Convenience Food („bequeme Lebensmittel“) ist die Bezeichnung für Lebensmittel, die industriell oder gewerblich veredelt wurden und dem Verbraucher dadurch die Zubereitung erleichtern. Die unter der Bezeichnung Convenience Food zusammengefaßte Produktpalette ist groß und reicht von Beilagen und Zutaten über Teilgerichte bis zur fertigen Komplettmahlzeit (Fertiggericht). Klassische Produkte sind z.B. Tiefkühlpizza, Pasta-Gerichte und Backmischungen. In Deutschland kommen – wie in allen anderen modernen Industrienationen – ca. 80% aller Lebensmittel in verarbeiteter Form in den Handel. Auch die Gastronomie setzt verstärkt Convenience-Produkte ein. Viele Betriebsrestaurants arbeiten ausschließlich mit vorgefertigten Komponenten.
Durch Convenience-Produkte werden dem Verbraucher wesentliche und meist zeitaufwendige Zubereitungsschritte abgenommen – bis hin zur fertigen Komplettmahlzeit, die nur noch erhitzt werden muss. Gründe für die steigende Nachfrage nach Convenience-Produkten sind vor allem gesellschaftlichen Veränderungen:
Die Gastronomie setzt Convenience Food vor allem aus Kostengründen ein:
Convenience Food wird differenziert
nach der Zubereitungsstufe:
nach der Konservierungsart:
Ein grundsätzliches Urteil zur Qualität von Convenience Food ist nicht möglich. Dies liegt in erster Linie an der breiten Spannweite des Begriffs. Eine vermeintlich ungesunde Tiefkühlpizza ist genauso ein Convenience-Produkt wie ein vermeintlich gesundes belegtes Brötchen aus dem Reformhaus. Zudem ist der Begriff „Convenience“ wertfrei, da er sich nur auf den Verbeitungsprozess bezieht, nicht aber auf die Qualität. Das meist negative Image von Convenience Food wird vor allem durch minderwertige Produkte, häufig mit ungenauer Auflistung von Zutaten, bestimmt. Zahlreiche Convenience-Produkte haben allerdings eine deutlich höhere Qualität als die Rohprodukte. So ist zum Beispiel der Vitamingehalt bei Tiefkühlkost meist erheblich höher als bei frischer Rohware (Frisch geernteter Spinat verliert nach einem Tag Lagerung bei Zimmertemperatur fast die Hälfte des Vitamin-C-Gehaltes. Tiefgefroren verändert er sich über Monate kaum). Zahlreiche Hygiene- und Qualitätskontrollen der Rohwaren und während des Verarbeitungsprozesses sorgen zudem für eine hohe Sicherheit.
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