| Wappenrecht | Karte |
|---|---|
| Wappen_dueren.jpg | Lage der Stadt Düren in Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen |
| Regierungsbezirk: | Köln |
| Kreis: | Düren |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 125 NN |
| Fläche: | 85,02 km² |
| Einwohner: | 93.486 (31. Dezember 2004) |
| Bevölkerungsdichte: | 1.100 Einwohner je km² |
| Postleitzahlen: | 52349/52351/52353/52355 |
| Vorwahl: | 02421 |
| Kfz-Kennzeichen: | DN |
| Gemeindeschlüssel: | 05 3 58 008 |
| Stadtgliederung: | 15 Ortsteile bzw. Stadtbezirke |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Kaiserplatz 2-4 52349 Düren |
| Offizielle Webseite : | www.dueren.de |
| Politik | |
| Bürgermeister : | Paul Larue (CDU) |
Durch die Lage am Rand der Nordeifel sind sowohl der Nationalpark Eifel als auch größere Städte wie Aachen, Düsseldorf und Köln schnell erreichbar.
Den größten Anteil an der Flächenverteilung hatten im Jahr 1999 Landwirtschaftsflächen mit ca. 52 %, Gebäude- und Freiflächen mit fast 24 %, sowie Wald- und Verkehrsflächen mit jeweils ungefähr 9 %.
Die ehemals selbstständigen Orte wurden am 1. Januar 1972 eingegliedert. Der größte Stadtteil – neben dem alten Stadtgebiet – war Ende 2003 Birkesdorf mit 8.130 Einwohnern, der kleinste Kufferath mit 336.
Durum sollte der Versorgungsraum für die sich schnell vergrößernde römische Station Köln werden. Außerdem führten wichtige römische Verkehrswege an Durum vorbei (z. B. die Straße Köln–Jülich–Tongeren oder die Straße Köln–Zülpich–Trier). Etwa 400 Jahre lang blieben die Römer in dieser Gegend. Die Bezeichnung „villa duria“ taucht zum ersten Mal in den Fränkischen Reichsannalen (Metzer Annalen) für das Jahr 747 auf. Laut August Schoop hat es in Düren keine römische Siedlung gegeben (Geschichte der Stadt Düren. Düren 1923).
Nach dem Ende der römischen Herrschaft kamen die Franken im 5. Jahrhundert nach Düren. Der Frankenkönig Pippin der Kleine besuchte im 8. Jahrhundert öfter die römische Ansiedlung Villa Duria und hielt hier wichtige Versammlungen ab. Die erste offizielle Erwähnung Dürens als Villa Duria stammt aus dem Jahre 747. Pippin war der Vater des berühmten späteren Kaisers Karl der Große. Aus dem früheren keltischen Durum (= Burg) machten die Franken eine Königsburg, die sie Pfalz nannten und in der Karl der Große (742-814) sich häufig aufhielt. Sie stand dort, wo heute die Annakirche gebaut ist. Durch die häufigen Besuche Karl des Großen entstanden bald viele Märkte, z. B. Kornmarkt, Viehmarkt, Holzmarkt, Hühnermarkt, Buttermarkt, die zum Aufschwung Dürens beitrugen.
Düren erhielt Anfang des 13. Jahrhunderts die Stadtrechte. Um 1200 wurde auch mit der Errichtung der Stadtmauer begonnen. Zur Stadtmauer gehörten 12 Stadttürme und 5 Stadttore. Die Stadttore lagen zu allen 4 Himmelsrichtungen hin. Es waren: im Norden das Philippstor und das Wirteltor, im Osten das Kölntor, im Süden das Obertor und im Westen das Holztor (von den Stadttürmen gibt es heute noch Ruinenreste).
Der Steinmetz Leonhard entwendete im Jahre 1501 ein Kästchen mit der Reliquie der Heiligen Anna aus der Mainzer Stiftskirche St. Stephan und brachte diese nach Düren. Papst Julius II. entschied am 18. März 1506, dass Düren die Gebeine behalten durfte. Sie wurden in der Martinskirche, die 1505 in Annakirche umbenannt wurde, aufbewahrt. Offiziell ist die Kirche möglicherweile erst sehr viel später umbenannt worden, noch im 19. Jahrhundert war die Rede von der Pfarrkirche zum hl. Martinus. Die Heilige Anna wurde die Schutzpatronin Dürens. Jedes Jahr feiert man den Namenstag der Hl. Anna (26. Juli) eine Woche lang mit der Annaoktav, einer kirchlichen Feier und der Annakirmes, einem der größten Volksfeste Deutschlands.
