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Coop ist nach der Migros das zweitgrößte Schweizer Unternehmen im Einzelhandel. Zu Coop gehören unter anderem eine Restaurantkette, Coop Bau&Hobby-Markt, Coop City Warenhäusern, das Elektronikfachgeschäft Interdiscount, das Möbelhaus Toptip, die IMPORT Parfumerien , die Coop-Vitality-Apotheken, Coop-Tankstellen, die Bâle Hotelgruppe sowie zahlreiche Produktionsbetriebe wie z.B. Bell , Swissmill , Pasta Gala und weitere.

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In der Schweiz gibt es über 800 Coop Supermärkte und Megastores. Mit ca. 1.500 Verkaufsstellen bietet die Coop-Gruppe das dichteste Verkaufsstellennetz der Schweiz; für Mitgliederhaushalte gibt es die Coop-Zeitschrift "Coop Zeitung", die in drei Landessprachen erscheint. Das Unternehmen hatte 2003 einen Umsatz von ca. 15 Mrd. Schweizer Franken (ca. 12,5 Mrd. US-Dollar) und beschäftigte über 50.000 Mitarbeiter.

Das Schweizer Unternehmen hat nichts mit der deutschen Co op zu tun.

Geschichte


Als „Väter“ der Konsumgenossenschaften werden die „Redlichen Pioniere von Rochdale“ in England bezeichnet. 1864 übernahm der Glarner Textilfabrikant Jean Jenny bei der Gründung eines Konsumvereins in Schwanden deren sieben Grundsätze (offene Mitgliedschaft, demokratische Verwaltung, Rückvergütung des Überschusses an Mitglieder, beschränkte Kapitalverzinsung, politische Neutralität, Barzahlung, Förderung der Erziehung), welche den wirtschaftlichen Realitäten Rechnung tragen sollten. Rechtlich galt eine Genossenschaft immer als spezielle Organisationsform oder quasi als Mischung zwischen Verein und Aktiengesellschaft.

Coop Basel.jpg In vielen Schweizer Städten wurden damals Konsumvereine gegründet. 1853 und 1869 scheiterten zwei Versuche eines Zusammenschlusses der Konsumvereine von Zürich, Basel, Grenchen, Biel und Olten. Dies gelang erst bei einer dritten Zusammenkunft am 11. Januar 1890 in Olten, als der Verband schweizerischer Konsumgenossenschaften (VSK) gegründet wurde. Fünf Genossenschaften waren Gründungsmitglieder und am Jahresende zählte der VSK 43 Mitglieder. Mit der Schaffung einer „Zentralstelle für Warenvermittlung“ nahm der Verband 1892 erstmals neben administrativen auch ökonomische Kompetenzen wahr. Mit der steigenden Zahl an Genossenschaften, 407 bis 1915, baute der VSK seine Tätigkeiten und seine Infrastruktur aus. 1902 erschien erstmals das „Genossenschaftliche Volksblatt“ als Vorläufer der heutigen „Coop Zeitung“. In diesem Publikationsorgan setzten sich die Konsumgenossenschafter damals unter anderem mit Anfeindungen von Seiten des Kleingewerbes auseinander.

Der eigentliche Ausbau erfolgte erst im zweiten Vierteljahrhundert nach der Gründung, doch dieser wurde durch handelspolitische Hemmnisse nach dem Ersten Weltkrieg gebremst. Hinzu kam, dass Genossenschaften seither steuerlich mit Aktiengesellschaften gleichstellt sind, was für diese gemeinnützig orientierten Organisationen einen finanziellen Nachteil darstellt. Während des Zweiten Weltkriegs stellte der VSK seine ganze Kraft in den Dienst der Landesversorgung. Nach Kriegsende stiegen sowohl das Schweizer Bruttoinlandsprodukt als auch die Wohnbevölkerung stetig an, so dass mit der Nachfrage auch das Angebot im Einzelhandel zunahm. In den 50er- und 60er Jahren begann darum die Suche nach neuen Strategien, um mit den Veränderungen Schritt halten zu können. Dazu gehörte die Regionalisierung der Verteilzentren 1954 und eine Statutenänderung 1964. Dieser fielen vor allem die sieben Grundsätze von Rochdale nach über 100 Jahren zum Opfer.

Der grösste Einschnitt in der Verbandsgeschichte erfolgte aber 1969 durch die neue Unternehmenspolitik, die ihre symbolische Umsetzung in der Änderung des Namens VSK zu Coop (Schweiz) fand. Einen wichtigen Teil der neuen Politik bildete der Fusionsplan, welcher die Zahl der Genossenschaften von damals 407 meist lokalen Dorf- und Stadtgenossenschaften auf etwa 30 bis 40 teilregionale Genossenschaften reduzierte. Spätere Fusionspläne bildeten daraus wiederum Regionalgenossenschaften, deren Zahl Mitte der 90er Jahre noch bei 14 lag. Durch den Bau von Coop Centers sank daneben auch die Zahl der Verkaufsstellen bei zunehmender Verkaufsfläche. Einen weiteren Trend der 70er- und 80er Jahre bildete die Vergrösserung des Nonfoodbereichs in den grösseren Coopläden (mit Integration von Baumärkten, Restaurants, Reisebüros, Schuhläden etc.). Coop_prix_garantie.JPG

Die wichtigste Neuerung der 90er Jahre war die stärkere Förderung des Angebots an Bioprodukten aus Umweltschutzgründen. Im Rahmen der Ausdehnung des Nonfoodbereichs verdient die führende Stellung der Coopgruppe beim Handel mit Unterhaltungselektronik Erwähnung, da durch die Übernahme des Schweizer Geschäfts der Interdiscount AG 1996 der Umsatz in diesem Bereich signifikant zulegte. Daneben wurde eine weitere Überarbeitung der Strukturen geplant, welche 1999 als „coopforte“ präsentiert und genehmigt wurde. Auf den 1. Januar 2001 fusionierten alle 14 regionalen Genossenschaften mit Coop (Schweiz) zu einem Unternehmen. Auf regionaler Ebene befinden sich seither Regionalräte. Unternehmensstrategisches Ziel des Präsidenten Hansueli Loosli ist es, den Hauptkonkurrenten Migros hinter sich zu lassen und gegenüber möglichen ausländischen Konkurrenten preisgünstig zu bleiben. Doch Coop bleibt weiterhin ausschliesslich in der Schweiz tätig und möchte hier unter anderem das Online-Shopangebot erweitern.

Seit 2005 hat Coop auch eine eigene Billiglinie die sich Prix Garantie nennt. Sie ist eine direkte Konkurrenzierung der M-Budget-Linie der Migros (Schweiz). Die Akzeptanz bei der Kundschaft ist durchwegs hoch, allerdings liegt Prix Garantie weiterhin hinter M-Budget.

Konkurrenten


Weblinks


Unternehmen (Schweiz) | Handelskette

Coop (Suisse)

 

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