Die Continuously variable transmission (CVT, zu deutsch kontinuierlich verstellbare (Kraft-)Übertragung) ist eine Form von Getriebe, die bei Werkzeugmaschinen und Fahrzeugen zum Einsatz kommt.
Zentrales Element für die Kraftübertragung bei einem CVT ist der Variator. Er besteht aus zwei axial verschiebbaren Kegelscheibenpaaren und einem dazwischen laufenden Zugmittel.
Das Umschlingungsmittel kann wahlweise aus
Hauptunterschied der Ausführungen ist:
Wenn die Kegelscheiben weit voneinander entfernt sind, dann beschreibt das Zugmittel einen kleinen Radius auf der Kegelfläche. Sind die Kegelscheiben dagegen nah beieinander, dann folgt das Zugmittel einem großen Radius auf der Kegelfläche.
Die Bewegungen beider Kegelscheibenpaare erfolgt dabei gegenläufig, damit bei gleich bleibender Zugmittellänge und Achsabstand das Zugmittel vorgespannt bleibt.
Ein kleiner Zugmittel-Radius entspricht einem kleinen Gang eines konventionellen Getriebes, ein großer Radius einem großen Gang.
Sind die Kegelscheiben weit voneinander entfernt und werden die Kegelscheiben zusammengedrückt, dann vergrößert sich der Zugmittel-Radius und damit das Übersetzungsverhältnis von klein auf groß. Da dieser Vorgang stufenlos erfolgt, verändert sich das Übersetzungsverhältnis ebenfalls stufenlos.
Eine Sonderform des CVT stellt die Kraftweiche (Power Split Device) im Hybridfahrzeug Toyota Prius dar. Dort wird die stufenlose Schaltung virtuell erzeugt, indem ein Generator eine elektronisch gesteuerte Last am Sonnenrad eines Planetengetriebes darstellt. In Abhängigkeit von dieser Last verändert sich das Übersetzungsverhältnis zwischen dem vom Verbrennungsmotor angetriebenen Planetenradträger und dem als Abtrieb dienenden Zahnkranz. Das System wird von Toyota unter dem Namen Hybrid Synergy Drive vermarktet.
Heute finden sich CVT-Getriebe z.B. in Antrieben von Motorrollern, bei landwirtschaftlichen Geräten, bei Baumaschinen und zunehmend wieder in Pkw bis 191 kW (260 PS) (z. B. Audi-Multitronic) für Kettenanwendungen und bis 350 Nm für Schubgliederapplikationen. Eine Elektronik regelt das CVT so, dass sich der Motor stets, für die vorgewählte Fahrweise, im optimalen Drehzahlbereich befindet. Dies bedeutet je nach Fahrsituation, dass der Motor in einem Drehzahlbereich mit geringstmöglichem Kraftstoffverbrauch (meist ECONOMY genannt, beim Beschleunigen bleibt der Motor im Drehzahlbereich des maximalen Drehmoments) oder höchstmöglicher Leistung (z.B. zum Überholen, meist POWER genannt, im Drehzahlbereich der maximalen Leistungsabgabe) läuft. Während des Beschleunigens kann der Motor bei konstanter Drehzahl seine maximale Leistung abgeben, während die Geschwindigkeitszunahme über das stufenlose Getriebe ausgeglichen wird. Dies hat den anfangs irritierenden Effekt, dass bei gleich bleibendem Motorgeräusch die Geschwindigkeit stetig zunimmt ("Gummiband-Effekt").
Eine Variante des CVT als Reibradgetriebe mit winkelveränderlichen Rollen stellt das 1999 vorgestellte (Nissan Extroid CVT)-Getriebe dar. Dieses Getriebe ist wegen einer überdimensionierten Hydraulik sowie einem ungünstigen Wirkungsgrad in kleinen Kraftfahrzeugen noch zu schwer und zu teuer. Allerdings wird das technische Potenzial der rollreibenden und damit extrem leisen, komfortablen stufenlosen Kraftübertragung erkennbar. Eine moderne Variante mit Rollreibungsübertragung ist das Kegelringgetriebe.
Die Serie A und B von Mercedes-Benz des Daimler-Chrysler-Konzerns werden mit einem CVT-Automatikgetriebe mit virtuellen Gängen ausgestattet, die auch wahlweise per Hand geschaltet werden können.
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