im Vordergrund der Lilienstein, rechts im Bild der Pfaffenstein
Bild:Schneeberg002.jpg|Blick vom Bernhardstein
Bild:Schneeberg003.jpg|Blick vom Papststein
Děčínský Sněžník | Děčínský Sněžník
Berg in Tschechien | Elbsandsteingebirge