| Wappen | Karte | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stadtwappen der kreisfreien Stadt Düsseldorf.png | Lage der Stadt Düsseldorf in Deutschland.png | ||||||
| Basisdaten | |||||||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | - bgcolor="#FFFFFF" | Regierungsbezirk: | Düsseldorf | |||
| Landschaftsverband: | Rheinland | ||||||
| Kreis: | Kreisfreie Stadt | ||||||
| Geographische Lage: | |||||||
| Höhe: | 38 m ü. NN | - bgcolor="#FFFFFF" | Fläche: | 217,0 km² | |||
| Einwohner: | 577 416 (31. Dezember 2005) | ||||||
| Bevölkerungsdichte: | 2.661 Einwohner je km² | ||||||
| Postleitzahl: | 40000–40629 (alt: 4000) | ||||||
| Vorwahlen: | 0211 (hauptsächlich), 0203 (eigentlich Duisburg), 02104 (eigentlich Mettmann) | ||||||
| Kfz-Kennzeichen: | D | ||||||
| Gemeindeschlüssel: | 05 1 11 000 | ||||||
| UN/LOCODE: | DE DUS | ||||||
| NUTS-Region: | Düsseldorf (DEA11) | ||||||
| Stadtgliederung: | 10 Stadtbezirke mit 49 Stadtteilen | ||||||
| Hausanschrift der Stadtverwaltung: | Marktplatz 40213 Düsseldorf | ||||||
| Website: | www.duesseldorf.de | ||||||
| Politik | |||||||
| Oberbürgermeister: | Joachim Erwin (CDU) | ||||||
| Schuldenstand: | 977,1 Mio. € (Stand: 31. Dezember 2004) | ||||||
| Bevölkerung (Stand: 31. Dezember 2003) | |||||||
| Arbeitslosenquote: | 13,9 % (Stand: 31. Juli 2005) | ||||||
| Ausländeranteil: | 16,8 % | ||||||
| Altersstruktur: | |||||||
| 0-18 Jahre: | 15,3 % |
| 18-65 Jahre: | 66,3 % |
| ab 65 Jahre: | 18,4 % |
Die Einwohnerzahl der Stadt überschritt um das Jahr 1882 die 100.000-Grenze und machte Düsseldorf damit zur Großstadt.
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Duesseldorf panorama wikiauflösung.jpg
Der höchst gelegene Punkt im Stadtgebiet (der Sandberg im Stadtteil Hubbelrath) misst 165 m, der niedrigste Punkt (die Mündung des Schwarzbachs in den Rhein bei Wittlaer) 28 m ü. NN.
Das Klima in Düsseldorf ist wie am Niederrhein üblich durch milde Winter und mäßig warme Sommer geprägt. So gibt es in Düsseldorf bei einer Jahresmitteltemperatur von 10,5 °C im Mittel rund 770 mm Niederschlag.
Das Stadtgebiet Düsseldorfs besteht heute aus 10 Stadtbezirken, die sich in 49 Stadtteile unterteilen. In jedem Stadtbezirk gibt es eine Bezirksvertretung, die 19 Mitglieder hat. Diese werden bei jeder Kommunalwahl neu gewählt. Vorsitzender der Bezirksvertretung ist der Bezirksvorsteher. Die Bezirksvertretungen sind zu wichtigen, den Stadtbezirk betreffenden Angelegenheiten zu hören.
Die 10 Stadtbezirke mit ihren zugehörigen Stadtteilen:
Siehe: Liste der Stadtteile und Stadtbezirke von Düsseldorf
Die erste schriftliche Erwähnung von Dusseldorp stammt aus dem Jahr 1135. Unter Kaiser Friedrich I. Barbarossa wurde die nördlich von Düsseldorf gelegene Ortschaft Kaiserswerth zum gut befestigten Außenposten umgewandelt. Dort wurde von Soldaten das Treiben auf dem Rhein scharf beobachtet. Kaiserswerth wurde 1929 Stadtteil von Düsseldorf.
