Cumann na nGaedhael1 (Bündnis der Gälen) war der irische Name von zwei politischen Parteien der irischen Geschichte.
Die erste Partei Cumann na nGaedhael wurde von Arthur Griffith im Jahr 1904 gegründet, um gegen einen Besuch von König Eduard VII. und Königin Alexandra von Dänemark in Irland Propaganda zu machen. 1905 schloss sich diese Gruppierung mit anderen Parteien zu Sinn Féin zusammen.
Die zweite Partei Cumann na nGaedhael wurde 1923 in Dublin von Vertragsbefürwortern des Anglo-Irischen Vertrags innerhalb der Sinn Féin gegründet. Der Führerschaft der Vertragsbefürworter innerhalb Sinn Féin gehörten Arthur Griffith, Michael Collins und W.T. Cosgrave an. Die ersten beiden starben während des irischen Bürgerkriegs, so dass schließlich Cosgrave den Flügel der Vertragsbefürworter innerhalb von Sinn Féin anführte. Er entschloss sich daraus eine eigenständige Partei zu entwickeln und gründete Cumann na nGaedhael. Die Idee für diese Partei entstand bereits im Dezember 1922, die offizielle Gründung fand aber erst im April 1923, als direkte Konsequenz des Bürgerkrieges statt.
Die Partei nahm 1923 erstmals an einer Wahl teil und gewann 63 Sitze (39%). Bis 1932 bildete Cumann na nGaedhael die Regierung des Irischen Freistaates. Doch bereits seit 1926 verlor die Partei ihre Basis immer mehr an die von Eamon de Valera gegründete Partei Fianna Fáil. Cosgraves Partei wurde immer mehr zum Sinnbild der Verteidigung des Vertrages und des neuen Freistaates. Ökonomisch gesehen, verfolgte die Partei den freien Handel und einen ausgeglichenen Haushalt - und das zu einer Zeit, in der ihre Gegner die Prinzipien des Protektionismus bevorzugten. Trotzdem war es eine Überraschung, als Cumann na nGaedhael bei der Wahl 1932 gegen Fianna Fáil verlor.
Bei der Wahl 1933 nahm die Zustimmung noch weiter ab und schließlich nahm man Verhandlungen mit der National Centre Party und den Blueshirts bzgl. einer Verschmelzung auf, die letztenendes im September 1933 mit der Gründung von Fine Gael stattfand.
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