Die Dänen sprechen Dänisch, eine nordgermanische Sprache. Die Mehrzahl der 5,5 bis 6 Mio. Dänen lebt in Dänemark; daneben gibt es Minderheiten im Norden Schleswig-Holsteins (Südschleswig), auf Grönland, auf den Färöern, sowie in den Einwanderungsländern USA, Kanada und Argentinien.
Zwischen 200 und 500 n. Chr. wanderten die skandinavischen Vorfahren der Dänen aus Norwegen und Schweden in das heutige Dänemark ein. Bis in das 9. Jahrhundert kam es zu Eroberungszügen und Besiedelung von Teilen Englands durch dänische Wikinger. 960 lässt sich der Dänische König Harald Blauzahn taufen. Die Dänen werden Christen. 1536 werden die Dänen evangelisch-lutherisch.
In der ehemaligen dänischen Besitzung Island leben knapp 1.000 Dänen und bilden hier somit die zweitgrößte Ausländergruppe.
11,2 % der Bewohner Grönlands sind ethnische Dänen.
Die Dänen in Südschleswig sind wie Sorben, Friesen und Sinti und Roma als nationale Minderheit in der Bundesrepublik Deutschland anerkannt. Offizielle Stellen in Deutschland schätzen die Zahl der ethnischen Dänen auf 50.000. Diese Zahl wird teilweise angezweifelt. So gibt es Schätzungen, die sich auf die Abstimmung über die Nationale Zugehörigkeit von 1920 berufen, für die in der Abstimmungszone II, dem nördlichen Teil des heutigen Südschleswigs, rund 12.800 Personen für Dänemark votierten. Diese Schätzungen gehen von heute 15.000 ethnischen Dänen in Schleswig-Holstein aus.
Etwa 6.300 Einwohner Schleswig-Holsteins haben die dänische Staatsbürgerschaft. In dänischen Vereinen sind über 20.000 Mitglieder organisiert.
Im Landtag von Schleswig-Holstein sind die Dänen zusammen mit der nationalen Minderheit der Friesen durch den Südschleswigschen Wählerverbandes SSW vertreten. Durch das Wahlgesetz ist der SSW von der 5%-Hürde befreit. Bei der Landtagswahl von 2005 erhielt er 51.920 Stimmen (3,6 %).