Cosworth ist eine englische Motorenschmiede mit Sitz in Northampton. Bei Cosworth werden (Sport)-Motoren entwickelt, die sowohl in Straßenwagen (Ford Sierra/Escort Cosworth), als auch in Rennwagen Verwendung finden. Bekannt ist die Firma durch ihr langjähriges Formel-1-Engagement.
Gegründet wurde Cosworth 1958 von Mike Costin und Keith Duckworth (1933-2005). Der Firmenname setzt sich aus den beiden Nachnamen der Gründer zusammen.
Er wurde aufgrund der neuen 3-Liter-Regelung von 1966 für Lotus entwickelt und beim holländischen Grand Prix in Zandvoort 1967 erstmals eingesetzt. Er gewann dort gleich sein erstes Rennen durch den Lotus-Fahrer Jim Clark.
Costin und Duckworth leiteten den DFV aus zwei Motorblöcken und Zylinderköpfen des 1966 für die Formel 2 entwickelten FVA-Motors ab, die auf ein neu entwickeltes Motorgehäuse montiert wurden, so dass ein V8-Triebwerk entstand (DFV, Double Four-Valve Motor, doppelter Vierventilmotor). Dieser Motor war der erste in der Formel 1 eingesetzte Motor, der voll tragend in das Chassis integriert wurde und - als Antriebstrang mit ZF-, Hewland- oder Colotti-Getrieben kombiniert - die komplette Hinterachse aufnahm. Damit war der Lotus 49 der erste Vertreter dieser heute noch aktuellen Bauweise.
Bald belieferte Cosworth nicht nur das Lotus-Team. In den frühen 70ern verfügten bis auf Ferrari praktisch alle Teams über diesen "Wundermotor". Zur Hochzeit der Turbo-Motoren ab Anfang/Mitte der 80er Jahre konnte der Motor keine Erfolge einfahren, weswegen eine drehzahlbegrenzte Version für die Formel 3000 abgeleitet wurde. Die Turbos wurden jedoch nach 1988 verboten. In der Formel 1 ersetzte das HB-Triebwerk den DFV-Motor bzw. dessen letzte Ausbaustufen unter dem 3,5l-Reglement, den DFZ bzw DFR, und gewann 11 Rennen zwischen 1989 und 1993. 1994 wurde der neue Motor Cosworth Zetec V8 F1 vorgestellt. Dieses Triebwerk brachte Michael Schumacher den ersten F1-Weltmeistertitel.
In der Saison 2004 fuhren das Jaguar-, das Jordan- und das Minardi-Team mit Ford-Cosworth TJ2004-Motoren, die der aktuellen 3l-V10-Motorenformel entsprechen. Mit dem Ausstieg von Ford aus der Formel 1 zum Ende der Saison 2004 wurde Cosworth an die in der ChampCar-Serie aktiven Kevin Kalkhoven und Gerald Forsythe verkauft. In der Saison 2005 fuhren die Teams Red Bull Racing und Minardi mit Cosworth-Motoren. Für 2006 hat Cosworth einen Vertrag mit dem Williams-Team abgeschlossen, der sich auf die Entwicklung des 2,4l-V8-Motors bezieht. Das Minardi-Nachfolgeteam Scuderia Toro Rosso fährt 2006 aus finanziellen Gründen mit drehzahlreduzierten 3l-V10-Motoren.
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