Corps (n, // (s.), // (pl.), französisch „Körper(schaft), Gesamtheit“; zeitweilig auch „Korps“) ist eine heute gebräuchliche Bezeichnung für eine besonders alte Form von Studentenverbindungen, die aus den Landsmannschaften entstanden sind.
Trotz des Strebens nach Neutralität legen die Corps großen Wert auf gesellschaftspolitisches Engagement des einzelnen Studenten. Nach corpsstudentischen Prinzipien sollte er sich eine ethischen Grundsätzen folgende Meinung bilden und sie engagiert – ohne Rücksicht auf zu erwartende vordergründige Nachteile – vertreten. Aufgrund dieser Kombination von Neutralität des Verbandes und Engagement des Einzelnen findet man immer wieder Corpsstudenten unter den führenden Köpfen der unterschiedlichsten politischen Gruppierungen, wobei sie durch ihre Einsatzbereitschaft nicht selten zu Opfern von fanatischen oder totalitären Gegnern werden. (siehe „Eine Auswahl bekannter Corpsstudenten“)
Als älteste heute existierende Verbindungsform haben die Corps ein besonderes Traditionsbewusstsein und pflegen hinsichtlich Ihrer traditionellen Formen und Feiern ein eher selbstbewusst-natürliches Auftreten. Sie lehnen viele (später erfundene) Gespreiztheiten und Manierismen des Verbindungsstudententums ab. Ihr Brauchtum hielt auch den studentischen Reformbestrebungen des 19. Jahrhunderts stand, die zur Gründung aller anderen heute existierenden Verbindungsformen geführt haben.
Corps sind traditionell „pflichtschlagend“. Die studentische Mensur, die allen Corpsstudenten auferlegt wird, gilt den Corps als wichtiges Merkmal ihrer Verbände und als unverzichtbares Mittel zur Charakterfestigung und Persönlichkeitsbildung.
Die Corpsmitglieder tragen Couleur. Sie erhalten als äußeres Zeichen ihrer Mitgliedschaft das Corpsband oder die Corpsschleife.
Das gesellschaftliche Renommee der Corps erreichte im späten 19. Jahrhundert seinen Höhepunkt, als im deutschen Kaiserreich die Söhne regierender Herrscherhäuser, des deutschen Hochadels und des Großbürgertums in den Corps die entscheidende Rolle spielten.
Anders agierten die studentischen Orden, die freimaurerische Ideale verfolgten und das akademische Leben im letzten Viertel des 18. Jahrhunderts prägten. Sie strebten eine persönliche Bindung für das ganze Leben an, kümmerten sich aber nicht um speziell studentische Belange. Auch hatten sie keinen landsmannschaftlichen Bezug.
Bundeszeichen Corps Onoldia Erlangen.jpg des Corps Onoldia Erlangen, gegründet 1798 (zur Erläuterung aufs Bild klicken!)]]
Ab dem Jahr 1794 entstand, geprägt durch die Lehre Johann Gottlieb Fichtes, an den deutschen Universitäten im Geiste des Klassischen Idealismus, ein neuer Typus von studentischen Zusammenschlüssen (siehe auch Deutscher Idealismus, Das älteste Systemprogramm des deutschen Idealismus). Diese Zusammenschlüsse erfreuten sich zumindest anfänglich sogar der Unterstützung durch Professoren, die sonst den selbstverwalteten studentischen Gemeinschaften sehr kritisch gegenüberstanden. Ziel war es, die Umgangsformen der Studenten an den Universitäten zu verbessern, und zwar nicht durch obrigkeitliche Verordnungen, denn das hatte in vielen Jahrhunderten wenig gefruchtet. Der neue Ansatz bestand darin, dass die Charakter- und Persönlichkeitsbildung zur Aufgabe der neuen Gemeinschaften erklärt wurde. Im Sinne des Idealismus sollten keine politischen Programme verfolgt, sondern der Charakter des Menschen ausgebildet werden. Die positiven Auswirkungen für die Gesellschaft würden sich dann zwangsläufig von selbst ergeben. Bereits in den ersten, frühen Definitionen des Corpsstudententums wird ausdrücklich betont, dass politische Betätigung keine Aufgabe der Corps sei. Schon in den Anfangsjahren war es den Mitgliedern freigestellt, welche politische Überzeugung sie persönlich hegen. Diese Grundauffassung wirkt sich bis heute dahingehend aus, dass Corpsstudenten vielen verschiedenen politischen Richtungen und Parteien angehören, aber nach Ansicht der Corps einen besonderen, überdurchschnittlichen Einfluss auf die gesellschaftliche Entwicklung genommen haben.