Am 14. August 1288 erhielt Düsseldorf von Graf Adolf V. von Berg die Stadtrechte und wurde zur Stadt erhoben. Vorangegangen war ein blutiger Machtkampf zwischen dem Erzbischof von Köln einerseits und den Grafen von Berg sowie den Bürgern von Köln anderseits. Dieser Kampf gipfelte in der Schlacht von Worringen, in der die Streitkräfte des Erzbischofs geschlagen wurden. 1385 wurde Düsseldorf die Residenz der Herzöge von Berg, die durch geschickte Heiratspolitik die Herzogtümer Jülich und Kleve mit dem ihren zum Tripelherzogtum Jülich-Kleve-Berg vereinigten, das insbesondere unter Wilhelm dem Reichen zu einem Zentrum humanistischer Wissenschaft und liberaler Katholizität wurde und 1585 bei der Vermählung des Erbprinzen Johann Wilhelm mit der Markgräfin Jakobe von Baden die wohl prunkvollste dokumentierte Hochzeit des 16. Jahrhunderts ausrichtete, bei der auch zum ersten Mal ein opernartiges theatralisches Schauspiel mit Gesang und Musik (Titel: "Orpheus und Amphion") zur Aufführung kam. Wilhelm der Reiche sorgte auch für den Wiederauf- und Ausbau des Düsseldorfer Schlosses durch den Renaissance-Baumeister Alessandro Pasqualini. Nach dem Aussterben des jülich-bergisch-klevischen Regentenstammes 1609 besetzte der spanische General Ambrosio Spinola als kaiserlicher Kommissar 1614 die Stadt.
Nach der Beilegung des Jülich-Klevischen Erbfolgestreits kam Düsseldorf mit dem Herzogtum Jülich-Berg an das Haus Pfalz-Neuburg. Der Kurfürst Johann Wilhelm von der Pfalz (von den Düsseldorfern "Jan Wellem" genannt) erwählte Düsseldorf zu seiner Hauptresidenz. In dieser Zeit nahm die Stadt eine beachtliche städtebauliche Entwicklung, ebenfalls unter dem Kurfürsten Karl Theodor von der Pfalz, der Schlösser, Sammlungen, Institute gründete und die Carlstadt anlegen ließ.
Seit 1732 befestigt, wurde die Stadt im Siebenjährigen Krieg 1757 von den Franzosen besetzt und im Juni 1758 vom Herzog Ferdinand von Braunschweig durch Kapitulation eingenommen, jedoch bald wieder verlassen. Im Jahr 1795 wurde sie nach einem heftigen Bombardement durch Kapitulation den Franzosen übergeben und blieb in deren Besitz, bis sie im Frieden von Lunéville 1801 an Bayern zurückgegeben wurde, worauf die Schleifung der Festungswerke erfolgte.
1806 war Düsseldorf Hauptstadt des Großherzogtums Berg und kam mit diesem 1815 an Preußen. Hier wurde die Stadt 1816 Sitz eines Kreises, die Stadt selbst kreisfrei, jedoch bereits 1820 wieder mit dem Landkreis Düsseldorf vereinigt. Der Aufschwung der Stadt Düsseldorf zu heutiger Größe begann im 19. Jahrhundert. 1872 wurde Düsseldorf erneut kreisfrei. Gegen 1880 bestand Düsseldorf aus sechs Stadtteilen: der Altstadt (dem ursprünglichen Düsseldorf), auf der Nordseite der Düssel, mit engen und unregelmäßigen Straßen, der Carlstadt, an der Südseite der Altstadt (1767 angelegt), der in einiger Entfernung liegenden Neustadt, die 1690-1716 erbaut wurde, der Friedrichsstadt am Südostende, der Königstadt und Pempelfort an der Ostseite. Bei der Volkszählung vom 1. Dezember 1880 lebten in der Stadt auf 49 Quadratkilometer Fläche 95.458 Menschen, im Landkreis Düsseldorf auf 362 Quadratkilometer 52.994.
