Die Dänische Krone ist offizielle Währungseinheit in Dänemark sowie auf den Färöern und in Grönland, die beide politisch zu Dänemark gehören. Eine Krone wird unterteilt in 100 Øre.
Der ISO-4217-Code ist DKK.
Zwischen 1713 und 1728 kam es infolge des Großen Nordischen Krieges (3. Nordischer Krieg) zur ersten Herausgabe von dänischen Banknoten. Ihr Wert lag aber unter dem ausgewiesenen Nominalwert, sie konnten also nicht gegen Silbermünzen eingetauscht werden. 1713 wurden in fünf Monaten 120.000 Geldscheine vorgedruckt. Wert, Seriennummer und Signatur wurden per Hand nachgetragen. Mit Ende des Krieges wurden diese Scheine wieder aus dem Verkehr gezogen.
1737 wurde die erste dänische Bank gegründet. Sie hatte das alleinige Recht, Banknoten herauszugeben. Es folgte eine Phase großer Instabilität, was 1813 im Staatsbankrott gipfelte. Als Konsequenz hieraus wurde 1818 die Dänische Nationalbank als private Gesellschaft mit Sitz in Kopenhagen gegründet. 1936 wurde sie zu einer selbstverwalteten staatlichen Institution umstrukturiert.
1873 trat an die Stelle des dänischen Reichstalers die skandinavische Krone erstmals als Dezimalwährung. Sie war durch die Skandinavische Währungsunion bis 1914 auch in Norwegen und Schweden gültig. Gleichzeitig wurde der Goldstandard eingeführt und löste so die Orientierung am Silberwert der Münzen ab. Gleichzeitig gewannen die Banknoten an Bedeutung und ersetzten die Münzen weitgehend im größeren Geschäftsverkehr. Bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges 1914 konnte für jede Banknote der entsprechende Goldwert eingetauscht werden.
1927 wurde der Goldstandard teilweise wieder eingeführt, aber bereits 1931 endgültig abgeschafft.
Seit der Währungsreform von 1945 sind alle seitdem herausgegebenen dänischen Banknoten bis heute im Zahlungsverkehr gültig. Alte Scheine werden aber von den Banken aus dem Verkehr gezogen, sobald sie dort auftauchen. Aktuell ist die Serie seit 1997.
Als 2002 der Euro in den meisten EU-Ländern eingeführt wurde, hielt Dänemark nach dem Nej in einer vorangegangenen Volksabstimmung an der Krone fest. Damit verbleibt die Krone im Wechselkursmechanismus II (WKM II), der als Vorstufe zur Euroeinführung gilt. Die Krone ist im WKM II mit 7,46038:1 (DKK:EUR) und einer Schwankungsbreite von ± 2,25 Prozent fest an den Euro gebunden.
Charakteristisch ist heute bei den 1-, 2-, und 5-Kronen-Münzen das Loch in der Mitte, das es vor der aktuellen Münzenserie (ab 1989) nur beim silberfarbenen 25-Øre-Stück gab. Diese weltweit äußerst seltene Besonderheit wird in Dänemark seit 1925 gepflegt.
Ein 25-Øre-Stück ist heute das kleinste Kupfergeld. Bis 1989 gab es auch noch die 5-Øre-Münze und die Preise wurden in den Geschäften dementsprechend mit Vielfachem von -,05 Kronen ausgezeichnet. Dieses hat sich seit der Abschaffung der 5-Øre-Münze in vielen Geschäften bis heute nicht geändert, sodass der Endbetrag auf -,25 Kronen auf- oder abgerundet wird.
Die Färöer haben eigene Banknoten, die in Format und Wert den dänischen entsprechen. Siehe: Färöische Krone
In Grönland finden die dänischen Banknoten Verwendung, weswegen Informationsbroschüren der Dänischen Nationalbank zu diesen Noten auch auf Grönländisch vorgehalten werden.
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