In Anlehnung an die alten Landsmannschaften des 18. Jahrhunderts gaben sie sich lateinische Namen, die sich auf das Herkunftsland ihrer Mitglieder bezogen, so zum Beispiel Borussia (Preußen), Bavaria (Bayern), Saxonia (Sachsen), Guestphalia (Westfalen), Brunsviga (Braunschweig), Franconia (Franken) oder Suevia (Schwaben). Ihre Mitgliederstruktur war ursprünglich stark landsmannschaftlich ausgerichtet. Sie gaben sich bei der Gründung eine Konstitution (Gründungsurkunde und gleichzeitig Verfassung) und Farben (Couleur) sowie weitere Identitätsmerkmale, die teilweise auf Bräuche des 18. Jahrhunderts zurückgehen (siehe auch Bundeszeichen, Zirkel).
Kneipe_Corps_Suevia_T%C3%BCbingen_um_1815.jpg des Corps Suevia Tübingen um 1815]]
Das Besondere und Neue aber war die Bildung von Senioren-Conventen (SC) an den einzelnen Universitätsorten, die jeweils für ihren Bereich einen SC-Comment verfassten und für dessen Einhaltung sorgten. Jede Verbindung entsandte also ihren höchsten Repräsentanten (" Senior") in ein gemeinsames Gremium, in dem darüber beraten wurde, wie sich ein Student an der Universität zu verhalten habe. Ziel war die Besserung der damals sehr rauen Sitten an den Universitäten. Die SC beanspruchten dabei das Recht zur Gesamtvertretung der Studentenschaft, da alle landsmannschaftlichen Gruppierungen in ihm vertreten waren.
Heute betrachten die Corps diese Bildung von SC und SC-Comments als ihre Geburtsstunde, auch wenn dieser neue Typus von Verbindung noch unterschiedliche Bezeichnungen erhielt, zum Beispiel „Landsmannschaft“, „Gesellschaft“, „Kränzchen“, teilweise sogar „Club“, aber auch schon „Corps“.
Besonders in der Zeit nach dem Wiener Kongress verfolgten die Behörden die Bildung von studentischen Zusammenschlüssen argwöhnisch. In der Zeit der Restauration wurden umstürzlerische Umtriebe vermutet, wenn sich Studenten unkontrolliert zusammentaten (Karlsbader Beschlüsse 1819). Deshalb hielten die ersten Corps ihre Konstitution geheim, mussten sich auflösen und heimlich wieder eröffnen oder wählten nach Verfolgungen andere Bezeichnungen, um harmlos zu wirken. So entstand wohl auch die Bezeichnung „Corps“, die 1810 in Heidelberg erstmals nachweisbar ist.
Die Folge war, dass sich in den nächsten Jahrzehnten nicht nur weiterhin neue Corps formierten, sondern sich auch an den meisten Universitäten mehrere Burschenschaften mit unterschiedlichen Ausrichtungen gründeten. Im Rahmen der Reformbewegung des Progress entstanden nach 1840 sogar noch weitere Formen von Studentenverbindungen, von denen viele heute noch existieren. Die neue Vielfalt verwässerte nach Ansicht der Corps die studentischen Traditionen. Der SC-Comment hatte seine Allgemeingültigkeit verloren.
Die Corps sahen im Laufe der Zeit ein, dass sie aufgrund der Vielfalt der Neugründungen ihren Alleinvertretungsanspruch gegenüber der gesamten Studentenschaft nicht mehr wiedererlangen konnten. Sie waren jedoch trotzdem der Ansicht, dass ihre Regelungen für das Studentenlebens eine ideale Lösung darstellten. Es war zu klären, wodurch sich "Corps" gegenüber anderen, jüngeren Verbindungen unterscheiden. Dazu mussten sie sich überregional organisieren und sich selbst sowie ihre Ziele und Ideale definieren. Vorarbeit leisteten hier die SC zu Jena, Leipzig und Halle, die sich ab 1820 regelmäßig konsultierten.
Am 15. Juli 1848 fand der erste corpsstudentische Kongress in Jena statt, an dem die SC von Leipzig, Heidelberg, Jena, Halle, München (der Münchner SC ratifizierte die Gründung allerdings erst in den 60er-Jahren des 19. Jahrhunderts),Gießen, Breslau, Erlangen, Freiburg im Breisgau, Berlin, Greifswald und Göttingen (sowie einzelne Corps von anderen Orten) teilnahmen. Tagungsort wurde bald danach Bad Kösen an der Saale mit der bei den Studenten beliebten Rudelsburg. Nach und nach folgten auch die anderen SC im deutschen Raum, zuletzt die bayerischen. So entstand der älteste Dachverband studentischer Verbindungen, der Kösener Senioren-Convents-Verband (KSCV). Noch heute findet der alljährliche Congress (oKC) zu Pfingsten (unterbrochen durch die Weltkriege und die Zeit der deutschen Teilung, in der der Congress in Würzburg tagte) in Bad Kösen statt.