Am frühen Nachmittag des 8. März 1921 überflogen französische Erkundungsflugzeuge Düsseldorf und die Nachbarstadt Duisburg. Gegen Mittag rückten französische und belgische Truppen in die beiden Städte ein und besetzten sie. Zwei Jahre später begannen sie von ihren Brückenköpfen Duisburg und Düsseldorf aus mit der Besetzung des Ruhrgebiets. Mit Annahme des Dawes-Plans am 1. September 1925 durch die deutsche Regierung wurde die Besatzung des Ruhrgebiets und Düsseldorfs beendet. 1929 ging der Landkreis Düsseldorf größtenteils im neuen Landkreis Düsseldorf-Mettmann auf, der nördliche Teil wurde den Städten Duisburg und Mülheim zugeschlagen. Düsseldorf-Mettmann wurde bei der Kreisreform 1975 in Kreis Mettmann umbenannt.
Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten kam es schon am 11. April 1933 in Düsseldorf zur ersten Verbrennung „unerwünschter Literatur“ (unter anderem von Büchern Heinrich Heines) durch die Hitlerjugend. Am 10. November 1938 wurden in der Reichskristallnacht die Synagogen auf der Kasernenstraße und in Benrath niedergebrannt, die jüdische Bevölkerung der Stadt verfolgt und mindestens acht Personen ermordet. Am 27. Oktober 1941 fuhr der erste Zug mit Düsseldorfer Juden vom Güterbahnhof Derendorf in die Konzentrationslager in Polen. 1944 lebten in den etwa 400 Lagern Düsseldorfs rund 35.000 ausländische Zivilarbeiter, mehrere 1000 Kriegsgefangene sowie KZ-Häftlinge, die in der Stadt Zwangsarbeit leisten mussten.
Im Zweiten Weltkrieg fielen 1940 die ersten Bomben auf Düsseldorf. Die alliierten Luftangriffe forderten bis 1945 mehr als 5.000 Tote unter der Zivilbevölkerung. Etwa die Hälfte der Gebäude wurden zerstört, rund 90 Prozent beschädigt. Alle Rheinbrücken, die meisten Straßen, Hochwasserdeiche, Unter- und Überführungen sowie das städtische Entwässerungsnetz waren größtenteils zerstört worden. Die Trümmermenge wurde auf etwa zehn Millionen Kubikmeter geschätzt. Kurz vor Ende des Krieges versuchten im April 1945 einige Düsseldorfer Bürger die führenden Nationalsozialisten der Stadt festzusetzen, um die Stadt kampflos an die Alliierten zu übergeben. Der Versuch scheiterte teilweise, einige Bürger wurden standrechtlich erschossen. Am 17. April 1945 besetzten US-amerikanische Truppen die Stadt nahezu kampflos. Nach dem Krieg begann der Wiederaufbau der Stadt.
Das Werden der modernen Handels- und Industriestadt Düsseldorf brachte zwar die Niederlassung von Industrieunternehmen mit sich, aber Düsseldorf wurde mehr eine Stadt der Unternehmensverwaltungen, der „Schreibtisch des Ruhrgebiets“, wie man sagte. Diese und andere Entwicklungen führten dazu, dass Düsseldorf Wirtschaftszentrum und Messestandort (seit 1971), Kulturmetropole (1970 Eröffnung des neuen Schauspielhauses, 1978 der Tonhalle, 1986 der Kunstsammlung NRW) und Universitätsstadt (seit 1965), eine Stadt internationalen Zuschnitts („Klein-Paris“; größte Japanerstadt Europas), aber besonders in der Altstadt auch noch provinziell-rheinischen Gepräges und schließlich Hauptstadt von Nordrhein-Westfalen (seit 1946) ist.
Folgende Städte und Gemeinden beziehungsweise Gemarkungen oder Teile von Gemeinden wurden nach Düsseldorf eingegliedert (die Zahlen hinter den Orten geben den Flächenzuwachs in km² wieder):
¹ der Monheimer Stadtteil Hitdorf wurde nach Leverkusen eingegliedert. Aufgrund des Gesetzes über Gebietsänderungen im Neugliederungsraum Düsseldorf wurde Monheim mit Wirkung vom 1. Juli 1976 wieder ausgegliedert und zur eigenständigen Stadt erklärt. Lediglich ein kleiner kaum bewohnter Teil der Urdenbacher Kämpe verblieb bei Düsseldorf. Der ehemalige Stadtteil Hitdorf verblieb weiterhin bei Leverkusen.