Nachdem Herzog Wilhelm IV. * von Jülich 1542 einen Krieg gegen den deutschen Kaiser Karl V. begann, wurde Düren 1543 von den Truppen des Kaisers belagert. Diese drangen in die Stadt ein, zündeten sie an und raubten und plünderten die Stadt aus. Der Wiederaufbau dauerte einige Zeit und 1563 war der die Annakirche wieder fertig.
Düren wurde 1642 auch in den Dreißigjährigen Krieg verwickelt. Feindliche Truppen zerstörten und verwüsteten die Stadt. Nachdem 1648 der Krieg endlich zu Ende war, brach die Pest aus und forderte viele Menschenleben. Eine zweite Pestepidemie brach 1665 aus. Durch verschiedene Angriffe auf die geschwächte Stadt wurde Düren 1679 wieder teilweise zerstört. In dieser Zeit wurde auch Miesheim zerstört und nie wieder aufgebaut.
Gegen Ende des Jahres 1755 begann in der Gegend von Düren und Aachen eine Erdbebenserie, die am 18. Februar 1756 ihren Höhepunkt mit einem Erdbeben der Stärke 8 bei Düren erreichte. Es handelt sich dabei um eine Erdbebenserie, die in ganz Europa zu spüren war, das berühmteste Beispiel ist Lissabon. (Siehe Erdbebengebiet Kölner Bucht.)
Das Wirtschaftsleben im Dürener Raum wurde seit dem 15. Jahrhundert durch das Textilgewerbe (Tuche) und das Metallgewerbe (Eisen) bestimmt. Seit Anfang des 17. Jahrhunderts kam die Papiererzeugung, begünstigt durch das außergewöhnlich weiche Wasser der Rur, dazu. Rütger von Scheven errichtete 1710 die 1. Papiermühle in Düren. 1812 gab es in Düren schon 17 Papierfabriken, 11 Tuch- und Deckenfabriken, ein Walzwerk und zwei Eisengießereien.
Im Jahre 1794 wurde Düren durch französische Revolutionstruppen besetzt. Von 1798 bis 1814 war es Hauptort eines gleichnamigen Kantons im Arrondissement Aachen des französischen Roerdepartements. Durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses kam es 1815 zu Preußen.
Um 1900 galt Düren als eine der wohlhabendsten Städte Deutschlands (hier wohnten 42 Millionäre und es gab 93 fabrikmäßige Betriebe) und als zweitreichste Stadt in Preußen. 1805 lebten hier 4563 Bürger, 1900 waren es schon 27.168.
Am 16. November 1944 wurde Düren durch einen Alliiertenangriff im Zweiten Weltkrieg völlig zerstört. Ungefähr 22.000 Menschen lebten zu der Zeit in der Stadt, von denen 3.000 beim Bombenangriff starben. Das Weiterleben in der fast vollständig zerbombten Stadt war nicht mehr möglich. Die noch lebenden Dürener mussten ihre Heimat verlassen und wurden nach Mitteldeutschland evakuiert. Es lebten nur noch 4 Menschen nach dem Fliegerangriff in Düren.
1945 lag die Stadt in der Hauptkampffront. Am 25. Februar 1945 überquerten die amerikanischen Truppen die Rur bei Düren. Nach Kriegsende kehrten schon im Sommer 1945 viele evakuierte Dürener in ihre zerstörte Stadt zurück und fingen gegen die Empfehlung der amerikanischen Besatzer mit dem Wiederaufbau an. Im Juni 1945 waren wieder 3806 Bürger in Düren. Die Architektur Dürens ist deswegen durch den Stil der 50er Jahre geprägt.
Von 1894 bis 1975 gab es in Düren den Titel „Oberbürgermeister“ und somit auch Oberstadtdirektor.