In den nachfolgenden Jahrzehnten folgten die Gründung weiterer corpsstudentischer Verbände, so auch am 7. April 1863 des Weinheimer Senioren-Convents (WSC), der die Corps an den technischen Hochschulen vertrat und heute noch vertritt. 1873 entstand der Rudolstädter Seniorenconvent (RSC) und 1882 der Naumburger Seniorenconvent (NSC) für tierärztliche bzw. landwirtschaftliche Bünde. Diese Gründungen wurden als notwendig erachtet, weil die betreffenden Hochschulen damals noch kein Promotionsrecht besaßen und den wissenschaftlichen Hochschulen nicht gleichgestellt waren. Der KSCV lehnte daher eine Aufnahme von Corps dieser Hochschulen ab.
Nachdem sich im KSCV ab 1855 das Verbandsleben gefestigt hatte, begannen sich im darauffolgenden Jahrzehnt innere Strukturen zu bilden. Die seit alters her üblichen Kartelle (feste freundschaftliche Verbindungen von Corps an verschiedenen Universitätsstädten) formierten sich langsam zu festen Kreisen (zuerst "Kartellkreise" genannt), die verbandspolitische Bedeutung zu entwickeln begannen. Es ging wohl hauptsächlich darum, im Verbund mit den Kartellcorps die eigenen Auffassungen im Kösener Congress besser zur Geltung bringen zu können. Alle offiziellen Publikationen des KSCV bedauern diese Entwicklung und stellen ihre Ergebnisse als wenig nützlich für das Corpsstudententum dar, obwohl die Kreispolitik (mit all ihren folkloristischen Auswüchsen) bis heute die Kultur des KSCV prägt.
So spricht man heute zum Beispiel vom „schwarzen Kreis“, vom „blauen“, „grünen“, „weißen“ und „roten Kreis“, denen jeweils bestimmte Charakteristika zugeschrieben werden. Die Kreiszugehörigkeit ist jedoch bis heute vollkommen inoffiziell. Der KSCV veröffentlicht keine expliziten Listen. Alles beruht auf mündlicher Tradition. Ausnahmen bilden das „Süddeutsche Kartell“ (mit je drei Corps aus Deutschland und Österreich) und der Magdeburger Kreis (mit neun Corps aus Deutschland). Diese vergleichsweise spät entstandenen Gruppierungen sind vertraglich definiert und veröffentlichen Mitgliedslisten.
So beteiligten sich Corpsstudenten an der Organisation des Hambacher Festes 1832, wie die Rechtsanwälte Johann Georg August Wirth (Corps Franconia Erlangen) und Ernst Savoye (Corps Hassia Heidelberg). Teilnehmer hieran waren auch die Publizisten Friedrich Wilhelm Knöbel und Georg Geib (beide Corps Rhenania Heidelberg, Corps Rhenania Erlangen, Corps Hassia Heidelberg).
Auch beim Frankfurter Wachensturm 1833 waren Corpsstudenten führend beteiligt wie der Privatdozent Johann Hermann von Rauschenplat (Corps Hildesia Göttingen) und der Rechtsanwalt Friedrich Neuhoff (Corps Hassia Heidelberg). Die berühmtesten corpsstudentischen Revolutionäre und Rädelsführer durchgeführter oder geplanter Aufstände waren der Rechtsanwalt Friedrich Hecker (Mitglied der Heidelberger Corps Hassia, Palatia und Rhenania), der „Berufsrevolutionär“ Heinrich Scheffer (Mitbegründer des Corps Teutonia Marburg) und der Rechtsanwalt und Redakteur Gustav von Struve (Corps Bado-Württembergia Göttingen).
So saßen im Vorparlament, dem vom 31. März bis zum 5. April 1848 in der Frankfurter Paulskirche tagenden, vorbereitenden Gremium für die deutsche Nationalversammlung 32 (bisher namentlich erfasste) Corpsstudenten, sein Präsident war der Jura-Professor Joseph Mittermaier (Mitbegründer des Corps Bavaria München).
Der Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche gehörten schließlich insgesamt 585 Abgeordnete an, inklusive Nachrücker sind 812 Abgeordnete in historischen Dokumenten namentlich nachweisbar, rund 600 davon mit akademischer Ausbildung. Von diesen sind 106 Personen heute mit Hilfe der Mitgliedslisten des Kösener Senioren-Convents-Verbands als Corpsstudenten zu identifizieren. Dabei ist zu berücksichtigen, dass es in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts viele nur kurzfristig existente Corps gegeben hat, von denen heute keine Aufzeichnungen mehr vorhanden sind, und dass also von einer entsprechenden Dunkelziffer auszugehen ist. Präsident der Nationalversammlung war Eduard Simson (Corps Littuania Königsberg), der schließlich als Führer der Abordnung des Parlaments dem preußischen König Friedrich Wilhelm IV. die erbliche Kaiserwürde antrug. Dieses Ansinnen scheiterte jedoch zusammen mit dem Entwurf der Reichsverfassung.