Mit Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert setzte in Düsseldorf ein starkes Bevölkerungswachstum ein. Lag die Einwohnerzahl der Stadt 1834 bei rund 20.000, so überschritt diese schon 1882 die Grenze von 100.000, wodurch Düsseldorf zur Großstadt wurde. 1905 hatte die Stadt 250.000 Einwohner, bis 1933 verdoppelte sich diese Zahl auf 500.000. Im Jahre 1962 erreichte die Bevölkerungszahl mit 705.391 ihren historischen Höchststand.
Am 30. Juni 2005 betrug die „Amtliche Einwohnerzahl“ für Düsseldorf nach Fortschreibung des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen 573.449 (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern). Damit sank die Einwohnerzahl seit 1962 um rund 20 Prozent (131.942 Personen).
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamtes. Die Angaben beziehen sich ab 1871 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1871 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt. Einwohnerentwicklung duesseldorf.png | Duesseldorf_Bevoelkerungsentwicklung_01_KMJ.png
| Jahr | Einwohner | - | 1632 | 5.000 | - | 1703 | 8.573 | - | 1792 | 18.794 | - | 1. Dezember 1834 ¹ | 21.421 | - | 1. Dezember 1840 ¹ | 22.477 | - | 3. Dezember 1855 ¹ | 29.085 | - | 3. Dezember 1858 ¹ | 38.765 | - | 3. Dezember 1861 ¹ | 37.900 | - | 3. Dezember 1864 ¹ | 44.300 | - | 3. Dezember 1867 ¹ | 63.400 | - | 1. Dezember 1871 ¹ | 69.365 | - | 1. Dezember 1875 ¹ | 80.695 | - | 1. Dezember 1880 ¹ | 95.458 | - | 1. Dezember 1885 ¹ | 115.190 | - | 1. Dezember 1890 ¹ | 144.642 | - | 2. Dezember 1895 ¹ | 175.985 | - | 1. Dezember 1900 ¹ | 213.711 | - | 1. Dezember 1905 ¹ | 253.274 | - | 1. Dezember 1910 ¹ | 358.728 | - | 1. Dezember 1916 ¹ | 354.747 | - |
|---|
| Jahr | Einwohner | - | 5. Dezember 1917 ¹ | 374.770 | - | 8. Oktober 1919 ¹ | 407.338 | - | 16. Juni 1925 ¹ | 432.633 | - | 16. Juni 1933 ¹ | 498.600 | - | 17. Mai 1939 ¹ | 541.410 | - | 31. Dezember 1945 | 392.316 | - | 29. Oktober 1946 ¹ | 420.909 | - | 13. September 1950 ¹ | 500.516 | - | 25. September 1956 ¹ | 654.850 | - | 6. Juni 1961 ¹ | 702.596 | - | 31. Dezember 1965 | 698.007 | - | 27. Mai 1970 ¹ | 663.586 | - | 31. Dezember 1975 | 664.336 | - | 31. Dezember 1980 | 590.479 | - | 31. Dezember 1985 | 561.686 | - | 25. Mai 1987 ¹ | 563.531 | - | 31. Dezember 1990 | 575.794 | - | 31. Dezember 1995 | 571.030 | - | 31. Dezember 2000 | 569.364 | - | 30. Juni 2005 | 573.449 |
|---|
Die Reformation konnte sich ab 1527 teilweise durchsetzen. Dies wurde vor allem durch den Reformkatholizismus von Herzog Wilhelm V. begünstigt. Neben dem Psalmengesang wurde auch das Abendmahl in beiderlei Gestalt in der Stiftskirche St. Lambertus eingeführt. Dies war die Gründung der lutherischen Gemeinde. 1571 gab es wieder einen Umschwung am Hofe, demzufolge die Protestanten unterdrückt wurden. Die lutherische Gemeinde und die 1573 gegründete reformierte Gemeinde trafen sich danach heimlich, bis die Unterdrückung ab 1590 beendet wurde. Ab 1609 konnten die Protestanten zunächst ihre Gottesdienste öffentlich abhalten, die Reformierten in ihrem Predigthaus an der Andreasstraße, die Lutheraner an der Bergerstraße. 