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Wappen Karte
Wappen_Crimmitschau.png Crimmitschau Karte.png
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Regierungsbezirk: Chemnitz
Landkreis: Zwickauer Land
Geografische Lage:
Höhe: 273 m ü. NN
Fläche: 61,04 km²
Einwohner: 22.130 (31. Dezember 2005)
Bevölkerungsdichte: 367 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 08451 (alt: 9630)
Vorwahl: 03762
Kfz-Kennzeichen: Z (alt: WDA)
Gemeindeschlüssel: 14 1 93 020
Stadtgliederung: Kernstadt; 12 Stadtteile
Adresse der Stadtverwaltung: Markt 1
08451 Crimmitschau
Website: www.crimmitschau.de
Oberbürgermeister: Holm Günther (parteilos)

Crimmitschau ist eine Große Kreisstadt im sächsischen Landkreis Zwickauer Land.

Geographie


Crimmitschau liegt am Fluss Pleiße. Im Westen von dieser liegt der Westberg. In Richtung Osten gelangt man in das Gewerbegebiet.

Nachbargemeinden

Angrenzende Gemeinden sind die kreisfreie Stadt Zwickau, Dennheritz, Neukirchen und Langenbernsdorf im Landkreis Zwickauer Land, Meerane im Landkreis Chemnitzer Land, Heyersdorf, Jonaswalde, Ponitz und Thonhausen im thüringischen Landkreis Altenburger Land sowie Braunichswalde, Rückersdorf und Seelingstädt im ebenfalls zu Thüringen gehörenden Landkreis Greiz.

Stadtgliederung

Rudelswalde - Lauenhain - Langenreinsdorf - Mannichswalde - Frankenhausen - Wahlen - Gösau - Gosel - Gablenz - Blankenhain - Großpillingsdorf - Harthau

Geschichte


Im Zuge der deutschen Ostexpansion wurden die Stadt und die gleichnamige Burg Crimmitschau (heute Schweinsburg) im Zeitraum 1170 bis 1200 als planmäßige deutsche Ansiedlung gegründet. 1212 wurde der Ort erstmalig urkundlich erwähnt. Im Jahre 1414 bekam Crimmitschau das Stadtrecht vom Markgraf Wilhelm II. verliehen.

Am 15. März 1844 wurde Crimmitschau an das deutsche Eisenbahnnetz angeschlossen (Sächsisch-Bayrische Eisenbahn nach Leipzig, später bis Bayern verlängert).

Um die Jahrhundertwende war Crimmitschau auf Grund der hohen Konzentration von Betrieben der Textilindustrie die so genannte "Stadt der 100 Schornsteine". Am 22. August 1903 bis zum 18. Januar 1904 fand einer der längsten und größen Textilarbeiterstreiks im Kaiserreich statt, der landesweit für Aufruhr sorgte. 1944 wurde ein Crimmitschauer Anwesen während des Zweiten Weltkrieges bombardiert, wobei es sich nicht um einen systematischen Angriff handelte.

Ende der 1980er Jahre wurde ein Großteil der Alt- und Innenstadt abgerissen und durch Plattenbauten ersetzt. Ähnliche Pläne bestanden auch für die Südvorstadt, wurden aber nach dem Regierungswechsel im Jahre 1990 nicht mehr umgesetzt.

Religionen

Crimmitschau gehört zum Bistum Dresden-Meißen. Innerhalb der Stadt gibt es die St. Laurentius-Kirche, die Johanniskirche und die Lutherkirche. Die verhältnismäßig wenigen gläubigen Bürger der Stadt sind überwiegend evangelisch. Die genannten drei Stadtkirchen sind deshalb auch evangelische Kirchen. Die katholische St. Franziskus-Gemeinde hat eine eigene kleine Kapelle und nutzt zu großen Veranstaltungen die evangelische St. Johanniskirche mit.

Eingemeindungen

Am 1. Januar 1999 wurde per Gesetzbeschluss Lauenhain eingemeindet.

Einwohnerentwicklung

Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1960 31. Dezember): Population Statistics Crimmitschau.png

1834 bis 19461950 bis 19981999 bis 2005
Datenquelle ab 1998: Statistisches Landesamt Sachsen
1 29. Oktober
2 31. August
3 Gebietsstand: 1. Januar 1999

Politik


Crimmitschau ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Crimmitschau-Dennheritz.

Städtepartnerschaften

Kultur und Sehenswürdigkeiten


Castle Blankenhain - main castle (aka).jpg

Museen

  • Westsächsisches Textilmuseum in der ehemaligen Tuchfabrik "Gebrüder Pfau KG" (gehört heute zu der Museenvereinigung "Sächsisches Industriemuseum")
  • Agrar- und Freilichtmuseum Schloss Blankenhain (dieses erfährt z. Z. die Umbenennung in das "Deutsche Landwirtschaftsmuseum")

Musik

Bauwerke

Bauliche Sehenswürdigkeiten sind die spätgotische Pfarrkirche St. Laurentius (1513) mit Stern- und Kreuzrippengewölben, das Zisterzienser-Nonnenkloster (gegründet um 1290) im Ortsteil Frankenhausen und das Schloss Blankenhain mit dem Agrarmuseum im gleichnamigen Ortsteil Blankenhain. Das Rathaus ist das sehenswerteste Gebäude im Zentrum neben dem Roten Turm.