Die Gattin des Dürener Bürgermeisters, Marion Larue, taufte am 9. September 2002 auf dem Frankfurter Flughafen einen Airbus A340 auf den Namen „Düren“. Die Maschine hat 247 Sitzplätze und fliegt hauptsächlich in die Metropolen Nord- und Südamerikas, Afrikas und Asiens.
siehe auch: Liste deutscher Museen nach Orten, Liste deutscher Museen nach Themen
Die evangelische Christuskirche hatte bei ihrer Einweihung am 4. April 1954 den höchsten freistehenden Kirchturm Deutschlands.
Düren ist in der 1. Volleyball-Bundesliga durch evivo Düren erfolgreich vertreten. In der Saison 2004/2005 wurde die Mannschaft deutscher Vizemeister. In der Saison 2005/2006 konnte die Mannschaft diesen Erfolg wiederholen und unterlag erst im fünften Spiel der Best-of-Five Finalserie Friedrichshafen. Die Fußball-Mannschaft des GFC Düren 09 spielt in der Oberliga Nordrhein. Das für die Volleyball-Abteilung des GFC spielende Beachvolleyball-Duo Susanne Lahme / Danja Müsch hat an den Olympischen Spielen 2004 in Athen teilgenommen. Im Herbst 2004 stieg erstmalig die 1. Frauenmannschaft der Schwimmabteilung des Dürener TV in die 2. Bundesliga auf.
Zum Schwimmen im Freien gibt es zwei Badeseen in Echtz und Gürzenich, für Freunde des Golfsports den 18-Loch-Golfplatz des GC Düren in Gürzenich.
Außerdem gibt es in den Stadtteilen Birkesdorf und Gürzenich zwei besonders in der Jugend erfolgreiche Handballvereine. So spielen die männl. C-,B-Jugend sowie die weibl. C-Jugend des TV Birkesdorf's in der Oberliga, welche in diesen Alterklassen die höchste deutsche Liga darstellt. Bei Gürzenich ist besonders die A-Jugend zu erwähnen, welche immerhin Verbandsliga spielt.
In der Pleußmühle – einer alten Getreidemühle mit Ursprüngen im 13. Jahrhundert – befindet sich das Komm-Zentrum, in dem mehrmals pro Woche Musik-, Kabarett- und Theaterveranstaltungen stattfinden.
In der alten Tuchfabrik hat sich die EndArt etabliert. Hier findet Freitags und Samstags eine Rockdisco oder ein Rave statt. Daneben gibt es Liveauftritte lokaler und überregionaler Musikgruppen.
Seit 1998 probt im Schulgebäude Gürzenich die Brass Band Düren. Eine von insgesamt 11 deutschen Brass Bands in original englischer Besetzung, die es sich zum Ziel gemacht hat diese Musikform hier bekannter zu machen.
Im Haus der Stadt, einem Veranstaltungshaus der Stadt Düren, finden regelmäßig Konzerte, Theateraufführungen und Vorträge statt. Auf der Internetseite der Stadt Düren unter Kultur und Freizeit - Haus der Stadt befinden sich weitere Informationen.
Seit 2004 gibt es die Arena Kreis Düren, die auch für Großveranstaltungen geeignet ist.
Weiterhin gibt es die Celan Theaterschule auf Schloss Burgau, sowie viele Schultheatergruppen, von denen insbesondere das Junge Theater des Gymnasium am Wirteltor erwähnenswert ist.
Eine weitere regelmäßige Veranstaltung ist die Internationale Biennale der Papierkunst PaperArt, die seit 1986 alle zwei Jahre im Papiermuseum und Leopold-Hoesch-Museum durchgeführt wird. Hier stellen Künstler aus verschiedenen europäischen und außereuropäischen Ländern Kunstwerke vor, die aus Papier geschaffen wurden oder die Papier enthalten. Die bisherigen Biennalen waren:
Seit 1991 finden jährlich die Dürener Jazztage statt. Lokale Bands und internationale Größen des Jazz treten von Mittwoch bis Sonntag auf verschiedenen Bühnen auf. Als Höhepunkte gelten die „Kneipentour“ am Samstag, bei der viele Gaststätten in der Stadt kostenlose Livemusik bieten, und die Jazzparade am Sonntag. 2005 trat u.a. die Gruppe Joo Kraus & Basic Jazz Lounge auf.