1614 setzte unter dem katholischen Herrscher Wolfgang Wilhelm wieder die Unterdrückung ein. Bis Mitte des 17. Jahrhunderts konnten die Protestanten nur heimlich ihre Gottesdienste abhalten. Dann erhielten sie das Recht der freien Religionsausübung. Die erste überlieferte evangelische Predigt in Düsseldorf im Predigthaus an der Bolkerstraße, das aus dem Jahr 1651 erhalten ist. 1683 konnte sich die reformierte Gemeinde ihre eigene Kirche erbauen, die 1916 den Namen Neanderkirche erhielt. Der Turm wurde 1687 fertig gestellt. Im gleichen Jahr entstand die lutherische Kirche an der Bergerstraße. Gehörte die protestantische Gemeinde Düsseldorfs zunächst zur kölnischen Klasse, später zur Bergischen Synode (1589), so wurde Düsseldorf 1611 Sitz einer eigenen Klasse (Kirchenverwaltungsbezirk).
Nach dem Übergang an Preußen vereinigten sich 1825 die beiden protestantischen Kirchengemeinden zur "Evangelischen Gemeinde Düsseldorf", die zur Superintendentur Düsseldorf gehörte. Bereits 1815 war Düsseldorf Sitz des preußischen Oberkonsistoriums der Provinz Jülich-Kleve-Berg geworden, doch zog dieses bereits 1816 nach Köln um. 1827 gab es in Düsseldorf eine Synode. Die protestantische Gemeinde Düsseldorf wuchs ständig und weitere Kirchen wurden gebaut, so etwa die Johanneskirche am Martin-Luther-Platz (1881), die Christuskirche (1899), die Friedenskirche (1899) und die alte Matthäikirche (1899) sowie die Kreuzkirche (1910). 1905 entstand aus Teilen der Gemeinden Urdenbach und Gerresheim die Kirchengemeinde Eller-Wersten. Durch die Eingemeindungen gab es weitere Kirchengemeinden im Stadtgebiet. Am 1. Oktober 1934 wurde der Sitz des Konsistoriums der rheinischen Provinzialkirche Preußens beziehungsweise der Evangelischen Kirche im Rheinland von Koblenz nach Düsseldorf verlegt. 1936 wurde für alle Düsseldorfer evangelischen Gemeinden ein Gesamtverband gegründet. 1948 wurde die Kirchengemeinde Düsseldorf aufgeteilt. Auch in den Außenbezirken gab es Veränderungen in den Kirchengemeinden.
1964 wurde der Kirchenkreis Düsseldorf in die Kirchenkreise Düsseldorf-Mettmann, Düsseldorf-Nord, Düsseldorf-Ost und Düsseldorf-Süd aufgeteilt, wobei der Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann vor allem Kirchengemeinden außerhalb der Stadt Düsseldorf umfasst. Die 3 Kirchenkreise im Stadtgebiet bilden heuten den Kirchenkreisverband Düsseldorf innerhalb der Evangelischen Kirche im Rheinland
Die evangelischen und katholischen Gemeinden in Düsseldorf sind Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK). Dieser Arbeitsgemeinschaft gehören noch folgende Düsseldorfer Gemeinden und Kirchen an: Anglikanische Kirche, Apostolische Gemeinschaft, Christliches Zentrum Düsseldorf (Pfingstbewegung), Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten), Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK), Evangelisch-Methodistische Kirche (Methodisten), Freie Evangelische Gemeinde, Die Heilsarmee, Herrnhuter Brüdergemeine, Jesus-Haus-Gemeinde, Gemeinde der Altkatholiken, Kommission der Orthodoxen Kirche in Düsseldorf – Verband der Gemeinden (Griechisch-Orthodoxe, Russisch-Orthodoxe, Rumänisch-Orthodoxe und Serbisch-Orthodoxe Gemeinde), Koptisch-Orthodoxe Kirche und Ukrainisch-Orthodoxe Gemeinde.
