Cristoforo Negri (* 13. Juni 1809 in Mailand; † 1896) war italienischer Politiker und Schriftsteller.
Negri studierte in Pavia, Graz, Wien und Prag und wurde 1843 zum Professor der politischen Wissenschaften an der Universität Padua ernannt. 1848 stellte er sich, als einer der ersten unter den Professoren, auf die italienische Seite, wurde Rektor der Universität und bewaffnete die Studenten, musste aber nach dem Fall von Vicenza die Stadt räumen. Er wandte sich nach Turin, wo er bald darauf Rektor der Universität wurde und unter Gioberti in das Ministerium trat.
Nach der Schlacht bei Novara wurde er Direktor des Konsulatswesens im Auswärtigen Amt und behielt diese Stellung, in welcher er auf Missionen fast alle Länder Europas kennen lernte, auch unter Azeglio, Rattazzi und Cavour. Nach Übersiedelung der Regierung nach Florenz gründete er daselbst die Italienische Geographische Gesellschaft, deren Präsidium er fünf Jahre lang bekleidete. Seine letzte amtliche Tätigkeit war die Verwaltung des Generalkonsulats in Hamburg 1873-74. Seitdem lebte er zurückgezogen in Turin.
Außer zahlreichen Aufsätzen und Broschüren hat N. veröffentlicht: "Memorie storico-politiche dei Greci e dei Romani" (Turin 1842); "Grandezza italiana" (das. 1864); "La storia politica dell'antichità paragonata alla moderna" (Vened. 1867, 3 Bde.; deutsch von v. Reinhardstöttner, Hamb. 1882); "I passati viaggi antartici e l'ideata spedizione italiana" (Genua 1880); "Le memorie di Giorgio Pallavicino" (Turin 1882).
Mann | Italiener | Politiker (Italien) | Autor | Geboren 1809 | Gestorben 1896
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Cristoforo Negri".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world