Corpsstudenten waren aber nicht nur Revolutionäre und Aufrührer, sondern dienten auch den Herrschern der deutschen Einzelstaaten in hohen Positionen. Schon damals war die Präsenz der Corpsstudenten in politisch sich entgegen stehenden Lagern typisch. Im Folgenden einige Beispiele.
Teilweise trafen Corpsstudenten sogar in bewaffneten Auseinandersetzungen aufeinander. So setzte der Deutsche Bund den General Friedrich Freiherr von Gagern (Corps Hannovera Göttingen) als Befehlshaber der Bundestruppen ein, um die von dem Corpsstudenten Friedrich Hecker in Südwestdeutschland angeführte Volkserhebung niederzuschlagen. Nach gescheiterten Verhandlungen fiel der General am 20. April 1848 im Gefecht bei Kandern, die Revolutionäre wurden dennoch geschlagen. Hecker entkam in die USA.
Zur unterschiedlichen Präsenz von „unpolitischen“ Corpsstudenten und „politischen“ Burschenschaftern in staatstragenden Ämtern sagte später der Burschenschafter und Geschichtsprofessor Heinrich von Treitschke:
Stud Rudolf Bennigsen 1843.jpg als Corpsstudent (1843)]]
Als nach der Aufhebung der Karlsbader Beschlüsse im Jahre 1848 das gesellschaftspolitische Leben in Deutschland aufkeimen konnte, Vereine und Parteien gegründet werden konnten, waren Corpsstudenten führend an der Gründung beinahe aller deutschlandweiten Politorganisationen und später der reichsweiten Parteien beteiligt - und zwar in allen Strömungen, bei den Kommunisten, den Sozialdemokraten, den Katholiken, den Liberalen und den Nationalkonservativen.
Rudolf von Bennigsen, (Corps Hannovera Göttingen, Corps Vandalia Heidelberg), gründete 1861 die Deutsche Fortschrittspartei und 1867 die Nationalliberale Partei, stärkste Fraktion im Reichstag bei der Reichsgründung 1871, späterer Vorsitzende (ab 1905) wurde Ernst Bassermann (Corps Suevia Heidelberg, Corps Lusatia Leipzig).
Wilhelm Emmanuel von Ketteler, (Corps Guestphalia Göttingen) gründete zusammen mit Ludwig Windthorst 1870 die Deutsche Zentrumspartei als Partei der katholischen Minderheit im preußischen Abgeordnetenhaus.
Wilhelm Liebknecht, (Corps Rhenania Gießen, Corps Hasso-Nassovia Marburg, Corps Rhenania Marburg) gründete mit August Bebel die Sozialdemokratische Arbeiterpartei (SDAP), Vorläufer der heutigen SPD.
küchler.jpg (Corps Rhenania Heidelberg, Corps Teutonia Gießen)]]
Durch die Herausbildung der Organisationen der als neue politische Kraft erstehenden Arbeiterklasse verschob sich das politische Gefüge im deutschsprachigen Raum. Während in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts das Bürgertum seine Rechte gegenüber dem Adel geltend zu machen versuchte, opponierte nun die Arbeiterschaft gegen Bürgertum und Adel. Das gehobene Bürgertum rückte mit der Aristokratie zusammen und versuchte, die Machtübernahme durch das Proletariat zu verhindern. Obwohl bei der Herausbildung von Arbeiterorganisationen auch Corpsstudenten und andere Verbindungsstudenten beteiligt waren, wurden die Verbindungen – und ganz besonders die Corps – zu Organisationen des bürgerlichen und aristokratischen Establishments. Ihnen wurde – modern gesprochen – die außerfachliche Erziehung an den Universitäten anvertraut. Die „Corpserziehung” galt als vornehmliche Aufgabe der aktiven Corps. Der „gesellschaftliche Schliff”, der hier vermittelt wurde, galt als höchstes Erziehungsideal. Manche Familien schickten ihre Söhne überhaupt nur deshalb zur Universität. Auf den Besuch universitärer Veranstaltungen wurde dabei oft gänzlich verzichtet.
Wilhelm_II._(Deutsches_Reich)_im_Couleur_des_Corps_Borussia_Bonn_(farbig).jpg als Alter Herr des Corps Borussia Bonn, Ölgemälde von Ludwig Noster (1859-1910) von 1897]] So mittlerweile auch in vielen bedeutenden deutschen Herscherfamilien. Während in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts die „geheimen Verbindungen” im Verdacht standen, die bestehende aristokratische Struktur unterhöhlen oder gar auflösen zu wollen, wurden die Corps jetzt zu Stützen des Staates. So schickten die herrschenden Familien aus Preußen, Württemberg, Baden, Sachsen-Coburg und Gotha, Mecklenburg und Schaumburg-Lippe ihre Söhne an die Universitäten, damit sie in den als besonders vornehm geltenden Corps aktiv werden konnten. Andere Verbindungstypen, wie zum Beispiel Burschenschaften, kamen dafür aus gesellschaftlichen Erwägungen nicht in Betracht.