Ferner sind in Düsseldorf auch die Neuapostolische Kirche, die Christengemeinschaft und die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) vertreten.
Der jüdischen Gemeinde Düsseldorf, mit ihrer Synagoge auf der Zietenstraße in Stadtteil Derendorf, gehören 7319 Mitglieder an.
Des Weiteren gibt es einen buddhistischen Tempel am Eko-Haus.
Während der Zeit der Nationalsozialisten wurde der Oberbürgermeister von der NSDAP eingesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die Militärregierung der Britischen Besatzungszone einen neuen Oberbürgermeister ein und führte 1946 die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen vom Volk gewählten "Rat der Stadt", dessen Mitglieder man als "Stadtverordnete" bezeichnet. Der Rat wählte anfangs aus seiner Mitte den Oberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt, welcher ehrenamtlich tätig war. Des Weiteren wählte der Rat ab 1946 ebenfalls einen hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. 1999 wurde die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen Oberbürgermeister. Dieser ist Vorsitzender des Rates, Leiter der Stadtverwaltung und Repräsentant der Stadt. Er wurde 1999 erstmals direkt von den Bürgern gewählt.
| CDU | SPD | GRÜNE | FDP | PDS | REP | GRAUE | LEMMER-Liste | Gesamt | |
| 2004 | 37 | 25 | 10 | 5 | 2 | 1 | 1 | 1 | 82 |
Stadtwappen der kreisfreien Stadt Düsseldorf.png Das ursprüngliche Wappen der Stadt Düsseldorf - nur mit dem Anker - ist zugleich mit der Stadterhebung entstanden. Der Anker weist auf die Beziehung der Stadt und ihrer Bürger zur Rheinschifffahrt hin. Seit dem Ende des 17. Jahrhunderts trat neben dieses einfache Wappen ein zweites, das dem seit Mitte des 16. Jahrhunderts auf Anordnung des Landesherrn verwendeten Siegel des Düsseldorfer Schöffenkollegiums nachgebildet war. Es zeigt den Bergischen Löwen, das Wappentier der bergischen Herzöge, der den Anker in seinen Pranken hält. Um die Mitte des 18. Jahrhunderts hatte dieses aufwändig gestaltete Bild das ältere, einfache Stadtwappen endgültig verdrängt. Nach zahlreichen Abwandlungen im 19. und 20. Jahrhundert befreite der Heraldiker Prof. Otto Hupp das Wappen 1938 von späteren Zutaten und gab ihm die heute gebräuchliche Form: Im silbernen Schilde der aufgerichtete, doppelgeschwänzte, blaugekrönte und -bewehrte rote Löwe der Herzöge von Berg, der einen gesenkten blauen Anker in seinen Pranken hält. Die zugehörige Stadtflagge ist rot-weiß belegt mit dem Wappen.
| Reading, Vereinigtes Königreich, seit 1988, doch schon seit 1947 Verbindungen beider Städte | |
| Chemnitz, Sachsen, seit 1988 | |
| Haifa, Israel, seit 1988, seit 1978 bereits freundschaftliche Verbindungen | |
| Warschau, Polen, seit 1989 | |
| Moskau, Russland, seit 1992 | |
| Chongqing, Volksrepublik China, seit 2004 |
Freundschaftliche Beziehungen bestehen seit den 1970er Jahren auch mit der Flag of Norway.svg norwegischen Stadt Lillehammer und seit 2003 mit der Hauptstadt der Balearen Flag of Spain.svg Palma de Mallorca (Spanien).
1818 gründete sich der Städtische Musikverein zu Düsseldorf und veranstaltete das erste von vielen niederrheinischen Musikfesten, die im 19. Jahrhundert, auch durch die Mitwirkung von Felix Mendelssohn Bartholdy und Robert Schumann, beides Musikdirektoren in Düsseldorf, internationale Bedeutung hatten. Der Städtische Musikverein kann auf eine ungebrochene und musikhistorisch außerordentliche Geschichte von 1818 bis heute verweisen und gilt als der musikalische Botschafter der Stadt in allen großen Konzertsälen Deutschlands und Europas.
