Cuneo ist eine in der Region Piemont gelegene Stadt in Norditalien und Hauptstadt der Provinz Cuneo. Hier leben 54.914 Einwohner (Stand: 31. Dezember 2004).
Zum Gebiet der Gemeinde gehört auch das Dorf San Rocco Castagnaretta. Nachbargemeinden sind Boves, Cervasca, Vignolo, Beinette, Peveragno, Castelletto Stura, Caraglio und Tarantasca. Schutzpatron der Stadt ist San Michele. Die Telefonvorwahl lautet +39-0171. Die Postleitzahl lautet 12100.
Im Mittelalter galt die Stadt aufgrund ihrer Lage als strategisch wichtig. 1382 begab sich die Stadt Cuneo freiwillig in den Machtbereich von Amadeus VI. von Savoyen, der die Stadt zur Festung ausbaute. Insbesondere zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert war die Stadt und die Region oft Schauplatz kriegerischer Auseinandersetzungen.
Durch den Frieden von Cherasco (1796) wurde Cuneo zusammen mit Ceva und Tortona an Frankreich abgetreten. 1799 wurde es nach zehn Tagen Beschuss von österreichischen und russischen Armeen eingenommen. 1800 schleiften die Franzosen nach dem Sieg von Marengo die Befestigungen.
Nicht zuletzt durch die Auswirkungen von Schlachten und Belagerungen wurden die Bauten des frühen Cuneo weitgehend zerstört. Die Kirche San Francesco ist, neben dem Dom, eines der wenigen heute noch vorhandenen Gebäude aus dem 15. Jahrhundert. Die heutige Altstadt wird durch Bauten aus dem 17. und 18. Jahrhundert dominiert, wobei die entlang der Hauptstraßen nahezu lückenlos vorhandenen Arkaden über den breiten Gehwegen eine Eigenheit der Stadt darstellen. Der zentrale Platz, Piazza Duccio Galimberti, stammt aus dem 19. Jahrhundert.
Darüber hinaus ist Cuneo Ausgangspunkt von Bahnstrecken nach Turin, Savona und Ventimiglia/Nizza, wobei es sich bei letzterer um die Tendabahn handelt. Eine weitere Bahnstrecke, die von Cuneo nach Mondovì führte, ist seit 1996 stillgelegt.
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