LocatieDuinkerke.PNG | Stadhuisduinkerke.jpg | Plage de Dunkerque.jpg | Belfortduinkerke.jpg Dünkirchen (französisch: Dunkerque; niederl.: Duinkerke) ist eine französische Hafenstadt an der Kanalküste im Département Nord im westflämischen Sprachgebiet Französisch-Flanderns. Die Stadt zählt mehr als 70.000 Einwohner, lebt vom Hafen und großen Industrieansiedlungen und beherbergt eine Universität mit ca. 10.000 Studenten.
Historische Bedeutung erlangte Dünkirchen zu Beginn des Zweiten Weltkrieges, als hier die British Expeditionary Forces (Britisches Expeditionskorps, BEF) und Teile der geschlagenen französischen Armee von den Deutschen eingekesselt wurden. Die Truppen konnten aber zum größten Teil nach England evakuiert werden.
Andererseits weckte die Lage der Stadt seit jeher Begehrlichkeiten. Im Laufe ihrer Geschichte gehörten die „dütsch”-sprachigen (niederfränkische bzw. niederländische Mundart des Niederdeutschen) Bewohner abwechselnd zu Flandern, Burgund, den spanischen und den österreichischen Niederlanden, zu England und zuletzt 1662 zum französischsprachigen Frankreich. Von da ab wurde es mit starken Festungswerken umgeben. Im 17. und 18. Jahrhundert war Dünkirchen ein Stützpunkt der französischen Korsaren. Im 19. Jahrhundert stieg die Stadt zum drittgrößten Hafen Frankreichs auf.
Bereits im Ersten Weltkrieg war die Stadt Ziel deutscher Bombardements und Offensiven, wie der ersten Flandernschlacht.
Im Zweiten Weltkrieg im Frühjahr 1940 wurde Dünkirchen bei den Kämpfen zwischen der deutschen und der eingekesselten britischen Armee in der Schlacht um Dünkirchen weitgehend zerstört. In der Operation Dynamo schaffte es die britische Marine, den größten Teil der Truppen nach Großbritannien zu retten. Nach der Invasion der Alliierten 1944 wurde Dünkirchen von der Wehrmacht zur Atlantikfestung erklärt und bis zum Kriegsende erfolgreich verteidigt.
Ort in Nord-Pas-de-Calais | Ort mit Seehafen
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