1995 gründete sich der „Jazz in Düsseldorf e.V.“, welcher im Auftrag des Kulturamtes Jazz-Konzerte und andere Veranstaltungen anbietet.
Ein weiterer bedeutender Klangkörper der Stadt auf dem klassischen Sektor ist der Figuralchor Düsseldorf e.V.
Auf dem Sektor der Unterhaltungsmusik war Düsseldorf in den 1970er Jahren ein Zentrum der elektronischen Popmusik. International bekannt waren und sind vor allem Kraftwerk, aber auch Neu! und La Düsseldorf.
Anfang der Achtziger des 20. Jahrhunderts war Düsseldorf neben Berlin und Hamburg Hochburg der deutschen Punk- und NDW-Musik. Die wichtigsten Bands waren Die Toten Hosen ,Male, Deutsch-Amerikanische Freundschaft, Mittagspause, Fehlfarben, Der Plan, KFC, Tommi Stumpff, Die Krupps und Nachzehrer.
Aber auch eine Reihe, teils international bekannte, 80er Jahre Metal Bands stammen aus Düsseldorf, so z. B. Warlock (mit Doro Pesch, die ab 1989 solo unter Doro weiter machte), Stormwind, Warrant, Assassin, als auch aktuelle Bands wie beispielsweise Voodoma.
Auch kleine Bands wie Proberaum (Band) sind in Düsseldorf populär.
In der Altstadt findet man nur noch vereinzelt sehr alte Häuser, die unter Denkmalschutz stehen. Historische Ortskerne können dagegegen die Stadtteile Kaiserswerth und Gerresheim vorweisen. Der dörfliche Charakter der Ortskerne von Angermund, Kalkum, Oberlörick, Heerdt, Hamm, Himmelgeist und Urdenbach ist weitgehend erhalten geblieben. Nachfolgend werden die bedeutendsten Bauwerke der Stadt (chronologisch nach Baujahren) genannt.
Botanischer garten duesseldorf.JPG
Beliebt in gastronomischer Hinsicht ist auch die linke Rheinseite mit den Stadtteilen Oberkassel und Niederkassel. In Bilk hat sich in den letzten Jahrzehnten zaghaft eine studentische Kneipenkultur entwickelt. In den Stadtteilen Flingern und Derendorf ist eher Szene-Publikum unterwegs. In den genannten Vergnügungszentren und in den zahlreichen Kneipen der Stadtteile wird in erster Linie das obergärige Altbier ausgeschenkt. Alle Kneipen bieten aber auch Pils an, oft sogar aus dem Fass. Kölsch wird man zwar meistens vergeblich suchen, aber es gibt trotzdem Gaststätten, die dieses Bier ausschenken. Eine beliebte Flaniermeile ist die Königsallee (Kö). „Sehen und gesehen werden“ heißt hier das Motto. Die zahlreichen Straßencafes des Boulevards laden zudem zum Verweilen ein.
In der Oberliga Nordrhein spielt seit der Saison 2004/2005 die Fußballabteilung von TURU 1880 Düsseldorf. Die Spielstätte befindet sich in Düsseldorf Oberbilk an der Feuerbachstrasse.
Lokalkonkurrent TuSa 08 Düsseldorf wurde zwischen 1962 und 1967 fünf mal Deutscher Mannschaftsmeister der Herren (nur unterbrochen durch den Titelgewinn des VfL Osnabrück 1966).
Mit Eberhard Schöler (TuSa und Borussia) und Jörg Roßkopf (Borussia) spielten zwei der erfolgreichsten deutschen Tischtennisspieler lange Jahre in Düsseldorf.
Düsseldorf ist führender Standort in den Branchen Werbung, europäisches Patentwesen, Telekommunikation und Unternehmensberatung sowie Deutschlands "Stadt der Mode". Hier findet sich mit der "Collections Premieren Düsseldorf" (CPD) die größte Modemesse der Welt. Düsseldorf ist nach Frankfurt die zweitgrößte Banken- und Börsenstadt (Börse Düsseldorf). Zahlreiche internationale Firmen haben hier ihren Sitz (Vodafone, Metro AG, ThyssenKrupp, E.ON, Rheinmetall, Henkel, Degussa, WestLB); die größte japanische Kolonie in Kontinental-Europa macht Düsseldorf zum "Nippon am Rhein".