Die Alten Herren der Corps nahmen die politischen Führungspositionen ein. So waren die beiden führenden Persönlichkeiten des Kaiserreichs Corpsstudenten: Otto von Bismarck (Corps Hannovera Göttingen) und Kaiser Wilhelm II. (Corps Borussia Bonn). Reichskanzler Bismarck wurde gar für viele Jahrzehnte zur politischen Kultfigur – sowohl unter der Bevölkerung, als auch unter den Studenten. Niemandem wurden in Deutschland mehr Denkmäler gebaut. Unter Bezugnahme auf das Couleurband seines Corps sagte Bismarck:
Kaiser Wilhelm II. hielt auch nach seiner Thronbesteigung Kontakt zu den Corps an seinem Studienort Bonn. Er betrachtete die Corps als erprobte Ausbildungsstätte des Führungsnachwuchses seines Kaiserreichs. So sagte er am 6. Mai 1891 in einer Rede vor dem Bonner SC:
Mühlberg_-_Auf_die_Mensur.jpg auf Korbschläger, ungefähr um 1900, Corps Saxo-Borussia Heidelberg (links) und Corps Vandalia Heidelberg]]
Je mehr die Corps in die gesellschaftliche Spitze aufrückten, desto mehr wandelte sich das Alltagsleben der Corpsstudenten. Die Corps fühlten sich verpflichtet, ihrer Führungsrolle auch durch äußeres Gepränge Ausdruck zu verleihen. Die Repräsentationskosten, die der einzelne aktive Corpsstudent aufzubringen hatte, stiegen in bisher nicht gekannte Höhen. Die meisten Corps machten einen „Mindestwechsel” zur Aufnahmebedingung. So wurde von einem Studenten, der Mitglied in einem Corps werden wollte, ein Mindesteinkommen verlangt, von dem eine mehrköpfige Handwerkerfamilie zu der Zeit bequem hätte leben können. Nur noch wenige Studenten konnten sich die Mitgliedschaft in einem Corps überhaupt leisten. Und obwohl im Kaiserreich die Zahl der Studenten stark anstieg, blieb die Zahl der Corpsstudenten weitgehend konstant.
Weiterhin formalisierte sich das Aktivenleben stark. Die Benimm- und Kleidungsvorschriften erreichten Ausmaße, die nach heutigen Begriffen nicht mehr nachzuvollziehen sind. Die Einrichtung des Comment wurde überstrapaziert, was offenbar von den jungen Leuten ausging, denn historische Quellen berichten von dem Unverständnis der Alten Herren, die noch das freie Burschenleben genossen hatten, gegenüber diesem strengen Formalismus.
Diese gehobene gesellschaftliche Position und die formalistischen Verhaltensweisen provozierten auch zahlreiche satirische Angriffe bis hin zu polemischer Kritik. Besonders die Zeitschrift Simplicissimus, in deren Redaktion auch Alte Herren verschiedener Corps mitarbeiteten, veröffentlichte legendäre, bis heute immer wieder nachgedruckte Karikaturen über das Leben der Corpsstudenten, allerdings eher wohlwollend mit einem zwinkerndem Auge. Besondere Zielscheibe war dabei das „Kaisercorps” Corps Borussia Bonn, in dem viele Hohenzollernprinzen Mitglied waren (zum Beispiel: "Der Kronprinz auf Corpsbesuch").
Aber auch der amerikanische Autor und Satiriker Mark Twain, der im Sommer 1878 mehrere Monate in Heidelberg verbrachte, schenkte den dortigen Corps große Aufmerksamkeit und berichtete über ihren strengen Verhaltenskodex in seinem Werk A Tramp Abroad (deutsch: "Bummel durch Europa"), Erstausgabe London 1880:
Der Dramatiker Wilhelm Meyer-Förster hatte mit seinem Theaterstück Alt-Heidelberg (Schauspiel in 5 Aufzügen, uraufgeführt am 22. November 1901 im Berliner Theater) großen Erfolg. In dem Stück wird Karl Heinrich, Erbprinz des fiktiven thüringischen Kleinstaates Sachsen-Karlshausen zum Studium nach Heidelberg geschickt, wo er in das fiktive Corps Saxonia Heidelberg eintritt und eine fröhliche Zeit verlebt. Durch den unerwarteten Tod seines Vaters muss er früh die Thronfolge antreten und dem Ernst des Lebens ins Auge sehen. In dem Stück, in dem es um die Unwiederholbarkeit jugendlicher Freude und Unbeschwertheit geht, steht das Corps als Synonym für die Freuden der Jugend. Die Handlung wurde im Jahre 1924 für ein Musical am Broadway (The Student Prince) umgearbeitet und erlebte bis in die 1950er Jahre mehrere Verfilmungen in den USA und Deutschland.
