Creußen ist eine Stadt im Landkreis Bayreuth (Regierungsbezirk Oberfranken, Bayern). Sie liegt in der Fränkischen Schweiz etwa 13 Kilometer südlich von Bayreuth an der Bundesstraße 2 nahe der Autobahn A 9. Außerdem ist Creußen eine Verwaltungsgemeinchaft mit ca. 8.300 Einwohnern, dazu gehören Schnabelwaid, Prebitz, Creußen und Haag.
Geografie
Stadtteile
Zur Stadt
Creußen gehören die Ortschaften:
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| - Altenkuensberg
- Althaidhof
- Boden
- Buehl
- Dorschenhof
- Eimersmühle
- Gottsfeld
- Grossweiglareuth
- Haaghaus
- Hagenohe
- Hagenreuth
- Haidhof
- Hammermühle
- Hörhof
- Hörlasreuth
- Kleinweiglareuth
- Kotzmannsreuth
- Lankenreuth
- Letten
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- Lindenhardt
- Neuenreuth
- Neuhaidhof
- Neuhaus
- Neuhof
- Oberhoehlmühle
- Oberneueben
- Oberschwarzach
- Ottmannsreuth
- Sägmühle
- Schwuerz
- Seidwitz
- Sorg
- Stockmühle
- Tiefenthal
- Unterhoehlmühle
- Unterneueben
- Unterschwarzach
- Wasserkraut
Geschichte
Die Besiedlung erfolgte um das Jahr
1000. Erstmalig urkundlich erwähnt wurde Creußen als
urbs crusni im Jahr
1003 im Rahmen der Streitigkeiten zwischen dem späteren Kaiser
Heinrich II. und dem
Schweinfurter
Markgrafen Hezilo. Der Kaiser belagerte die Burg („castrum crusni“), in der sich der
Markgraf mit seiner Familie verschanzt hatte. Ob die Burg damals zerstört wurde, geht aus den Quellen nicht hervor. Der Markgraf konnte zwar heimlich durch den Belagerungsring entweichen (der Volksmund berichtet, dass er durch einen Geheimgang entkam), wurde jedoch in der Nähe von Tiefenthal gefasst.
2003 feierte Creußen sein 1000-jähriges Jubiläum). Erst
1358 wurde Creußen, damals unter der Herrschaft des Burggrafen von
Nürnberg, von Kaiser
Karl IV. zur Stadt erhoben. Nach Verwüstungen in den
Hussitenkriegen und im
Dreißigjährigen Krieg fiel die Stadt aus der Herrschaft der Markgrafen von Ansbach-Bayreuth zunächst
1792 an Preußen und nach einem kurzen Intermezzo unter französischer Herrschaft
1810 an
Bayern.
1893 wurden große Teile der Stadt durch einen Brand völlig zerstört (Vorderes Tor, Marktplatz, Habergasse).
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bauwerke
- Die Pfarrkirche St. Jakobus am Heziloplatz erhielt nach der Zerstörung in den Hussitenkriegen und dem Wiederaufbau 1477 im Jahre 1700 ihre heutige Form und den größten Teil der barocken Innenausstattung. Der Kirchturm steht auf den Fundamenten des Bergfrieds der hier ursprünglich vorhandenen Burg.
- Gegenüber befindet sich die ehemalige Lateinschule, die in ihrer Blütezeit weit über Creußen hinaus großes Ansehen genoss.
- Am Marktplatz steht das Pfarrhaus und davor das ehemalige Kommunbrauhaus, heute evangelisches Gemeindehaus.
- Die Stadtmauer wurde 1358 bis 1361 errichtet mit
- dem Hinterem Tor, in dem sich das Krügemuseum befindet,
- dem Hunger- oder Malefizturm, der als Gefängnis erbaut wurde und dem
- Markusturm, 1477 erbaut.
- Die Habergasse war ursprünglich die Hauptstraße der Stadt und als Straßenmarkt angelegt. Hier wurden die Pferde der Handelsleute mit Hafer versorgt.
- Das Rathaus wurde 1360 erbaut und nach den Zerstörungen im Hussitenkrieg 1477 neu errichtet. Brot- und Fleischbänke an der Längsseite dienten als Verkaufsstände.
- Das Eremitenhäuschen gilt als die einzige erhaltene bürgerliche Eremitage Deutschlands. Es wurde 1760 von dem Theologen Johann Theodor Künneth erbaut.
Landschaft
Der Schlossberg ist ein im Osten von Creußen gelegener Berg, der 566 m ü. NN liegt. Auf ihm wird mit Windrädern Strom erzeugt.
Der Preunersfelder Rangen ist mit 630 Metern die höchste Erhebung im Creußener Höhenzug. Er erstreckt sich weiter in den Süden. In Thurndorf, etwa 9,5 km von Creußen entfernt, liegt die höchste Stelle des Schnabelwaider Kitschenrains mit 647,5 Metern (der Kalvarienberg mit Waldkapelle).
Creußen liegt im Obermain-Oberpfälzischen Hügelland. Der Rote Main bietet den Kontrast zu den Hügeln und Terrassen des Creußener Höhenzuges. Westlich von Creußen liegt der Lindenhardter Forst. Das Creußener Land, das den östlichsten Teil der Fränkischen Schweiz bildet, eignet sich im Winter auch zum Skilanglauf. Es ist nach dem Fichtelgebirge und dem Frankenwald das sicherste Schneegebiet in Oberfranken.Auch Mountainbiking und Radfahren kann man sehr gut rund um Creussen-v.a.Richtung Oberpfalz(Kalvarienberg)und Richtung tiefere Fränkische Schweiz.
Museum
Im Krügemuseum sind bedeutende Stücke des Creußener Steinzeugs ausgestellt. Dieses Steinzeug ist aus einem Ton gefertigt, dessen Zusammensetzung heute nicht mehr bekannt ist. Das Krügemuseum ist seit 1950 in der Torwächterstube im nördlichen Stadttor („Hinteres Tor“) untergebracht.
2004 wurde es nach dem Ausbau des angrenzenden Scharfrichterhauses erweitert.
Politik
Im November 2006 sind wieder Bürgermeisterwahlen. Der Kandidat der SPD und somit Herausforderer von Harald Mild ist Raimund Nols.
Stadtrat
Zusammensetzung:
CSU: 9
SPD: 4
Creußener Liste: 2
ÜWG-FW: 1
LUL: 1
Städtepartnerschaften
Greußen in
Thüringen
Weblinks
Ort in Bayern | Bayreuth (Landkreis)