Das Stadtgebiet Düsseldorfs ist von folgenden Bundesautobahnen umgeben beziehungsweise wird teilweise von diesen berührt: Im Norden die Bundesautobahn A 44 Mönchengladbach-Bochum und die Bundesautobahn A 52 Essen-Düsseldorf, im Süden die A 46 Heinsberg-Hagen und die A 59 vom Autobahnkreuz Düsseldorf-Süd in Richtung Leverkusen, im Westen die A 57 Köln-Krefeld und im Osten die A 3 Köln-Oberhausen. Ferner führen die Bundesstraßen B 1, B 7, B 8, B 228 und B 326 durch die Stadt.
Düsseldorf verfügt über die ICE-Fernbahnhöfe Hauptbahnhof und Flughafen, den Regionalbahnhof Benrath sowie 22 S-Bahn-Stationen. Im Eisenbahngüterverkehr ist Düsseldorf jedoch nach Stilllegung und Abbruch seines Rangierbahnhofes Düsseldorf-Derendorf kein Eisenbahnknoten mehr, der größte Güterbahnhof des gesamten Düsseldorfer Eisenbahnkomplexes ist heute im Bahnhof des benachbarten Neuss. Des Weiteren verfügt die Stadt über ein dichtes Netz an Stadtbahnen, Straßenbahnen- und Stadtbus-Linien. Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) in der Stadt wird durch die Rheinbahn, die Regiobahn und die Deutsche Bahn betrieben. Alle Linien sind zu einheitlichen Preisen innerhalb des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr zu benutzen. Bei Fahrten in Richtung Leverkusen und Köln gilt seit dem 1. Februar 2005 der Tarif des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg als Übergangstarif.
Siehe auch Liste Düsseldorfer Bahnhöfe
Düsseldorf ist die einzige Stadt in Deutschland, deren Lichtzeichenanlagen („Ampeln“) über eine separate Gelbphase für Fußgänger verfügen. Das Gelbsignal wird durch einen rechteckigen gelben Balken gekennzeichnet. Während dieser Zeit haben die Fußgänger die Möglichkeit, die Kreuzung zu räumen, ohne - wie in anderen Städten - gegen rot laufen zu müssen. Unmittelbar nachdem das Fußgängersignal von gelb auf rot wechselt, wird die Freigabe für den Querverkehr eingeleitet. Auch vor der Grünphase gibt es für Fußgänger eine kurze rot-gelb-Phase von weniger als einer Sekunde Dauer.
Die Stadt ist auch Sitz des 1990 gegründeten Verbands der Betriebsgesellschaften in Nordrhein-Westfalen e.V. (BGNRW), der die Interessen von 43 Betriebsgesellschaften des nordrhein-westfälischen Lokalfunks vertritt. Der Verband ist Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Privater Rundfunk (APR) mit Sitz in München. In Düsseldorf ist die private Rundfunkstation Antenne Düsseldorf mit Rahmenprogramm von Radio NRW ansässig.
Als Tageszeitungen erscheinen in Düsseldorf die Westdeutsche Zeitung und die Rheinische Post sowie eine Lokalausgabe des Express und der in Essen erscheinenden Neuen Rhein/Neue Ruhr-Zeitung. Als bedeutende überregionale Veröffentlichungen sind das Handelsblatt und die Wirtschaftswoche zu nennen.
Wöchentlich erscheint das Düsseldorfer Amtsblatt und die Anzeigenblätter "Düsseldorfer Anzeiger" und "Rheinbote".
Weitere Auszeichnungen sind der "Große Ehrenring", der "Jan-Wellem-Ring" und die "Verdienstplakette".
Ort in Nordrhein-Westfalen | Düsseldorf | Rheinland | Deutsche Landeshauptstadt
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