Düren bezeichnet sich auf gerne als „Stadt der Märkte“. So gibt es den
Durch die Rurtalbahn besteht eine gute Anbindung im Nahverkehr zwischen Linnich, Düren und Heimbach. Außerdem liegt der Bahnhof an der Strecke Aachen-Köln.
Buslinien aus allen Himmelsrichtungen treffen sich am ZOB, dem zentralen Omnibusbahnhof. Die regionalen Buslinien werden u.a. von der Dürener Kreisbahn bedient.
Düren verfügt über eine Anbindung an die Autobahn A4. In Richtung Jülich bietet sich dann noch die Möglichkeit zur Nutzung der A44. Düren liegt an den Bundesstraßen B 56, B 264 und B 399. Anfang 2003 gab es im Kreis Düren 104.089 registrierte PKW, 6.045 Nutzfahrzeuge, 3.578 Krafträder und 4.384 Anhänger.
Der Fremdenverkehr in Düren zählte im Jahr 2002 72.155 Übernachtungen. Im Jahr 2004 waren es 57.402 Übernachtungen, die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in Düren betrug 1,7 Tage.
Neben der Dürener Kreisbahn existierte mit der Dürener Eisenbahn AG, kurz DEAG zwischen 1893 und 1968 eine weiter Eisenbahngesellschaft. Sie betrieb eine Linie zwischen Düren und Inden. Neumann-neander-1929.jpg
Die GKD - Gebr. Kufferath AG wurde 1925 gegründet und entwickelte sich die bis heute inhabergeführte Metallweberei GKD - Gebr. Kufferath AG mit Stammsitz in Düren zum international führenden Unternehmen für Filtermedien und Prozessbänder. Außerdem ist GKD inzwischen nach eigenen Angaben auch Weltmarktführer für Architektur- und Designgewebe aus Metall. Zu den jüngsten spektakulären Bauwerken mit GKD-Gewebe zählen unter anderem das Estadio Santiago Bernabéu von Real Madrid, die Formel-1-Rennstrecke in Shanghai oder das Maison Folie in Lille. GKD beschäftigt heute weltweit rund 500 Mitarbeiter, davon 370 in Düren. Mit sieben Werken – zwei in Deutschland, die übrigen in England, Irland, Spanien, USA und Südafrika, Niederlassungen in Frankreich, China und Dubai sowie Vertretungen in aller Welt ist GKD auf allen Kontinenten vertreten.
Visteon ist im ehemaligen Zweigwerk der Firma Ford untergebracht. Beim größten Arbeitgeber der Stadt mit 900 Beschaftigten werden Teile für Fahrzeuge gefertigt.
Die im Januar 1991 gegründete Duria eG an der Kölner Landstraße ist eine bundesweit erfolgreich tätige ärztliche Genossenschaft mit dem Schwerpunkt EDV-Software-Entwicklung für Praxis-, Labor- und Klinikambulanzenverwaltung. In den letzten Jahren ist die Duria eG federführend beteiligt an Entwicklungen im Bereich der Telematik und Telemedizin sowie der Übertragungstechniken (Doctor To Doctor).
Am 8. September 2005 wurde in der Kuhgasse das Stadtcenter Düren eröffnet. Das Einkaufszentrum beherbergt auf insgesamt 15.000 m² Verkaufsfläche 55 Geschäfte, darunter die Hauptmieter Saturn und H & M.
In Düren erscheinen zwei Tageszeitungen, und zwar seit 1872 die „Dürener Zeitung“ als Regionalausgabe der Aachener Zeitung und die „Dürener Nachrichten“ als regionale Ausgabe der Aachener Nachrichten seit 1945.
Dazu gibt es noch wöchentliche Werbezeitungen für die Stadt und den Kreis Düren, nämlich den SuperSonntag, die DN-Woche und den DN-Markt.
Als besondere Bildungseinrichtungen existieren die Rheinische Schule für Blinde, die eine Schulausbildung für sehbehinderte Kinder vom Vorschulalter bis zur 10. Klasse durchführt, sowie das Berufsförderungswerk Düren gGmbH, das berufliche Bildung für Blinde und Sehbehinderte ermöglicht.
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