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Cyanide sind Salze und andere Verbindungen der Blausäure (Cyanwasserstoff).

Eigenschaften


Die Cyanide enthalten das Cyanid-Anion (-C≡N).

Einfache Verbindungen

Alle Alkali- und Erdalkalisalze der Cyanide sind hochgiftig und in Wasser leicht löslich, wie zum Beispiel Kaliumcyanid (Zyankali). Die Giftigkeit dieser Salze liegt an der Freisetzung der Blausäure beim Lösen in Wasser.

Komplexverbindungen (Cyanoverbindungen)

Das Cyanid-Anion ist sehr reaktiv und bildet mit anderen Metallen (z. B. Eisen) häufig sehr stabile Verbindungen. In vielen Fällen bildet sich ein neues Anion, das aus einem Metall und aus einer festen Anzahl (oft 4 oder 6) Cyanid-Bausteinen besteht. Das Metall bildet die Mitte und wird fest von dem Cyanid "ummantelt" (z. B. Es hat sich ein Verbindungstyp gebildet, der als Komplex bezeichnet wird. Mit Kationen kann sich ein Salz bilden. (z.B. K4[Fe(CN)6, Kaliumhexacyanoferrat(II), das sogenannte gelbe Blutlaugensalz.) In vielen Komplexverbindungen ist das Cyanid so fest gebunden, das es seine Giftigkeit (Reaktivität) verloren hat, allerdings lässt sich die Blausäure zum Beispiel durch Zugabe konzentrierter Schwefelsäure freisetzen, es ist daher trotzdem mit einer gewissen Vorsicht zu handhaben! Analytisch lässt sich allerdings in wässrigen Lösungen jener Komplexe unmittelbar kein Cyanid nachweisen.

Organische Verbindungen

In der organischen Chemie ist Cyanid eine in der Regel veraltete Bezeichnungsweise für Nitrile, welche aber ein durchausgebräuchlicher Trivialname ist.

Giftwirkung


Der Mechanismus der Cyanid-Vergiftung erfolgt durch Hemmung des Enzyms Cytochrom c Oxidase in der Atmungskette. Antidote: 4-Dimethylaminophenol-Hydrochlorid (4-DMAP), Natriumthiosulfat, Hydroxycobalamin, Amylnitrit.

Nachweis


Der qualitativ chemische Nachweis von Cyaniden erfolgt mit Fe3+-Ionen in salzsaurer Lösung nach Umsetzung mit Ammoniumpolysulfid. Dabei entsteht das tiefrot gefärbte Eisenthiocyanat Fe(SCN)3. Allerdings muss beachtet werden, dass dieser Nachweis in Anwesenheit von Fe(II), wegen der Bildung von Berliner Blau, einem Komplex des Fe(II) mit dem Hexacyanoferrat(III) als Liganden, nicht funktioniert.

Cyano-Komplexe in der Lebensmittelindustrie


Cyano-Komplexe werden als Lebensmittelzusatzstoff in der Lebensmittelindustrie verwendet.

Natriumferrocyanid

Natriumferrocyanid (auch Blutlaugenmehl ,Natriumhexacyanoferrat(II), Na2*) ist eine künstliche Rieselhilfe, Trennmittel und Stabilisator mit der Nummer E 535. Es ist nur für Kochsalz und Kochsalzersatz zugelassen. Natriumferrocyanid ist eine Verbindung der hochgiftigen Blausäure. Durch die Bindung an Eisen verliert sie ihre Giftigkeit. E 535 darf nur in sehr geringen Dosen eingesetzt werden. //www.heko.ch/toxin/01948b935413b2e01/01948b935414403b7/01948b935500bb89e/01948b93550b3a619.html

Kaliumferrocyanid

Kaliumferrocyanid (auch Kaliumhexacyanoferrat(II), K2*) ist eine künstliche Rieselhilfe, Trennmittel und Stabilisator mit der E-Nummer E536. Es besitzt ähnliche Eigenschaften wie E535. Ergänzung: Soll sich im Tierversuch als Nieren schädigend erwiesen haben. //www.heko.ch/toxin/01948b935413b2e01/01948b935414403b7/01948b935500bb89e/01948b93550b3a619.html

Calciumferrocyanid

Calciumferrocyanid (auch Calciumhexacyanoferrat(II), Ca* ist eine künstliche Rieselhilfe, Trennmittel und Stabilisator mit der Nummer E 538. Es besitzt ähnliche Eigenschaften wie E 535.

E 535, E 536 und E 538 gelten als gesundheitlich unbedenklich.

Stoffgruppe

Цианид | Cyanid | Cyanide | Cianuro | سیانور | Syanidi | Cyanure | ציאניד | Cyanida | Cianuro | Cianidas | Cianīdi | Cyanide | Cyjanek | Cianureto | Цианиды | Cyanider | 氰化物

 

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