Die linke Presse in Deutschland dagegen betrachtete die Corps als Brutstätte der reaktionären gesellschaftlichen Kräfte, gegen die sie kämpfte. So schrieb die SPD-Zeitung Vorwärts, die einst den Corpsstudenten Wilhelm Liebknecht zum Chefredakteur hatte, im Jahre 1892:
Heinrich Mann lässt in seinem das Kaiserreich persiflierenden Roman Der Untertan den Helden Diederich Heßling in das fiktive Corps Neuteutonia Berlin eintreten. Er schildert, wie das Corpsleben bei seiner Romanfigur zur Herausbildung des wilhelminischen Untertanengeistes beiträgt. Der Roman wurde im Jahre 1951 in der DDR verfilmt und mit einem Filmpreis ausgezeichnet (siehe auch: Der Untertan (Film)).
Bezeichnenderweise sind diese Darstellungen noch heute im Bewusstsein der Kritiker aller Arten von Studentenverbindungen präsent, auch wenn diese Verhältnisse schon über 100 Jahre zurück liegen.
Im Kaiserreich fanden weitere einschneidende Veränderungen im Leben der Studentenverbindungen statt, die bis heute das studentische Verbindungsleben prägen. Bei diesen Veränderungen spielten die Corps fast immer die Vorreiterrolle. So verstärkte sich das Engagement der Alten Herren, also der nicht mehr studierenden Mitglieder. Bei den Corps waren hier Missstände ausschlaggebend, die zu Beginn der Kaiserzeit aufgetreten waren und die von den Alten Herren nicht gutgeheißen wurden. Unter dem Namen Zandersche Bewegung, benannt nach ihrem führenden Kopf, taten sich Alte Herren von Corps des KSCV zusammen, um mäßigenden Einfluss auf das studentische Leben zu nehmen. Dies gipfelte in der Gründung des Verbandes Alter Corpsstudenten (VAC), dem ersten Zusammenschluss von Altherrenvereinigungen studentischer Verbindungen. Bereits wenige Jahre später erhielt der VAC durch persönliche Anweisung von Kaiser Wilhelm II. einen Status als Rechtsperson, vergleichbar den noch heute bestehenden altrechtlichen Vereinen. Später gründeten alle anderen studentischen Verbände ebenfalls spezielle Altherrenverbände.
Durch das verstärkte, auch finanzielle Engagement der Alten Herren konnten die Repräsentationsaufwendungen neue Höhen erreichen. In der Kaiserzeit entstand das Bedürfnis der Corps nach einer eigenen Immobilie, einem eigenen „Heim“ oder „Kneipe“, was in dem Bau prunkvoller Jugendstilvillen (siehe auch Korporationshaus) in allen Universitätsstädten gipfelte. Das Corps Teutonia Marburg machte den Anfang mit der Nutzung eines kleinen Grundstücks mit Kegelbahn auf einem Gelände am Marburger Schlossberg in den 60er-Jahren des 19. Jahrhunderts. Später, nach mehreren Ausbauphasen, entstand auf diesem Grundstück eines der prächtigsten Corpshäuser Deutschlands. Das erste Verbindungshaus Deutschlands, das von Beginn an als solches gebaut wurde, war das Haus des Corps Rhenania Tübingen, das heute – ebenfalls nach mehren Bauphasen – eindrucksvoll über dem Neckar und der Tübinger Altstadt auf dem Österberg liegt.
Obwohl die Corps prinzipiell unpolitisch waren und sind, hielt man es doch in dieser Zeit für ganz selbstverständlich, dass man sich für das neugegründete Deutsche Reich, seinen Gründer Otto von Bismarck und den Kaiser begeisterte. Das Singen vaterländischer Lieder und das "Hoch" auf den Kaiser gehörten zu corpsstudentischen Veranstaltungen wie das Amen in der Kirche.