Parks

Es gibt mehrere Erholungsstätten in Crimmitschau: Einerseits den in der Vorkriegszeit gegründeten Zöffelpark, der nach Emil Oskar Zöffel, einem wichtigen Textilfabrikant in der Crimmitschauer Geschichte, benannt worden ist. Andererseits den Bismarckhain, der auch unter Friedenspark (so wurde er in der DDR genannt) bekannt ist und im Volksmund auch weiterhin so genannt wird. Dieser Park liegt direkt an der Zeitzer Straße, der Ausfallstraße Richtung Sahnpark, Eisstadion und Autobahnanschluß Schmölln. Im Zentrum des Parks befindet sich der Wettinbrunnen, der anläßlich der Stadtrechtsfeier 1914 eingeweiht wurde. Das größte Erholungsgebiet der Stadt ist der Sahnpark, nördlich des Stadtzentrums. Hier befinden sich das altehrwürdige Freibad, ein Tiergehege und die Spielstätte des ETC Crimmitschau: das etwa 5000 Zuschauer fassende Kunsteisstadion, welches Mitte der Neunziger Jahre überdacht wurde.

Sport

Crimmitschau hat einen bekannten Eishockeyverein, den ETC Crimmitschau, der 2006 wieder in die zweithöchste Liga des DEB aufstieg. Fußballerisch vertritt der FC Crimmitschau die Stadt - die 1. Männermannschaft vom "FCC" spielt derzeit in der Kreisliga. Außerdem besteht seit dem 10.06.2005 eine American Football-Mannschaft. In Crimmitschau gibt es das Waldbad Sahnbad, das nach dem ihn umgebenden Wald, dem "Sahnpark", benannt wurde. Es besitzt zwei sehr große Becken (100 m x 50 m und 50 m x 25 m). Das größere der beiden Becken hat die größte Wasserfläche im Regierungsbezirk Chemnitz.

Wirtschaft und Infrastruktur


Die Arbeitslosenquote lag 2004 bei 20,2 %.

Verkehr

Crimmitschau Bahnhof.jpg Zwischen Crimmitschau und dem Stadtteil Frankenhausen überspannt die Bundesautobahn 4 das Tal der Pleiße. Anschlussstellen gibt es auf thüringischem Gebiet südlich von Schmölln und auf sächsischem Gebiet südlich von Meerane. Die Deutsche Bahn AG bietet vielfältige RegionalExpress-Verbindungen nach Zwickau, Leipzig, Göttingen, Bad Brambach und Hof (Saale) an.

Bildung

In der Stadt Crimmitschau gibt es 3 Grundschulen, 2 Mittelschulen, ein Gymnasium sowie eine Förderschule:

  • Käthe-Kollwitz-Grundschule
  • Grundschule Frankenhausen
  • Grundschule Blankenhain
  • Käthe-Kollwitz-Mittelschule
  • Mittelschule Sahnschule
  • Julius-Motteler-Gymnasium
  • Förderschule Lindenschule

Persönlichkeiten


Söhne und Töchter der Stadt

  • 1895 - Slang, eigentlich Fritz Hampel † 1932, wichtiger satirischer Schriftsteller.
  • 1909 - Heinrich Mauersberger, † 1982 in Bestensee, Ingenieur und Erfinder in der Textilindustrie. Er entwickelte von 1946 bis 1949 in seiner Garage das Nähwirkverfahren Malimo (DDR-Patent Nr. 8194, Anmeldetag: 3. Februar 1949; U.S. Patent #2,890,579, 16. Juni 1959).
  • 1925 in Gablenz - Gerhard Zwerenz, Schriftsteller
  • Eishockey-Cracks der DDR-Startjahre: u.a. der spätere Staats- und Bundestrainer Gerhard Kießling, Siegfried Speck †, Alfred Unterdörfel, Hans-Joachim Rudert †, Ernst Mälzer, Dieter Kratzsch (alle Frankenhausen)
  • 1955 - Udo Kießling, Eishockeyspieler
  • 1961 - Gabriele Zange, Eisschnellläuferin
  • 1954 - Klaus Gruner, Handballer, Olympiampiasieg 1980

weitere Persönlichkeiten

  • 1859-1878 Julius Motteler, Mitbegründer der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, geb. 18. Juni 1838 in Esslingen, gest. 29. September 1907 in Leipzig, Reichstagsabgeordneter.

Weblinks


Ort in Sachsen

Crimmitschau | Crimmitschau

 

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