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Cordierit
cordierit.jpg
Cordierit aus Brasilien
Chemismus Mg2Al4Si5O18
Kristallsystem Rhombisch-Dipyramidal
Kristallklasse VIII/E.12-40 (nach Strunz)
Farbe blau, violett, grau, graugrün, graubraun
Strichfarbe weiß
Mohshärte 7 bis 7,5
Dichte 2,55 bis 2,57
Glanz Glasglanz, Fettglanz, Matt
Opazität durchsichtig bis durchscheinend
Bruch uneben bis muschelig
Spaltbarkeit undeutlich
Habitus kurze bis lange Kristallprismen, körnig
häufige Kristallflächen ___
Zwillingsbildung Lamellare Zwillinge, durchkreuzte Drillinge
Kristalloptik
Brechungsindices ___
Doppelbrechung 0.008 bis 0.018
Pleochroismus stark, zwischen violett und graugelb
optische Orientierung ___
Winkel/Dispersion
der optischen Achsen
___
weitere Eigenschaften
chemisches Verhalten ___
ähnliche Minerale Plagioklas, wird leicht verwechselt
Radioaktivität nicht radioaktiv
Magnetismus nicht magnetisch
besondere Kennzeichen ___

Cordierit ist ein häufig vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der Silikate. Seine Farbe schwankt zwischen blau, violett, grau, grün und braun, mit starkem Pleochroismus (Kristall-Hauptachse dunkelblau, Querrichtung gelblichgrau) und seine chemische Zusammensetzung ist Mg2Al4Si5O18. Meistens bildet Cordierit kurze, prismatische Kristalle oder liegt körnig vor. Es wurden jedoch schon Kristalle von bis zu einem halben Meter Länge gefunden.

Varietäten


  • Iolith - glänzend blau

Synonyme


Dichroit (siehe Geschichte), Jolith, Luchssaphir, Polichroit, Steinheilit, Wassersaphir

Siehe auch: Liste der Minerale

Bildung und Fundorte


Cordierit ist ein gesteinsbildendes Mineral und entsteht durch Metamorphose in Migmatiten, Gneisen oder Pegmatiten, aber auch magmatisch in Granit.

Fundorte sind unter anderem Brasilien, Bodenmais in Deutschland, Orijärvi in Finnland, Indien, Kragerø in Norwegen, Näverberg in Schweden und Ratnapura in Sri Lanka.

Geschichte


Der französische Mineraloge Louis Cordier (1777-1861) gab dem Mineral den Namen Dichroit („der Doppelfarbige“; siehe Description du dichroite, erschienen 1809). Da die Eigenschaft des Minerals jedoch eigentlich ein Pleochroismus ist, wurde es 1813 von Hauy (1743 - 1822) in Cordierit umbenannt.

Die Wikinger setzten die besondere Eigenschaft von Cordierit, seine Farbe je nach Betrachtungswinkel zu ändern, möglicherweise zur Navigation ein. Mit ihrem Sonnenstein konnten sie den Stand der Sonne anhand der Färbung des Minerals auch bei bedecktem Wetter bestimmen. (Quelle: SPIEGEL-Online, "Reformstau im Drachenboot", 12.03.2006)

Verwendung


Der blass- bis hellblaue Iolith kommt als Luchs- oder Wassersaphir in den Handel und wird als Schmuckstein verarbeitet.

Literatur


  • Edition Dörfler: Mineralien Enzyklopädie, Nebel Verlag, ISBN 3-89555-076-0

Weblinks


Mineral | Schmuckstein

Cordierite | Kordieriitti | Cordiérite | Cordierite | 菫青石 | Cordieriet

 

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