Als in den 80er-Jahren des 19. Jahrhunderts der Antisemitismus in Deutschland – und ganz besonders unter den Studenten - einen Aufschwung erfuhr, gingen auch viele Corps dazu über, keine Juden mehr aufzunehmen. Der KSCV lehnte es jedoch ab – im Gegensatz zu anderen studentischen Verbänden — einen entsprechenden Verbandsbeschluss zu fällen. So blieb es jedem Corps selbst überlassen, wie es sich in dieser Frage verhielt (siehe auch: Jüdische Studentenverbindung). Viele studentische Verbände versuchten, sich durch besondere Strenge in der „Judenfrage“ gesellschaftlich zu profilieren und die Corps an Bedeutung zu übertrumpfen, was aber nicht gelang. Den „Krawall-Antisemitismus” anderer Verbände wollten die Corps nicht mitmachen und hielten sich vornehm zurück. Der Ausschluss von Alten Herren, die jüdischen Glaubens oder jüdischer Abstammung waren, wurde in den Corps nicht diskutiert, so dass bei Machtübernahme der Nationalsozialisten im Jahre 1933 noch viele Corps jüdische Mitglieder oder Mitglieder jüdischer Abstammung hatten.
Trotz des hohen gesellschaftlichen Ansehens der Corps im Kaiserreich gab es zum Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts Entwicklungen, die sich gegen die traditionelle Ausrichtung der Studentenverbindungen im Allgemeinen und gegen die Corps im Speziellen richteten. Durch die steigende Zahl der Studenten stieg auch die Zahl der nichtkorporierten Studenten, also der Studenten, die nicht in einer Studentenverbindung Mitglied waren. Obwohl noch in der Minderheit verlangte diese Gruppe zunehmend Mitspracherecht an den Universitäten und forderte eine Studentenvertretung, die von den Studentenverbindungen unabhängig ist. Die Freistudentenbewegung bildete die Basis für die nach dem Ersten Weltkrieg eingerichteten Verfassten Studentenschaften (AStA) mit der Deutschen Studentenschaft als Dachorganisation.
Aber nicht nur in der Hochschulpolitik, auch im Zeitgeist zeigten sich gegenläufige Tendenzen. Die Jugendbewegung (Wandervogel) galt als moderne Form des Zusammenschlusses junger Menschen. Es bildeten sich Begriffe wie „Zurück zur Natur“ und „gesunde Lebensweise“. Alkoholkonsum wurde abgelehnt, Sport befürwortet.
Die Folgen für die Corps zeigten sich in der Statistik: Im Jahre 1901 gehörten 8,3 Prozent aller männlichen Studenten im Deutschen Reich einem Kösener Corps an. Das entsprach 2891 Aktiven und Inaktiven. Im Jahre 1908 war dieser Anteil bereits auf 6,4 Prozent gesunken, was einer absoluten Zahl von 3100 studierenden Corpsmitgliedern entsprach. Im Jahre 1914 betrug der Anteil noch 5,0 Prozent (2914 Studenten). Die absolute Zahl der Corpsstudenten stagnierte also, während die allgemeinen Studentenzahlen stark stiegen.
In den damaligen Corpspublikationen wurden als Kritikpunkte der übermäßige Alkoholgenuss genannt, aber auch die Strenge in der Mensurbeurteilung, eine übertriebene Kreispolitik, also eine Cliquenwirtschaft innerhalb des Verbandes, sowie der Aufwand an Zeit und Geld, den der einzelne Student für die Aktivenzeit im Corps zu erbringen habe. Zudem gab es damals bereits alternative Freizeitmöglichkeiten, die das Monopol der Verbindungen auf die Freizeitgestaltung der Studenten längst aufgebrochen hatten.
Andere Stimmen kritisierten, dass die Corps zu wenig Nationalismus zeigten, um für die Jugend, die sich damals für das Vaterland begeisterte, attraktiv zu sein.
Die Begeisterung für das Vaterland ließ auch viele Corpsstudenten mit Enthusiasmus in den Ersten Weltkrieg ziehen. In dieser Zeit kam das Universitäts- und Verbindungsleben fast zum Erliegen. Kriegsverwundete und Alte Herren hielten den Betrieb mühsam aufrecht. Aber das Ende des Kaiserreichs war nicht mehr aufzuhalten. Zum Ende des Krieges erklärte der letzte Reichskanzler des Kaiserreichs, Prinz Max von Baden (Corps Rhenania Freiburg, Corps Saxo-Borussia Heidelberg, Corps Suevia Heidelberg) die Abdankung des Kaisers und übergab die Regierungsgeschäfte dem Sozialdemokraten Friedrich Ebert.
Die Maßnahmen, die während dieser bürgerkriegsähnlichen Zustände ergriffen wurden, verstießen nicht selten gegen Recht und Gesetz. Übergriffe und Gräuel fanden an vielen Orten im Reich statt. Besonderes Aufsehen erregten die Morde an Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg, die zuvor zu einem bewaffneten kommunistischen Aufstand aufgerufen hatten.
Die juristische Aufarbeitung dieser Vorgänge erfüllte selten rechtsstaatliche Anforderungen, denn auch die Spitzen von Gesellschaft und Justiz waren in dieser Hinsicht zu befangen.
