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Die Landschaft Dänischer Wohld (dänisch: Jernved) ist eine Halbinsel zwischen Eckernförder Bucht und Kieler Förde in Schleswig-Holstein. Im Süden wird der Dänische Wohld durch den, soweit noch vorhanden, alten Eiderkanal, ansonsten vom Nord-Ostsee-Kanal begrenzt. Hauptort der historischen Landschaft sowie eines gleichnamigen heutigen Amtes, das nur einen zentralen Teil der Halbinsel umfasst, ist Gettorf.
Der Dänische Wohld liegt überwiegend im Altkreis Eckernförde des heutigen Rendsburg-Eckernförde. Ein kleiner Bereich im Südosten (Bad Schilksee, Holtenau, Friedrichsorth) gehört zur Stadt Kiel.
Landschaft
Der Dänische Wohld ist eine
Jungmoränenlandschaft, die vor etwa 20.000 Jahren mit dem Abschmelzen der
Weichsel-Eiszeit entstand. Viele Kuppen und
Hügel überziehen die Landschaft. Hinter den
Stränden und
Steilküsten liegen heute weitläufige Korn- und Rapsfelder.
Der Name Dänischer Wohld leitet sich von einem großen Waldgebiet ab, das sich etwa von der Halbinsel Angeln bis zur Trave vor Lübeck erstreckte und sich im Westen wohl östlich Rendsburgs über Nortorf und Bad Segeberg nach Bad Oldesloe erstreckte.
Besiedlung
Vorgeschichte
Der Dänische Wohld ist Teil des
Schleswig-Holsteinischen Hügellandes. Als frühester Nachweis von Menschen in Schleswig-Holstein wird das 13. Jahrtausend v. Chr. zu sehen sein. Sporadisch genutzten Lagerstätten von Rentierjägern folgten vor 8.000 - 9.000 Jahren erste Übergänge zur Sesshaftigkeit und bäuerlicher Wirtschaft, des
Ackerbaus, der
Viehzucht und der Bodenbearbeitung. Viele im Dänischen Wohld gefundene
Megalithgräber sind Ausdruck gewachsener Sozialgefüge der eingewanderten Stämme der Jungsteinzeit.
Erst im 3. Jahrtausend v. Chr. erfolgten planvolle Rodungen und die Anlage von Weide, Acker wie Wohnsiedlungen. Dagegen sind größere Siedlungseinheiten und die Herausbildung von Handwerk und Händlern erst ab dem 2. Jahrtausend v. Chr. und Kennzeichen auch der beginnenden Bronzezeit. Zahlreiche Funde unter anderem in Bornstein belegen auch hier die frühe Besiedlung. Seit dem 2. Jahrhundert v. Chr. sind jütische Kimber und Teutonen feststellbar.
Völkerwanderung
In der folgenden
Völkerwanderungszeit seit dem ausgehenden 3. Jahrhundert n. Chr. sind vermutlich wegen ungünstiger Lebensbedingungen umfangreiche Bevölkerungsbewegungen belegt. Die seit dem 2. Jahrhundert n. Chr. belegten Sachsen wanderten mit Jüten und Angeln um 400 bis etwa 500 zunehmend in Britannien ein und hinterließen nördlich der
Elbe große Siedlungslücken. Der Dänische Wohld wurde dann erst wieder im 8. Jahrhundert n. Chr. durch
Sachsen und dänische
Jüten besiedelt.
Mittelalter
Seit 811 wurden
Eider und
Levensau als Einflussgrenze zwischen
Dänen und
Sachsen festgelegt. Nach Osten bildete der Limes Saxoniae eine weitere Einflussgrenze, wobei der Dänische Wohld Teil des Limes Saxoniae war. Slawen siedelten im Südosten bis etwa zur Schwentine, der Dänische Wohld wurde dagegen nicht weiter von Slawen besiedelt, um räumlichen Abstand zu den Sachsen zu wahren. Das Gebiet des Dänischen Wohldes, das einen großen Teil des Eisenwaldes (Althochdeutsch: Iarnwith, altsächisch: Isarnhoe) umfasste, wurde schließlich im 13. Jahrhundert zunehmend vom dänischen wie sächsischen
Adel und zugewanderten Bauern gerodet und besiedelt. Ersten Siedlungsplätzen mit Vieh- und Landwirtschaft folgten Bauerndörfer und befestigte Adelssitze. Das um 1231 als Königslehen des dänischen Königs
Waldemar II. genannte Gebiet umfasste etwa die Linie Eckernförde/Windeby - Haby - Sehestedt im Westen und südlich bis zur Eider und Levensau; heute in etwa dem
Nord-Ostsee-Kanal folgend.
Dorfgründungen
Älteste Dorfgründungen waren
Wesentliches Merkmal des ausgehenden Mittelalters der Landschaft im Dänischen Wohld ist, ähnlich wie in Schwansen, die Herausbildung der großen adligen Gutsherrschaften auf noch heute bestehenden Herrenhäusern oder Schlössern, die bis Ende des 19. Jh. auch die Gerichtsbarkeit innehatten. Noch heute befinden sich viele der Höfe im Besitze der alten Familien, deren dörfliche Umgebung noch das Niederdeutsche benutzt.
Weblinks
Vereine
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Jernved (Sydslesvig) | Járnviður