Die Mitglieder der Corps stammten vorzugsweise aus dem Großbürgertum und dem Adel und waren die Stützen des Kaiserreichs gewesen. Nur wenige konnten sich mit der neuen Demokratie anfreunden. Obwohl die Corps auch in dieser Zeit streng vermieden, sich zu politisieren oder politische Richtungen zu begünstigen, waren demonstrative Kundgebungen für das alte Regime doch in diesen Jahren üblich.
Aber unter Mitgliedern der Corps waren auch bedeutende Sozialdemokraten. So wurde Wilhelm Blos, Mitglied der SPD und des Corps Rhenania Freiburg, erster Staatspräsident Württembergs und löste damit König Wilhelm II. (Corps Suevia Tübingen, Corps Bremensia Göttingen) als Staatsoberhaupt in Stuttgart ab.
In den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg geriet Deutschland territorial und materiell zunehmend unter Druck. Die Regelungen des Versailler Vertrages wurde als Demütigung und unzumutbare Last empfunden. Als Gegenbewegung bildete sich in weiten Kreisen des Bürgertums eine "vaterländische" Gesinnung, die die Basis für die Wiederherstellung eines stabilen Landes dienen sollte. So schrieb der König Wilhelm II. von Württemberg kurz nach seiner Abdankung an den Vorsitzenden der Altherrenschaft seines Tübinger Corps Suevia:
In weiten Teilen des deutschen Bürgertums machte sich die Überzeugung breit, dass nur mit einer "nationalen", "deutsch-völkischen" und "vaterländischen" Gesinnung der Aufbau des Landes möglich sein werde. Diese Auffassungen wurden damals nicht parteipolitisch begriffen, sondern stellten sich den Vertretern des Bürgertums als moralische Überzeugungen und ethische Grundwerte dar. So bekannten sich auch die Corps zu diesen Überzeugungen, ohne der Meinung zu sein, dafür ihre Überparteilichkeit und unpolitische Ausrichtung aufgegeben zu haben.
Kommunismus und Internationalismus wurden strikt abgelehnt. Unter Internationalismus wurde damals ein nationale Grenzen überschreitender, nur am Profitstreben ausgerichteter Kapitalismus verstanden, also ein Vorläufer der heute so genannten Globalisierung. Diese Auffassungen waren im Bürgertum und damit auch unter den Studenten in der Zeit der Weimarer Republik weit verbreitet.
Der demokratische Historiker Friedrich Meinecke hielt im Jahre 1925 eine Rede vor dem demokratischen Studentenclub in Berlin, in der er ausführte:
Das bedeutete, dass die Studentenverbindungen nicht mehr die alleinige und typische Form studentischen Zusammenschlusses war. Das bewirkte, das die traditionellen studentischen Verbände, die seit jeher massive Meinungsverschiedenheiten hatten, jetzt anfingen, Gemeinsamkeiten zu entdecken, und danach strebten, sich zu Arbeitsgemeinschaften zusammenzuschließen. Dazu musste eine Menge aufgestautes Konflikpotenzial abgearbeitet werde, was nur teilweise gelang.
Die schlagenden Verbindungen schlossen sich zur Durchsetzung ihrer Interessen in den neuen Gremien an den einzelnen Hochschulorten zu so genannten Waffenringen zusammen, die als Dachverband den Allgemeinen Deutschen Waffenring gründeten.
Die baltischen Verbindungen, die an den Standorten Riga und Dorpat eine eigene Kultur entwickelt hatten, sich dabei jedoch immer dem Corpsstudententum verbunden fühlten, gründeten nach dem Kriege in Westdeutschland neue Corps in Göttingen und Hamburg, die innerhalb des KSCV bis heute ihre speziell baltischen Traditionen weiterführen.
Eine Krise erlebte der Kösener Senioren-Convents-Verband (KSCV) im Zuge der Veränderungen nach 1968. So wie in allen mensurschlagenden studentischen Verbänden wurde auch im KSCV diskutiert, ob man das Fechten aufgeben solle. Schließlich trat ein Teil des "Grünen Kreises" im Jahre 1971 wegen der Fechtfrage aus dem Verband aus. Dies waren Corps Bremensia Göttingen, Corps Vandalo-Guestphalia Heidelberg, Corps Suevia Tübingen und Corps Rhenania Straßburg zu Marburg. Die drei erstgenannten Corps bilden heute das sog. "urgrüne Kartell". Auch das Corps Marchia Bochum gab das Fechten auf und verließ den KSCV.
Der KSCV und der WSC sind pflichtschlagend und farbentragend.
Folgende Corpsverbände wurden mit dem WSC 1935 zwangsaufgelöst, aber nach dem Zweiten Weltkrieg nicht wieder errichtet:
Einige Mitgliedsverbindungen des Wernigeroder Jagdkorporationen Senioren-Convents (WJSC) nennen sich "Jagdcorps".
German Student Corps | Studentencorps Corps (korporacja akademicka)